Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Evidenzbasierte Medizin praktisch umsetzen

03.03.2003


Das Deutsche Netzwerk Evidenzbasierte Medizin DNEbM e.V. unterstützt durch methodische Arbeit die Einführung einer Evidenzbasierten Medizin (EbM) in die Arbeit von Kliniken und Praxen. Seit Januar 2003 ist für Mitglieder des DNEbM e.V. der kostenfreie Zugang zur Cochrane Library, einer hochwertigen Quelle für die praktische Umsetzung von EbM, möglich.



Evidenzbasierte Medizin - eine Medizin die sich auf wissenschaftliche Nachweise stützt, gewinnt mehr und mehr an Bedeutung für PatientInnen, Pflegepersonal, Ärzteschaft und - last but not least - die Gesundheitspolitik.

... mehr zu:
»DNEbM »EbM


Wie eine derartige nachweisgestützte Medizin Einzug in die tägliche Arbeit in Klinik und Praxis halten kann, hängt wesentlich davon ab, inwieweit diese Nachweise verfügbar sind. Eine wichtige Quelle stellt hier die Cochrane Library dar: Sie bietet (Zahn-)Ärzten, Institutionen und PatientInnen einen umfassenden Zugang zu Übersichtsarbeiten und klinischen Studien. Die Cochrane Library besteht aus verschiedenen Datenbanken, die vierteljährlich aktualisiert werden. Die wichtigsten Datenbanken der Cochrane Library sind: die Cochrane Database of Systematic Reviews (CDSR), die Database of Abstracts of Reviews of Effectiveness (DARE) und das Cochrane Controlled Trials Register. Der Zugang zur Cochrane Library ist jedoch mit Kosten verbunden, die Einzelpersonen kaum zuzumuten sind. Das Deutsche Netzwerk Evidenzbasierte Medizin hat daher für seine Mitglieder die Möglichkeit eines kostenfreien Zugangs geschaffen. Seit Januar 2003 können die bisher 320 Mitglieder des Netzwerks über dessen Internetseiten jederzeit auf diese wissenschaftlich hochwertige Quelle zugreifen. Zu vielen Fragen im klinischen Alltag, wie zum Beispiel nach der Wirksamkeit einer therapeutischen Intervention, findet man der in der Cochrane Library Übersichtsarbeiten - ein Umstand, den die Netzwerkmitglieder für ihre berufliche Tätigkeit zu schätzen wissen!

Das Deutsche Netzwerk Evidenzbasierte Medizin DNEbM e.V. wurde am 6. Oktober 2000 gegründet. Betrachtet man die Relevanz von EbM für die Gesundheitsversorgung, so mag es erstaunen, daß das Deutsche Netzwerk Evidenzbasierte Medizin "nur" ein eingetragener Verein ist, dessen Mitglieder zum Nutzen Dritter rein ehrenamtlich tätig sind. Doch die gute Idee scheint überzeugend zu sein - nicht nur was das Verfügbarmachen hochwertiger Quellen anbelangt: So findet zum Beispiel das "Curriculum Evidenzbasierte Medizin", das unter Federführung des Ärztlichen Zentrums für Qualität in der Medizin erstellt wurde, großes Interesse. Entsprechende Grund- und Aufbaukurse für EbM-Interessierte und -praktizierende Ärzte nach diesem Curriculum finden bereits deutschlandweit statt. Für die Moderatoren dieser Kurse wurde ein Train the Trainer Seminar konzipiert. National wie international besteht ein reger Informationsaustausch - vor allen Dingen mit der MacMaster University, Hamilton/Canada, dem Cochrane Zentrum in Oxford/Großbritannien sowie der Internationalen Cochrane Collaboration.

Das Netzwerk ist offen für neue Mitglieder aller medizinischen Professionen, die sich dem Gedanken der Implementierung einer Evidenzbasierten Medizin in den Alltag der Patientenversorgung verpflichtet fühlen. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit für Firmen, Organisationen und Institutionen, diese Idee durch eine fördernde Mitgliedschaft zu unterstützen.


Korrespondenzadresse:
Deutsches Netzwerk Evidenzbasierte Medizin
Geschäftsstelle c/o
Ärztliches Zentrum für Qualität in der Medizin
Aachener Straße 233-237, 50931 Köln
E-Mail: kontakt@ebm-netzwerk.de

Sylvia Sänger | idw
Weitere Informationen:
http://www.ebm-netzwerk.de

Weitere Berichte zu: DNEbM EbM

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Lehrerbildung für die digitale Welt
17.07.2018 | Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd

nachricht Innovationen in der beruflichen Weiterbildung stärken
26.06.2018 | Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Future electronic components to be printed like newspapers

A new manufacturing technique uses a process similar to newspaper printing to form smoother and more flexible metals for making ultrafast electronic devices.

The low-cost process, developed by Purdue University researchers, combines tools already used in industry for manufacturing metals on a large scale, but uses...

Im Focus: Rostocker Forscher entwickeln autonom fahrende Kräne

Industriepartner kommen aus sechs Ländern

Autonom fahrende, intelligente Kräne und Hebezeuge – dieser Ingenieurs-Traum könnte in den nächsten drei Jahren zur Wirklichkeit werden. Forscher aus dem...

Im Focus: Superscharfe Bilder von der neuen Adaptiven Optik des VLT

Das Very Large Telescope (VLT) der ESO hat das erste Licht mit einem neuen Modus Adaptiver Optik erreicht, die als Lasertomografie bezeichnet wird – und hat in diesem Rahmen bemerkenswert scharfe Testbilder vom Planeten Neptun, von Sternhaufen und anderen Objekten aufgenommen. Das bahnbrechende MUSE-Instrument kann ab sofort im sogenannten Narrow-Field-Modus mit dem adaptiven Optikmodul GALACSI diese neue Technik nutzen, um Turbulenzen in verschiedenen Höhen in der Erdatmosphäre zu korrigieren. Damit ist jetzt möglich, Bilder vom Erdboden im sichtbaren Licht aufzunehmen, die schärfer sind als die des NASA/ESA Hubble-Weltraumteleskops. Die Kombination aus exquisiter Bildschärfe und den spektroskopischen Fähigkeiten von MUSE wird es den Astronomen ermöglichen, die Eigenschaften astronomischer Objekte viel detaillierter als bisher zu untersuchen.

Das MUSE-Instrument (kurz für Multi Unit Spectroscopic Explorer) am Very Large Telescope (VLT) der ESO arbeitet mit einer adaptiven Optikeinheit namens GALACSI. Dabei kommt auch die Laser Guide Stars Facility, kurz ...

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Stadtklima verbessern, Energiemix optimieren, sauberes Trinkwasser bereitstellen

19.07.2018 | Veranstaltungen

Innovation – the name of the game

18.07.2018 | Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Neue Anwendungen für Mikrolaser in der Quanten-Nanophotonik

20.07.2018 | Physik Astronomie

Need for speed: Warum Malaria-Parasiten schneller sind als die menschlichen Abwehrzellen

20.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Die Gene sind nicht schuld

20.07.2018 | Medizin Gesundheit

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics