Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Forschungszentrum Dresden-Rossendorf soll Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft werden

07.07.2008
Die beiden Wissenschaftsorganisationen Helmholtz- und Leibniz-Gemeinschaft begrüßen die Empfehlung des Wissenschaftsrats, nach der das Forschungszentrum Dresden-Rossendorf (FZD) aus der Leibniz-Gemeinschaft in die Helmholtz-Gemeinschaft wechseln solle.

„Das Forschungszentrum Dresden-Rossendorf passt mit seinen Programmen Materialforschung, Krebsforschung und nukleare Sicherheitsforschung und mit seinen Großgeräten hervorragend in die Helmholtz-Gemeinschaft, die ihre Aufgabe in der Zukunftssicherung mit Hilfe komplexer wissenschaftlicher Infrastrukturen sieht“, sagte Prof. Dr. Jürgen Mlynek, Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft.

„Wir gehen davon aus, dass der Bund die für einen Wechsel erforderlichen Finanzmittel in die Hand nimmt.“ Das FZD hat rund 700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und verfügt über ein Budget von knapp 70 Millionen Euro. Als Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft wird es je zur Hälfte vom Bund und von den Ländern – und hier vor allem vom Freistaat Sachsen – gefördert. Eine Aufnahme in die Helmholtz-Gemeinschaft würde bedeuten, dass das FZD zu 90 Prozent vom Bund und zu 10 Prozent vom Land Sachsen gefördert wird. Entsprechend müsse das Helmholtz-Budget verstärkt werden.

„Für die Leibniz-Gemeinschaft haben optimale Rahmenbedingungen für die Wissenschaft ihrer Institute immer Priorität. Wenn unabhängige Gutachter der Meinung sind, eine Leibniz-Einrichtung kann in einer anderen Wissenschaftsorganisation besser arbeiten oder passt eher in deren Profil, folgen wir dieser Einschätzung. Dieser Wechsel ist ein erneuter Beweis, dass die Rede von der Versäulung der deutschen Wissenschaft an der Realität vorbei geht. Wenn im Zuge einer Weiter¬entwicklung ein Organisationswechsel sinnvoll erscheint, kann dieser vollzogen werden, da die Wissenschaft im Vordergrund steht und nicht organisatorische Besitzstandsinteressen. Im Januar 2009 wird die Leibniz-Gemeinschaft ihrerseits fünf neue Einrichtungen wie z.B. das Berliner Museum für Naturkunde oder das Deutsche Rheumaforschungszentrum aus universitärer bzw. Landesträgerschaft in ihre Reihen aufnehmen“, erklärte Leibniz-Präsident Prof. Dr. Ernst Th. Rietschel.

... mehr zu:
»FZD »Helmholtz-Gemeinschaft

Auch der wissenschaftliche Vorstand des FZD, Prof. Roland Sauerbrey, begrüßt die Förderempfehlung des Wissenschaftsrats: „Unsere drei Forschungsprogramme passen sehr gut in die Helmholtz-Forschungsbereiche Schüsseltechnologien, Gesundheit und Energie. Hinzu kommt, dass wir Großgeräte betreiben, die die Infrastrukturen der Helmholtz-Gemeinschaft hervorragend ergänzen. Für uns ist daher die Empfehlung des Wissenschaftsrats folgerichtig. Gleichzeitig hat die Leibniz-Gemeinschaft seit unserer Gründung im Jahr 1992 den Aufbau der Großgeräte und die wissenschaftliche Profilierung sehr befördert. Sie hat somit großen Anteil daran, dass wir heute so gut dastehen.“

Hintergrund
Die Helmholtz-Gemeinschaft leistet Beiträge zur Lösung großer und drängender Fragen von Gesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft durch wissenschaftliche Spitzenleistungen in sechs Forschungsbereichen: Energie, Erde und Umwelt, Gesundheit, Schlüsseltechnologien, Struktur der Materie, Verkehr und Weltraum. Die Helmholtz-Gemeinschaft ist mit 26.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in 15 Forschungszentren und einem Jahresbudget von rund 2,35 Milliarden Euro die größte Wissenschaftsorganisation Deutschlands. Ihre Arbeit steht in der Tradition des großen Naturforschers Hermann von Helmholtz (1821-1894). www.helmholtz.de
Zur Leibniz-Gemeinschaft gehören 82 außeruniversitäre Forschungsinstitute und Serviceeinrichtungen für die Wissenschaft sowie sechs assoziierte Mitglieder. Leibniz-Institute bearbeiten gesamtgesellschaftlich relevante Fragestellungen strategisch und themenorientiert. Dabei bedienen sie sich verschiedener Forschungstypen wie Grundlagen-, Groß- und anwendungsorientierter Forschung. Sie legen neben der Forschung großen Wert auf wissenschaftliche Dienstleistungen sowie Wissenstransfer in Richtung Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Öffentlichkeit. Die Institute beschäftigen rund 13.700 Mitarbeiter, ihr Gesamtetat beträgt etwa 1,1 Milliarden Euro. Sie werden gemeinsam von Bund und Ländern finanziert.

www.leibniz-gemeinschaft.de

Ansprechpartner für die Medien:

Helmholtz-Gemeinschaft
Thomas Gazlig
Leiter Kommunikation und Medien
Tel/Fax: 030 206 329-57/60
presse@helmholtz.de
Leibniz-Gemeinschaft
Josef Zens
Pressesprecher
Tel: 030 / 20 60 49 42
Fax: 030 / 20 60 49 55
zens@leibniz-gemeinschaft.de
Forschungszentrum Dresden-Rossendorf
Dr. Christine Bohnet
Pressesprecherin
Tel: 0351 / 260-2450
Fax. 0351 / 260-2700
C.Bohnet@fzd.de

Josef Zens | Leibniz-Gemeinschaft
Weitere Informationen:
http://www.leibniz-gemeinschaft.de

Weitere Berichte zu: FZD Helmholtz-Gemeinschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Lehrerbildung für die digitale Welt
17.07.2018 | Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd

nachricht Innovationen in der beruflichen Weiterbildung stärken
26.06.2018 | Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Future electronic components to be printed like newspapers

A new manufacturing technique uses a process similar to newspaper printing to form smoother and more flexible metals for making ultrafast electronic devices.

The low-cost process, developed by Purdue University researchers, combines tools already used in industry for manufacturing metals on a large scale, but uses...

Im Focus: Rostocker Forscher entwickeln autonom fahrende Kräne

Industriepartner kommen aus sechs Ländern

Autonom fahrende, intelligente Kräne und Hebezeuge – dieser Ingenieurs-Traum könnte in den nächsten drei Jahren zur Wirklichkeit werden. Forscher aus dem...

Im Focus: Superscharfe Bilder von der neuen Adaptiven Optik des VLT

Das Very Large Telescope (VLT) der ESO hat das erste Licht mit einem neuen Modus Adaptiver Optik erreicht, die als Lasertomografie bezeichnet wird – und hat in diesem Rahmen bemerkenswert scharfe Testbilder vom Planeten Neptun, von Sternhaufen und anderen Objekten aufgenommen. Das bahnbrechende MUSE-Instrument kann ab sofort im sogenannten Narrow-Field-Modus mit dem adaptiven Optikmodul GALACSI diese neue Technik nutzen, um Turbulenzen in verschiedenen Höhen in der Erdatmosphäre zu korrigieren. Damit ist jetzt möglich, Bilder vom Erdboden im sichtbaren Licht aufzunehmen, die schärfer sind als die des NASA/ESA Hubble-Weltraumteleskops. Die Kombination aus exquisiter Bildschärfe und den spektroskopischen Fähigkeiten von MUSE wird es den Astronomen ermöglichen, die Eigenschaften astronomischer Objekte viel detaillierter als bisher zu untersuchen.

Das MUSE-Instrument (kurz für Multi Unit Spectroscopic Explorer) am Very Large Telescope (VLT) der ESO arbeitet mit einer adaptiven Optikeinheit namens GALACSI. Dabei kommt auch die Laser Guide Stars Facility, kurz ...

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Stadtklima verbessern, Energiemix optimieren, sauberes Trinkwasser bereitstellen

19.07.2018 | Veranstaltungen

Innovation – the name of the game

18.07.2018 | Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Neue Anwendungen für Mikrolaser in der Quanten-Nanophotonik

20.07.2018 | Physik Astronomie

Need for speed: Warum Malaria-Parasiten schneller sind als die menschlichen Abwehrzellen

20.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Die Gene sind nicht schuld

20.07.2018 | Medizin Gesundheit

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics