Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Einrichtungen der Ressortforschung von großer gesellschaftlicher Bedeutung

09.05.2008
Mit der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (Braunschweig/Berlin), dem Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (Hamburg/Rostock) sowie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (Köln) hat der Wissenschaftsrat drei weitere Ressortforschungseinrichtungen des Bundes evaluiert.

Die durchweg positiven Evaluationsergebnisse basieren insbesondere auf den breiten und sehr guten Forschungs- und Entwicklungsgrundlagen in diesen Einrichtungen, deren auch international anerkannte Arbeit von nicht zu unterschätzender Bedeutung für das Gemeinwohl bzw. den Wirtschaftsstandort Deutschland ist.

Im Einzelnen kommt der Wissenschaftsrat zu folgenden Bewertungen und Empfehlungen:

Die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB), Braunschweig und Berlin, wird ihrer Rolle als eine der weltweit führenden metrologischen (das heißt auf Messprozesse bezogenen) Einrichtungen in überzeugender Weise gerecht. Ihre Hauptaufgabe besteht in der Darstellung, Bewahrung und Weitergabe der physikalischen Einheiten zur Sicherung der internationalen Einheitlichkeit der Maße. Sowohl die anspruchsvollen Forschungs- und Entwicklungsarbeiten als auch die wissenschaftsbasierten Dienstleistungen der PTB sind insgesamt von sehr guter, in Teilen von exzellenter Qualität. Insbesondere in den zukunftsrelevanten Feldern Präzisionsmesstechnik, Medizin, Elektrotechnik sowie Optik trägt die Arbeit der Bundesanstalt in erheblichem Maße zur wirtschaftlichen Wertschöpfung in Deutschland bei.

... mehr zu:
»BSH »BZgA »PTB »Ressortforschung

Mit der PTB haben alle drei dem Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie nachgeordneten Bundeseinrichtungen mit FuE-Aufgaben (außer der PTB das Bundesamt für Materialforschung und -prüfung (BAM) und die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR)) in der Evaluation durch den Wissenschaftsrat eine positive Bewertung erhalten.

Hinweis: Die "Stellungnahme zur Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB), Braunschweig und Berlin" (Drs. 8477-08) wird im Netz als Volltext (www.wissenschaftsrat.de) veröffentlicht, sie kann aber auch bei der Geschäftsstelle des Wissenschaftsrates per E-Mail (post@wissenschaftsrat.de) angefordert werden.

Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH), Hamburg und Rostock, nimmt wichtige Aufgaben im Bereich des Meeresumweltschutzes, der Klimafolgenforschung und der Sicherheit des Schiffsverkehrs kompetent wahr. Die Führungsposition, die diese Ressortforschungseinrichtung des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) in einigen internationalen Standardisierungs- und Normungsgremien besetzt, trägt zur weltweiten Spitzenstellung der deutschen sicherheitstechnischen Schiffsindustrie bei.

Mit umso größerer Sorge betrachtet der Wissenschaftsrat den deutlichen Abbau der Forschungskapazitäten am BSH. Standen zu Beginn der 1990er Jahre noch 30 Prozent der Haushaltsmittel für Forschungsaufgaben zur Verfügung, sind es jetzt nur noch 2,3 Prozent. "Wird dieser Abwärtstrend nicht aufgehalten und umgekehrt, droht ein erheblicher Kompetenzverlust mit weit reichenden negativen Folgen für die deutsche Schifffahrtsindustrie, aber auch für Umwelt- und Klimaschutz", so der Vorsitzende des Wissenschaftsrates, Professor Peter Strohschneider.

Hinweis: Die "Stellungnahme zum Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH), Hamburg und Rostock" (Drs. 8478-08) wird im Netz als Volltext (www.wissenschaftsrat.de) veröffentlicht, sie kann aber auch bei der Geschäftsstelle des Wissenschaftsrates per E-Mail (post@wissenschaftsrat.de) angefordert werden.

Mit positivem Ergebnis wurden auch Forschung und Dienstleistungen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) in Köln evaluiert. "Mit ihren wissenschaftlich fundierten Kampagnen (z. B. "Gib AIDS keine Chance" in den achtziger und "Kinder stark machen" in den neunziger Jahren sowie "rauchfrei" im neuen Jahrtausend) trägt die BZgA wesentlich zur gesundheitlichen Prävention in Deutschland bei und hat hier unbestreitbar große Verdienste", erläutert Professor Peter Strohschneider, Vorsitzender des Wissenschaftsrates. "Darüber hinaus besitzt die Bundeszentrale das Potenzial, sich zu einem international voll konkurrenzfähigen Kompetenzzentrum für gesundheitliche Prävention zu entwickeln und sollte deshalb diese Rolle engagiert anstreben." Empfohlen wird dem zuständigen Bundesministerium für Gesundheit, gerade mit Blick auf dieses mittelfristige Ziel die Forschungsaktivitäten der BZgA noch schärfer zu fokussieren und zu intensivieren (z. B. durch verstärkte Kooperationen mit Universitäten, gesteigerte Publikationsaktivitäten und Einwerbung von Drittmitteln für die Forschung).

Hinweis: Die "Stellungnahme zur Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), Köln" (Drs. 8480-08) wird im Netz als Volltext (www.wissenschaftsrat.de) veröffentlicht, sie kann aber auch bei der Geschäftsstelle des Wissenschaftsrates per E-Mail (post@wissenschaftsrat.de) angefordert werden.

Dr. Christiane Kling-Mathey | idw
Weitere Informationen:
http://www.wissenschaftsrat.de

Weitere Berichte zu: BSH BZgA PTB Ressortforschung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Das Reifungsmuster des Hippokampus steuert die menschliche Gedächtnisentwicklung
23.07.2018 | Max-Planck-Institut für Bildungsforschung

nachricht Lehrerbildung für die digitale Welt
17.07.2018 | Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Blauer Phosphor – jetzt erstmals vermessen und kartiert

Die Existenz von „Blauem“ Phosphor war bis vor kurzem reine Theorie: Nun konnte ein HZB-Team erstmals Proben aus blauem Phosphor an BESSY II untersuchen und über ihre elektronische Bandstruktur bestätigen, dass es sich dabei tatsächlich um diese exotische Phosphor-Modifikation handelt. Blauer Phosphor ist ein interessanter Kandidat für neue optoelektronische Bauelemente.

Das Element Phosphor tritt in vielerlei Gestalt auf und wechselt mit jeder neuen Modifikation auch den Katalog seiner Eigenschaften. Bisher bekannt waren...

Im Focus: Chemiker der Universitäten Rostock und Yale zeigen erstmals Dreierkette aus gleichgeladenen Ionen

Die Forschungskooperation zwischen der Universität Yale und der Universität Rostock hat neue wissenschaftliche Ergebnisse hervorgebracht. In der renommierten Zeitschrift „Angewandte Chemie“ berichten die Wissenschaftler über eine Dreierkette aus Ionen gleicher Ladung, die durch sogenannte Wasserstoffbrücken zusammengehalten werden. Damit zeigen die Forscher zum ersten Mal eine Dreierkette aus gleichgeladenen Ionen, die sich im Grunde abstoßen.

Die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen den Professoren Mark Johnson, einem weltbekannten Cluster-Forscher, und Ralf Ludwig aus der Physikalischen Chemie der...

Im Focus: Storage & Transport of highly volatile Gases made safer & cheaper by the use of “Kinetic Trapping"

Augsburg chemists present a new technology for compressing, storing and transporting highly volatile gases in porous frameworks/New prospects for gas-powered vehicles

Storage of highly volatile gases has always been a major technological challenge, not least for use in the automotive sector, for, for example, methane or...

Im Focus: Materiezustände durch Licht verändern

Forscherinnen und Forscher der Universität Hamburg stören die kristalline Ordnung

Physikerinnen und Physikern der Universität Hamburg ist es gelungen, mithilfe von Laserpulsen die Ordnung von Quantenmaterie so zu stören, dass ein spezieller...

Im Focus: Disrupting crystalline order to restore superfluidity

When we put water in a freezer, water molecules crystallize and form ice. This change from one phase of matter to another is called a phase transition. While this transition, and countless others that occur in nature, typically takes place at the same fixed conditions, such as the freezing point, one can ask how it can be influenced in a controlled way.

We are all familiar with such control of the freezing transition, as it is an essential ingredient in the art of making a sorbet or a slushy. To make a cold...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Neurowoche 2018: 7000 Experten für Gehirn und Nerven tagen in Berlin

15.10.2018 | Veranstaltungen

Berlin5GWeek: Private Industrienetze und temporäre 5G-Inseln

15.10.2018 | Veranstaltungen

PV Days in Halle zeigen neue Chancen für die Photovoltaik

11.10.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Smart Glasses Guide: Neues Tool zur Auswahl von Datenbrillen und Anwendungen

15.10.2018 | Informationstechnologie

Neurowoche 2018: 7000 Experten für Gehirn und Nerven tagen in Berlin

15.10.2018 | Veranstaltungsnachrichten

Grauer Star: Neues Verfahren bei der Katarakt-Operation

15.10.2018 | Medizintechnik

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics