Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Hochschulpolitisches Modellprojekt an der TU Clausthal - Erste Ergebnisse werden vorgestellt

03.11.2000


... mehr zu:
»DFG »Polymerisation
Europäische Potentiale bereits für Doktoranden zusammenzuführen, ist die Intention drei europäischer Graduiertenkollegs, welche die DFG mit Start zu Beginn dieses Jahres einrichtet. Eines davon ist an der TU
Clausthal beheimatet. Die Kollegiaten aus Amsterdam, Clausthal, Eindhoven und Göttingen treffen sich zur Zeit zu einem Workshop an der TU Clausthal.

Doktoranden, die einzeln, auf sich gestellt, im Labor "kämpfen", sind längst nicht so kreativ, wie diejenigen, die in einem Netzwerk arbeiten. Das erkannte die Deutsche Forschungsgemeinschaft( DFG) schon vor Jahren und richtet seit 1984 Graduiertenkollegs ein. Bis zu dreißig Stipendiaten arbeiten an einem großen Themenkomplex, jeder bestellt sein "Feld" und schaut über den Nachbarzaun; das ist die Philosophie. Seit Anfang dieses Jahres hat die DFG noch "eins drauf gesetzt"; in europäischen Graduiertenkollegs lernen die Doktoranden bereits während der Promotionsphase mit Nachwuchswissenschaftlern im europäischen Ausland zu kooperieren. Drei europäische Graduiertenkollegs gibt es deutschlandweit. Sie sind hochschulpolitisch Pilotprojekte. Eines davon ist an der TU Clausthal beheimatet. Sprecher für Deutschland ist Frau Professor Dr. Gudrun Schmidt, Institut für Technische Chemie, TU Clausthal. Für die Niederlande ist Dozent Dr. A. M. van Herk von der Technischen Universität Eindhoven Sprecher.

Nachwuchswissenschaftler der Universitäten Amsterdam, Clausthal, Eindhoven und Göttingen beschäftigen sich mit aktuellen Problemen der radikalischen Polymerisation, die von außerordentlicher technischer Bedeutung ist. Eröffnet wurde das gemeinsame Lehrprogramm des EGK im Mai diesen Jahres mit interessanten Blocklehrveranstaltungen in Amsterdam und Eindhoven. Im Augenblick läuft ein speziell konzipiertes Studienprogramm in Clausthal und Göttingen.

Höhepunkte der gemeinsamen Ausbildung sind die Workshops. Hier stellen die Kollegiaten zweimal jährlich ihre wissenschaftlichen Ergebnisse vor. Die gemeinsame Diskussion und Wertung der Ergebnisse auch mit den Hochschullehrern des EGK, sowie eingeladenen Fachkollegen fördern den kritischen Sachverstand, die interdisziplinäre Fähigkeiten und sind außerordentlich kreativ für den weiteren Verlauf der wissenschaftlichen Arbeiten. Der 2. Workshop findet zur Zeit in Clausthal statt. Frau Professor Schmidt: "Jede Doktorarbeit wird von einem Hochschullehrer aus Deutschland und einem aus den Niederlanden betreut. Die ersten Doktoranden nutzen bereits die Möglichkeit, unkompliziert alle Potentiale der beteiligten Institute; so entsteht eine länderübergreifende vertiefte Ausbildung auf einem innovativen und zukunftsfähigen Gebiet."

Was ist das Thema des Graduiertenkollegs? "Das Graduiertenkolleg beschäftigt sich mit der radikalischen Polymerisation, die bei der Produktion von Kunststoffen und Fasern dominierend ist. Die letzten Jahre haben gezeigt, dass die Erforschung des kontrollierten Aufbaus von polymeren Werkstoffen der Schlüssel für neuartige Eigenschaften und umweltfreundliche Fabrikationsverfahren ist. Besonders interessant sind Kunststoffe die im Nanometerbereich aus nichtmischbaren Bestandteilen bestehen. Ziel der Forschung ist es die Aufbauprinzipien und Herstellungsmöglichkeiten kennen zu lernen," erklärt Frau Professor Schmidt.

Dem Graduiertenkolleg gehören zur Zeit 28 Kollegiaten aus deutschen und niederländischen Universitäten an. Der immer stärkeren Verflechtung von Forschung, Produktion und Handel großer Chemiekonzerne im Weltmaßstab folgt mit den europäischen Graduiertenkollegs eine Internationalisierung des Studiums.


Weitere Informationen:
Sprecher in Deutschland
Prof. Dr. rer. nat. habil. G. Schmidt
TU Clausthal
Institut für Technische Chemie
Erzstraße 18
38678 Clausthal-Zellerfeld
Telefon: (0 53 23) 722036
Telefax: (0 53 23) 723655
E-Mail: gudrun.schmidt@itc.tu-clausthal.de

Sprecher in den Niederlanden
Doz. Dr. A. M. van Herk
Laboratory of Polymer Chemistry
Eindhoven University of Technology
P.O.Box 513
5600 MB Eindhoven
The Netherlands
Telefon: ++31/40/247 2330
E-Mail: a.m.v.herk@tue.nl

Weitere Informationen finden Sie im WWW:

Jochen Brinkmann | idw

Weitere Berichte zu: DFG Polymerisation

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Das Reifungsmuster des Hippokampus steuert die menschliche Gedächtnisentwicklung
23.07.2018 | Max-Planck-Institut für Bildungsforschung

nachricht Lehrerbildung für die digitale Welt
17.07.2018 | Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Die Mischung macht‘s: Jülicher Forscher entwickeln schnellladefähige Festkörperbatterie

Mit Festkörperbatterien sind aktuell große Hoffnungen verbunden. Sie enthalten keine flüssigen Teile, die auslaufen oder in Brand geraten könnten. Aus diesem Grund sind sie unempfindlich gegenüber Hitze und gelten als noch deutlich sicherer, zuverlässiger und langlebiger als herkömmliche Lithium-Ionen-Batterien. Jülicher Wissenschaftler haben nun ein neues Konzept vorgestellt, das zehnmal größere Ströme beim Laden und Entladen erlaubt als in der Fachliteratur bislang beschrieben. Die Verbesserung erzielten sie durch eine „clevere“ Materialwahl. Alle Komponenten wurden aus Phosphatverbindungen gefertigt, die chemisch und mechanisch sehr gut zusammenpassen.

Die geringe Stromstärke gilt als einer der Knackpunkte bei der Entwicklung von Festkörperbatterien. Sie führt dazu, dass die Batterien relativ viel Zeit zum...

Im Focus: It’s All in the Mix: Jülich Researchers are Developing Fast-Charging Solid-State Batteries

There are currently great hopes for solid-state batteries. They contain no liquid parts that could leak or catch fire. For this reason, they do not require cooling and are considered to be much safer, more reliable, and longer lasting than traditional lithium-ion batteries. Jülich scientists have now introduced a new concept that allows currents up to ten times greater during charging and discharging than previously described in the literature. The improvement was achieved by a “clever” choice of materials with a focus on consistently good compatibility. All components were made from phosphate compounds, which are well matched both chemically and mechanically.

The low current is considered one of the biggest hurdles in the development of solid-state batteries. It is the reason why the batteries take a relatively long...

Im Focus: Farbeffekte durch transparente Nanostrukturen aus dem 3D-Drucker

Neues Design-Tool erstellt automatisch 3D-Druckvorlagen für Nanostrukturen zur Erzeugung benutzerdefinierter Farben | Wissenschaftler präsentieren ihre Ergebnisse diese Woche auf der angesehenen SIGGRAPH-Konferenz

Die meisten Objekte im Alltag sind mit Hilfe von Pigmenten gefärbt, doch dies hat einige Nachteile: Die Farben können verblassen, künstliche Pigmente sind oft...

Im Focus: Color effects from transparent 3D-printed nanostructures

New design tool automatically creates nanostructure 3D-print templates for user-given colors
Scientists present work at prestigious SIGGRAPH conference

Most of the objects we see are colored by pigments, but using pigments has disadvantages: such colors can fade, industrial pigments are often toxic, and...

Im Focus: Eisen und Titan in der Atmosphäre eines Exoplaneten entdeckt

Forschende der Universitäten Bern und Genf haben erstmals in der Atmosphäre eines Exoplaneten Eisen und Titan nachgewiesen. Die Existenz dieser Elemente in Gasform wurde von einem Team um den Berner Astronomen Kevin Heng theoretisch vorausgesagt und konnte nun von Genfern Astronominnen und Astronomen bestätigt werden.

Planeten in anderen Sonnensystemen, sogenannte Exoplaneten, können sehr nah um ihren Stern kreisen. Wenn dieser Stern viel heisser ist als unsere Sonne, dann...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Dialog an Deck, Science Slam und Pong-Battle

21.08.2018 | Veranstaltungen

LaserForum 2018 thematisiert die 3D-Fertigung von Komponenten

17.08.2018 | Veranstaltungen

Aktuelles aus der Magnetischen Resonanzspektroskopie

16.08.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Zukünftige Informationstechnologien: Wärmetransport auf der Nanoskala unter die Lupe genommen

21.08.2018 | Physik Astronomie

Bedeutung des „Ozeanwetters“ für Ökosysteme

21.08.2018 | Biowissenschaften Chemie

Auf dem Weg zur personalisierten Medizin

21.08.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics