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US-Bildungsoffensive angemahnt

04.04.2001


Das Bildung im globalen Umfeld ein erheblicher Wirtschaftsfaktor geworden ist, zeigen Zahlen aus dem angloamerikanischen Raum. Die USA ist zurecht stolz darauf, dass durch die 450.000 ausländischen Studierenden an
US Hochschulen, rund 13 Milliarden Dollar an Studiengebühren und Lebenshaltungskosten in die US-Wirtschaft fließen. Ein Verlust der Vormachtstellung des US-Bildungswesens wird jedoch von Regierungskreisen in den USA befürchtet. Es wird deshalb eine Verstärkung der nationalen Bildungsoffensive gegenüber Europa und Asien angemahnt.

Bildung ist in den USA mittlerweile das 5 größte Exportgut. Nach Angeben des Instituts of Educational Exchange (IEE) studieren derzeit 9.568 Deutsche (Stand 1999) in den USA. Nach Schätzung der FIBAA darunter rund 900 MBA - Studenten. Durchschnittlich geben die Studierenden pro Jahr $ 27.000 an Studiengebühren und Lebenshaltungskosten in den USA aus, so das IEE. Dadurch sind 200.000 Arbeitsplätze entstanden bzw. werden gesichert.

Seit einigen Jahren bemüht sich Europa, der Vormachtstellung des US-Amerikanischen Bildungssystems einen Gegenpool entgegenzusetzen. In der Sorbonner-Erklärung vom 25. Mai 1998 betonten die europäische Staaten (auch die Schweiz) den Willen zur Schaffung eines europäischen Hochschulraumes. Dies soll die Entwicklung des europäischen Bildungsraums und die Konkurrenzfähigkeit auf einem globalen Bildungsmarkt stärken. Zu weiteren Gründen soll hier auf die Studie der Confederation of European Union Rectors http://www.rks.dk/trends1.htm "Learning Structures in Higher Education" verweisen werden.

Eine Entwicklung in Europa, die nicht nur begrüßt wird.

So führt Bill Clinton im MEMORANDUM über International Education Policy 2000 vom 19. April 2000 aus "America’s leadership also depends on building ties with those who will guide the political, cultural, and economic development of their countries in the future. A coherent and coordinated international education strategy will help us meet the twin challenges of preparing our citizens for a global environment while continuing to attract and educate future leaders from abroad...." In weitern weiteren bildungspolitischen Memoranden und Resolutionen, wird eine Verstärkung der nationalen US-Bildungsoffensive gegenüber Europa und Asien angemahnt. "...To maintain U.S. security, well being, and global economic leadership,... ...we are beginning to lose our share of this market to those countries that do. ... ... The United Kingdom, Canada, Australia, and New Zealand, among others, have announced or are implementing aggressive international student recruitment strategies... " ... "We propose that the President announce and implement an international education policy that: (1) articulates the national interest in international education; (2) sets forth the goals and objectives of such a policy; (3) dedicates resources that are appropriate to these interests, goals, and objectives; (4) charges a high-level government official with lead responsibility for the promotion and implementation of the policy; (5) specifies the roles of appropriate government agencies in implementing the policy; (6) mandates interagency coordination under leadership of the senior official referred to above; and (7) creates an ongoing mechanism whereby international education professionals, business leaders, and state-level officials can offer advice and guidance on policy development and implementation." ... (Quelle: Toward an International Education Policy for the United States NAFSA: Association of International Educators 22. Februar 2000. Alle Dokumente im Internet unter http://www.nafsa.org/content/PublicPolicy/USIntlEdPolicy/usEdPolicy.htm)

Wirtschaft, Hochschulen und Bildungsorganisationen wie z.B. der AACSB werden von Regierungskreisen aufgefordert "...The federal government cannot do it all. ..." eine gemeinsame Offensive zu starten. So hat sich z.B. der AACSB von "The American Assembly of Collegiate Schools of Business" in "The International Assembly of Collegiate Schools of Business" (Kurzform weiterhin AACSB) unbenannt, um auf dem globalen Bildungsmarkt eine Normierung der Managementausbildung nach US-Standards zu erreichen.

Autor
Detlev Kran
Leiter der Geschäftsstelle


FIBAA - Qualitätssicherung beim Bachelor und Master
Akkreditiert vom deutschen Akkreditierungsrat

FIBAA-Geschäftsstelle
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53113 Bonn
Deutschland

Tel: 0049(0)228-1044300
Fax: 0049(0)228-1044303
E-Mail: kran@fibaa.de
Internet: WWW.FIBAA.de

Weitere Informationen finden Sie im WWW:

Dipl.-Päd.;MBA(USA) Detlev Kran | idw

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