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Top-Adressen der Forschung - Humboldt-Ranking 2003

02.05.2003

Top-Adressen der Forschung: Kleine Hochschulen behaupten sich im Spitzenfeld



Neue, verbesserte Methodik beim Humboldt-Ranking 2003 der Alexander von Humboldt-Stiftung



Konstanz liegt auf dem Spitzenplatz, die Forschungsstandorte Ulm und Stuttgart behaupten sich erfolgreich neben den Traditionsuniversitäten Heidelberg und München. Mit neuer Systematik nutzt die Humboldt-Stiftung ihr Datenmaterial, um die Attraktivität deutscher Hochschulen für internationale Spitzenforscher zu messen.

1. Universität Konstanz (62 Gastwissenschaftler = 34,25 pro 100 Professuren)
2. Universität Heidelberg (159 Gastwissenschaftler = 34,05 pro 100 Professuren)
3. Universität Stuttgart (99 Gastwissenschaftler = 33,33 pro 100 Professuren)
4. Technische Universität München (170 Gastwissenschaftler = 33,01 pro 100 Professuren)
5. Universität Ulm (69 Gastwissenschaftler = 31,80 pro 100 Professuren)
6. Universität Bayreuth (59 Gastwissenschaftler = 31,72 pro 100 Professuren)
7. Technische Universität Darmstadt (84 Gastwissenschaftler = 29,58 pro 100 Professuren)
8. Universität Tübingen (120 Gastwissenschaftler = 28,37 pro 100 Professuren)
9. Universität Göttingen (131 Gastwissenschaftler = 27,81 pro 100 Professuren)
10. Universität Bonn (144 Gastwissenschaftler = 26,71 pro 100 Professuren)
11. Universität Karlsruhe (75 Gastwissenschaftler = 26,60 pro 100 Professuren)
12. Freie Universität Berlin (169 Gastwissenschaftler = 26,29 pro 100 Professuren)
13. Universität Kaiserslautern (37 Gastwissenschaftler = 24,67 pro 100 Professuren)
14. Universität Freiburg (99 Gastwissenschaftler = 24,18 pro 100 Professuren)
15. Technische Universität Berlin (99 Gastwissenschaftler = 23,40 pro 100 Professuren)
16. Universität Erlangen-Nürnberg (124 Gastwissenschaftler = 22,75 pro 100 Professuren)
17. Technische Hochschule Aachen (82 Gastwissenschaftler = 21,93 pro 100 Professuren)
18. Humboldt-Universität Berlin (136 Gastwissenschaftler = 21,45 pro 100 Professuren)
19. Universität Würzburg (85 Gastwissenschaftler = 21,14 pro 100 Professuren)
20. Universität Bochum (87 Gastwissenschaftler = 20,62 pro 100 Professuren)
21. Universität Bielefeld (66 Gastwissenschaftler = 20,37 pro 100 Professuren)
22. Universität Marburg (70 Gastwissenschaftler = 18,66 pro 100 Professuren)
23. Universität München (181 Gastwissenschaftler = 18,20 pro 100 Professuren)

Seit 50 Jahren verleiht die Humboldt-Stiftung ihre Forschungsstipendien und Forschungspreise nur an die besten Bewerber aus aller Welt, um ihnen einen Forschungsaufenthalt an einer wissenschaftlichen Einrichtung ihrer Wahl zu ermöglichen. Für ausgewählte Hochschulen ist diese Wahl auch eine Art Gütesiegel. Denn bei den Humboldtianern handelt es sich um Forscher, die sich ihre Kooperationspartner an den führenden Institutionenen der Welt aussuchen können.

Das Ergebnis ist eine Abstimmung mit den Füßen, die belegt, welche Hochschulen in Deutschland auch international von Forschern wahrgenommen werden. Das Humboldt-Ranking wertet aus, auf welche Einrichtungen die 4713 Forschungsaufenthalte von Forschungsstipendiaten und Preisträgern im Erhebungszeitraum von 1998 bis 2002 entfielen. Dabei zeigt sich ein ausgeprägtes Spitzenfeld: Rund die Hälfte der Aufenthalte verteilen sich auf 23 Hochschulen, die andere Hälfte an 254 weitere Institutionen.

Als besonders erfolgreich erweisen sich die vergleichsweise jungen Universitäten, wenn beim Ranking die Größe der Universität berücksichtigt wird. Gemessen an der Zahl der Forschungsaufenthalte pro 100 Professuren hält die Universität Konstanz den Spitzenplatz, gefolgt von den Hochschulen Heidelberg, Stuttgart, der TU München und der Universität Ulm. In absoluten Zahlen der Forschungsaufenthalte dominieren weiterhin die großen Traditions-Universitäten. Auf dem ersten Platz die Universität München, gefolgt von der TU München, der FU Berlin, und den Universitäten in Heidelberg und Bonn.

Mit einer fortentwickelten Erhebungsmethode berücksichtigt die Humboldt-Stiftung den Trend ihrer Gastwissenschaftler, den bewilligten Forschungsaufenthalt in mehrere Tranchen aufzuteilen. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer beträgt zwar seit Jahren durchschnittlich 15 Monate, hin und wieder verteilen sich die Aufenthalte aber auch über verschiedene Gastinstitute. Lediglich Kurzaufenthalte von weniger als drei Monaten Dauer, die zum Beispiel der Vorbereitung von Projekten oder Archivbesuchen dienen, flossen nicht in das Ranking ein.

50 Jahre Alexander von Humboldt-Stiftung Jährlich ermöglicht die Humboldt-Stiftung über 1.800 Forschern aus aller Welt einen wissenschaftlichen Aufenthalt in Deutschland. 1953 wurde die Stiftung in Bonn wiedererrichtet. Heute verbindet das Humboldt-Netzwerk weltweit rund 23.000 Humboldtianer aller Fachgebiete in 130 Ländern.

Florian Klebs | idw
Weitere Informationen:
http://www.humboldt-foundation.de/presse/raning

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