Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Uni Dortmund setzt Akzente für interkulturelle Arbeit

14.09.2000


Die deutschen Hochschulen und der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) - als Koordinator der internationalen Aktivitäten -wollen Zeichen setzen gegen Fremdenfeindlichkeit. Das Akademische
Auslandsamt der Universität Dortmund (AAA) möchte mit den Aktivitäten des uni - eigenen Leuchtturmprojekts zur Verbesserung der Studiensituation der ausländischen Studierenden positive Akzente setzen.

Das Akademische Auslandsamt der Dortmunder Universität sieht die Situation in der Westfalenmetropole insgesamt nicht als bedrohlich an. Das AAA: "Bisher sind an unserer Hochschule erfreulicherweise keine ausländischen Studierenden tätlich angegriffen worden." Ein Indikator, dass der Studienstandort Dortmund einen guten Ruf hat, sind die steigenden Anfragen und Bewerbungen zum Wintersemester 2000/2001.

Silke-Maria Homeyer vom Akademischen Auslandsamt unterstreicht: Die Sicherheit und die Lebensqualität der internationalen Studierenden und Lehrenden kann durch Integration und Sensibilisierung der deutschen Hochschulangehörigen und der Bewohner der Region weiter verbessert werden.

Seit dem Wintersemester 1999 gibt es an der Universität Dortmund das "Come2Campus"-Programm, bei dem deutsche und ausländische Studierende sich kennen lernen und sich partnerschaftlich unterstützen. In den Orientierungstagen werden Institutionen der Universität und der Stadt vorgestellt, gemeinsame Exkursionen unternommen. Während des Semesters schließt sich ein Semesterprogramm für internationale Studierende an. Regelmäßig stattfindende internationale Stammtische, Exkursionen, Vorträge, und Veranstaltungen führen deutsche und internationale Studierende zusammen.

Diese Aktivitäten sind vom "Leuchtturmprojekt zur Verbesserung der Studiensituation ausländischer Studierender" - einem gemeinsamen Projekt vom Akademischen Auslandsamt und dem Hochschuldidaktischen Zentrum (HDZ) - konzipiert worden und erfreuen sich großen Zuspruchs. Dabei kooperiert das Projekt mit dem ASTA und dem Autonomen AusländerInnenreferat.

Um ausländerfeindlichen Tendenzen entgegenwirken, sollte der DAAD - so der Rat von der Dortmunder Hochschulbasis - das Bewusstsein von deutschen Studierenden und Lehrenden schärfen: Neben Veranstaltungen der Begegnung können dazu auch wissenschaftliche Veranstaltungen beitragen. So veranstaltet das Hochschuldidaktische Zentrum Ende September in Dortmund unter dem Titel "Start in die Lehre" eine hochschuldidaktische Einführung in die Lehre an der Universität Dortmund. Dabei spielt auf Anregung des Leuchtturmprojekts das Thema "Internationale Studierende" eine besondere Rolle.

Umfeld Dortmund stimmt

Die Experten für internationale Arbeit an der Universität bewerten positiv, dass in Dortmund ein Miteinander der Kulturen seit Jahrzehnten üblich ist. Dabei wird nicht übersehen, dass sich auch in dieser Großstadt Rechtsradikale versammeln und dass in bestimmten Stadtteilen Übergriffe zu verzeichnen waren.

Bemerkenswert sei aber, wie die Bevölkerung und die gesellschaftlichen Gruppen mit derartigen Fällen umgehen.
Positives Beispiel sei ein Runder Tisch, den Oberbürgermeister Dr. Gerhard Langemeyer unter anderem mit dem BVB, mit kirchlichen und gewerkschaftlichen Gruppen initiiert habe. Seitens der Universität Dortmund waren der Prorektor für Lehre, Studium und Studienreform, Prof. Dr. Jürgen Neisecke, und Jutta Schmid als Vertreterin des Leuchtturmprojekts zur Verbesserung der Studiensituation für ausländische Studierende aktiv an den Gesprächen beteiligt.

Unter dem Motto: "Fremde sind Freunde" sind verschiedene interkulturelle und integrative Aktivitäten beschlossen worden. Zusätzlich wurde die Einrichtung einer Homepage zur Vernetzung von einzelnen Gruppen und Aktionen in Aussicht gestellt.

Weitere Informationen zum Leuchtturmprojekt zur Verbesserung der Studiensituation ausländischer Studierender:
Jutta Schmid, Tel: 0231-755-5339,
e-mail: schmid@verwaltung.uni-dortmund.de .

 Klaus Commer |

Weitere Berichte zu: Akzent Leuchtturmprojekt Studiensituation

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Besser lernen: Kurze Bewegungspausen im Unterricht wirken sich positiv auf die Konzentrationsleistung aus
13.02.2020 | Pädagogische Hochschule Karlsruhe

nachricht Fremdsprachen - Das Akzentparadox
10.02.2020 | Ludwig-Maximilians-Universität München

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lichtpulse bewegen Spins von Atom zu Atom

Forscher des Max-Born-Instituts für Nichtlineare Optik und Kurzpulsspektroskopie (MBI) und des Max-Planck-Instituts für Mikrostrukturphysik haben durch die Kombination von Experiment und Theorie die Frage gelöst, wie Laserpulse die Magnetisierung durch ultraschnellen Elektronentransfer zwischen verschiedenen Atomen manipulieren können.

Wenige nanometerdünne Filme aus magnetischen Materialien sind ideale Testobjekte, um grundlegende Fragestellungen des Magnetismus zu untersuchen. Darüber...

Im Focus: Freiburg researcher investigate the origins of surface texture

Most natural and artificial surfaces are rough: metals and even glasses that appear smooth to the naked eye can look like jagged mountain ranges under the microscope. There is currently no uniform theory about the origin of this roughness despite it being observed on all scales, from the atomic to the tectonic. Scientists suspect that the rough surface is formed by irreversible plastic deformation that occurs in many processes of mechanical machining of components such as milling.

Prof. Dr. Lars Pastewka from the Simulation group at the Department of Microsystems Engineering at the University of Freiburg and his team have simulated such...

Im Focus: Transparente menschliche Organe ermöglichen dreidimensionale Kartierungen auf Zellebene

Erstmals gelang es Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, intakte menschliche Organe durchsichtig zu machen. Mittels mikroskopischer Bildgebung konnten sie die zugrunde liegenden komplexen Strukturen der durchsichtigen Organe auf zellulärer Ebene sichtbar machen. Solche strukturellen Kartierungen von Organen bergen das Potenzial, künftig als Vorlage für 3D-Bioprinting-Technologien zum Einsatz zu kommen. Das wäre ein wichtiger Schritt, um in Zukunft künstliche Alternativen als Ersatz für benötigte Spenderorgane erzeugen zu können. Dies sind die Ergebnisse des Helmholtz Zentrums München, der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) und der Technischen Universität München (TUM).

In der biomedizinischen Forschung gilt „seeing is believing“. Die Entschlüsselung der strukturellen Komplexität menschlicher Organe war schon immer eine große...

Im Focus: Skyrmions like it hot: Spin structures are controllable even at high temperatures

Investigation of the temperature dependence of the skyrmion Hall effect reveals further insights into possible new data storage devices

The joint research project of Johannes Gutenberg University Mainz (JGU) and the Massachusetts Institute of Technology (MIT) that had previously demonstrated...

Im Focus: Skyrmionen mögen es heiß – Spinstrukturen auch bei hohen Temperaturen steuerbar

Neue Spinstrukturen für zukünftige Magnetspeicher: Die Untersuchung der Temperaturabhängigkeit des Skyrmion-Hall-Effekts liefert weitere Einblicke in mögliche neue Datenspeichergeräte

Ein gemeinsames Forschungsprojekt der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) und des Massachusetts Institute of Technology (MIT) hat einen weiteren...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Chemnitzer Linux-Tage am 14. und 15. März 2020: „Mach es einfach!“

12.02.2020 | Veranstaltungen

4. Fachtagung Fahrzeugklimatisierung am 13.-14. Mai 2020 in Stuttgart

10.02.2020 | Veranstaltungen

Alternative Antriebskonzepte, technische Innovationen und Brandschutz im Schienenfahrzeugbau

07.02.2020 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Höhere Treibhausgasemissionen durch schnelles Auftauen des Permafrostes

18.02.2020 | Geowissenschaften

Supermagnete aus dem 3D-Drucker

18.02.2020 | Maschinenbau

Warum Lebewesen schrumpfen

18.02.2020 | Geowissenschaften

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics