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Schnellste Studenten Deutschlands? Greifswalder Studentenwohnheime an das Internet angeschlossen

06.10.2000


Die Greifswalder Studenten sind die schnellsten. Das gilt zumindest für diejenigen, die in Wohnheimen des Studentenwerks in den Fleischerwiesen leben.

Stolz des Arbeitsgruppenleiters Kommunikation/Netze im Uni-Rechenzentrum, Dipl.-Ing. Dietrich Dettmann: »Dank einer gemeinsamen Initiative der Universität und des Studentenwerks konnten alle Wohnräume mit schnellen Internetanbindungen ausgerüstet werden. Praktisch ist jedes Wohnheim über eine 1000 Mbps (1024 x 1024 Bit/s) schnelle Übertragungsstrecke mit der Universität und dem weltweiten Internet verbunden. Das dürfte in Deutschland eine Seltenheit, wenn nicht sogar einmalig sein. Jetzt sind die Studenten gefragt - sie können sich nun verstärkt die Neuen Medien erschließen.«

Die In-House-Verkabelung entspricht, so Dietrich Dettmann, dem Stand der Technik. Die Geschwindigkeit der Bits und Bytes kann noch erhöht werden. Über die zwischen dem Uni-Netz und den Wohnheimen verlegten Lichtwellenleiterkabel können mehrere Giga-bps (1024 x 1024 x 1024 Bit/s) übertragen werden. Solche Geschwindigkeiten, das weiß der AG-Leiter, werden zukünftig benötigt, um den Anforderungen multimedialer Anwendungen zu genügen.

Schon jetzt betreibt die Universität campusweite Netze mit enormen Geschwindigkeiten. Neben einem 1998 übergebenen »155 Mbps-ATM-Netzwerk« stehen die Bauarbeiten für ein Gbps-Backbonenetz kurz vor dem Abschluss. Und damit ist man dem Ziel nahe, die vorhandenen Kapazitäten so auszubauen, dass nicht nur »herkömmliche« Daten, sondern auch Echtzeit-Video-Streams übertragbar sind.

Die gleichen Bedingungen wie im Wohnheimbezirk Fleischerwiese, ehedem eher legendär für Nachtaktivitäten und seine Dusche, sollen für die Wohnheime in der Greifswalder Makarenkostraße geschaffen werden. Einige Heime sind Eigentum des Kolpingwerks, das sich den Bemühungen von Universität, Studentenwerk und Deutscher Telekom anschließt, um noch in diesem Jahr den schnellen Internetanschluss über das Uni-Netz zu realisieren.

Und im nächsten Jahr? Da werden weitere Studentenwohnheime an die schnelle weite Welt angeschlossen.

 Dr. Edmund von Pechmann | idw

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