Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Brasilianisch-deutscher Forschungsverbund gestartet

15.05.2008
Bundeskanzlerin Merkel und Staatspräsident Lula wohnen Eröffnung von BRAGECRIM bei

Großer politischer Bahnhof für die wissenschaftliche Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Brasilien: Im Beisein von Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel und des brasilianischen Staatspräsidenten Luiz Inácio Lula da Silva wurde am Mittwoch, den 14. Mai 2008, der Forschungsverbund BRAGECRIM (Brazilian German Collaborative Research Initiative in Manufacturing Technology) eröffnet.

Mit dem neuen Verbund sollen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus beiden Ländern künftig auch auf dem zukunftsträchtigen Gebiet der Produktionstechnik intensiver zusammenarbeiten und besser gefördert werden. An BRAGECRIM beteiligt sind die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und ihre brasilianischen Partnerorganisationen CAPES, CNPq und FINEP.

Der Kooperationsvertrag für den Forschungsverbund wurde in der brasilianischen Hauptstadt Brasilia von DFG-Vizepräsident Professor Konrad Samwer und den Präsidenten von CAPES, CNPq und FI-NEP, Professor Jorge Almeida Guimarães, Professor Marco Antonio Zago und Professor Luís Manuel Rebelo Fernandes, unterzeichnet. An der Zeremonie nahmen auch der brasilianische Forschungsminister Professor Sergio Rezende und auf deutscher Seite der wissenschaftliche Koordinator Professor Tilo Pfeifer von der RWTH Aachen teil.

... mehr zu:
»BRAGECRIM »Forschungsverbund

Mit der Eröffnung des Verbundes wird eine Initiative fest etabliert, die im November 2007 bei den deutsch-brasilianischen Wirtschaftstagen in Blumenau vorgestellt wurde. Seitdem hat die DFG bereits 14 Projekte für Kooperationsaufenthalte deutscher und brasilianischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bewilligt. Industrie- und Wirtschaftsvertreter hatten die Initiative bereits in Blumenau als besonders innovativ begrüßt.

Dass gerade die Produktionstechnik für die künftige wissenschaftliche Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Brasilien von herausragender Bedeutung ist, wurde nun auch bei der Eröffnung von BRAGECRIM in Brasilia unterstrichen. Das Forschungsgebiet betrifft unter dem Blickwinkel der nachhaltigen Wertschöpfung den gesamten Zyklus der wirtschaftlichen Aktivität von der Energiebereitstellung, der Rohstoffexploration, der Produktentwicklung, der Produktion, dem Vertrieb bis hin zum Gebrauch der Produkte, der Inanspruchnahme von Dienstleistungen, der Kreislaufführung und Verwertung. Auf diesen Gebieten verzeichnen beide Länder eine enorme Stärke, aber auch erheblichen Handlungsbedarf. Mit dem neuen Verbund sollen die Forschungsaktivitäten und -institute sowohl im Grundlagenbereich als auch im Transfer- und Anwendungsbereich in Kooperation mit Industrieunternehmen zusammengeführt werden und sich gegenseitig ergänzen. Dafür bringt BRAGECRIM neben den vier beteiligten Forschungsförderorganisationen ausgewiesene Forschungspartner diesseits und jenseits des Atlantiks zusammen. Zugleich wollen beide Länder ihre Innovationen in der Produktions-technik bündeln, indem 30 universitäre Forschungsinstitute zusammen mit mehreren Fraunhofer-Instituten gemeinsam an Themen zur nachhaltigen Wertschöpfung in der Produktionstechnik forschen. Die Universitäts- und Fraunhofer-Partner in BRAGECRIM garantieren dabei den direkten Kontakt zu Industrieunternehmen, was für eine nachhaltige Umsetzung der zu erwartenden Ergebnisse von großer Bedeutung ist.

Die Wissenschafts- und Technologiebeziehungen zwischen Deutschland und Brasilien haben eine lange Tradition, sie werden durch zahlreiche bilaterale Abkommen unterstützt. Beide Länder pflegen einen regen Wissenschaftleraustausch gerade in den ingenieurwissenschaftlichen Bereichen wie der Produktionstechnik, wobei Brasilien für deutsche Forscherinnen und Forscher als Zielland besonders attraktiv ist.

Als fünftgrößter Staat der Erde ist Brasilien nicht nur Zugpferd im Wirtschaftsverbund MERCOSUR, sondern bietet mit São Paulo im Süden des Landes einen der größten Standorte der deutschen Industrie außerhalb Deutschlands.

Ansprechpartner in der DFG

fachlich:
Dr. Ferdinand Hollmann
Programmdirektor
Ferdinand.Hollmann@dfg.de
Tel. +49 228 885-2277
regional:
Dr. Dietrich Halm
Gruppe Internationale Zusammenarbeit
Dietrich.Halm@dfg.de
Tel. +49 228 885-2490
Wissenschaftliche Koordination von BRAGECRIM
Deutschland:
Prof. Dr.-Ing. Dr. h.c. mult. Tilo Pfeifer
RWTH Aachen
Werkzeugmaschinenlabor (WZL)
T.Pfeifer@wzl.rwth-aachen.de
Tel. +49 241 80-27412
www.wzl.rwth-aachen.de
Brasilien:
Prof. Dr. Walter Weingärtner
Universidade Federal de Santa Catarina
Laboratory for Precision Engineering
Departamento de Engenharia Mecânica UFSC
wlw@emc.ufsc.br, wlwl@lmp.ufsc.br
Tel. +55 48 9969 3911

Dr. Eva-Maria Streier | idw
Weitere Informationen:
http://www.dfg.de

Weitere Berichte zu: BRAGECRIM Forschungsverbund

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Neue Lernwelt durch VR-Technologie
16.04.2019 | Universität Witten/Herdecke

nachricht Studie zu Perspektiven der beruflichen Bildung 2040 – Flexibilität schaffen
15.04.2019 | Universität Duisburg-Essen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Quantenmaterie fest und supraflüssig zugleich

Forscher um Francesca Ferlaino an der Universität Innsbruck und an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften haben in dipolaren Quantengasen aus Erbium- und Dysprosiumatomen suprasolide Zustände beobachtet. Im Dysprosiumgas ist dieser exotische Materiezustand außerordentlich langlebig, was die Tür für eingehendere Untersuchungen weit aufstößt.

Suprasolidität ist ein paradoxer Zustand, in dem die Materie sowohl supraflüssige als auch kristalline Eigenschaften besitzt. Die Teilchen sind wie in einem...

Im Focus: Quantum gas turns supersolid

Researchers led by Francesca Ferlaino from the University of Innsbruck and the Austrian Academy of Sciences report in Physical Review X on the observation of supersolid behavior in dipolar quantum gases of erbium and dysprosium. In the dysprosium gas these properties are unprecedentedly long-lived. This sets the stage for future investigations into the nature of this exotic phase of matter.

Supersolidity is a paradoxical state where the matter is both crystallized and superfluid. Predicted 50 years ago, such a counter-intuitive phase, featuring...

Im Focus: Explosion on Jupiter-sized star 10 times more powerful than ever seen on our sun

A stellar flare 10 times more powerful than anything seen on our sun has burst from an ultracool star almost the same size as Jupiter

  • Coolest and smallest star to produce a superflare found
  • Star is a tenth of the radius of our Sun
  • Researchers led by University of Warwick could only see...

Im Focus: Neues „Baustein-Konzept“ für die additive Fertigung

Volkswagenstiftung fördert Wissenschaftler aus dem IPF Dresden bei der Erkundung eines innovativen neuen Ansatzes im 3D-Druck

Im Rahmen Ihrer Initiative „Experiment! - Auf der Suche nach gewagten Forschungsideen“
fördert die VolkswagenStiftung ein Projekt, das von Herrn Dr. Julian...

Im Focus: Vergangenheit trifft Zukunft

autartec®-Haus am Fuß der F60 fertiggestellt

Der Hafen des Bergheider Sees beherbergt seinen ersten Bewohner. Das schwimmende autartec®-Haus – entstanden im Rahmen eines vom Bundesministerium für Bildung...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Künstliche Intelligenz: Lernen von der Natur

17.04.2019 | Veranstaltungen

Mobilität im Umbruch – Conference on Future Automotive Technology, 7.-8. Mai 2019, Fürstenfeldbruck

17.04.2019 | Veranstaltungen

Augmented Reality und Softwareentwicklung: 33. Industrie-Tag InformationsTechnologie (IT)²

17.04.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Im Labyrinth offenbaren Bakterien ihre Individualität

23.04.2019 | Biowissenschaften Chemie

Proteinansammlung schädigt Nervenzellen in der Multiplen Sklerose

23.04.2019 | Medizin Gesundheit

Neue Messmethode zur Datierung von Gletschereis

23.04.2019 | Geowissenschaften

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics