Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Bundesweit einmalig: Zum Wintersemester neuer BA-Studiengang Mathematische Biometrie

21.04.2008
Mit dem Bachelor-Studiengang Mathematische Biometrie bringt die Universität Ulm zum kommenden Wintersemester ein völlig neues Studienangebot auf den Bildungsmarkt. Der integrative Studiengang soll Grundkenntnisse der Angewandten Mathematik, der Informatik und der Lebenswissenschaften vermitteln sowie diese Gebiete miteinander verbinden.

Verantwortliche der Universität wie der Fakultät für Mathematik und Wirtschaftswissenschaften sehen für den kürzlich von einer namhaften Düsseldorfer Agentur ohne Auflagen akkreditierten Studiengang beste Voraussetzungen für ein Erfolgsmodell: Ein sorgfältig konzipiertes Curriculum, ebenso passende wie vielfältige Praxisanteile und hervorragende berufliche Perspektiven für die Absolventen.

Letzteres zum einen in der Region, zum anderen auf nationaler und auch internationaler Ebene. "Ich weiß aus den USA, wie stark sich dort die Biostatistik entwickelt hat", sagt Professor Ulrich Stadtmüller, Vizepräsident der Universität Ulm für die Lehre. Und Studiendekan Professor Karsten Urban macht deutlich: "Vor allem die regionale pharmazeutische Industrie hat uns eine hohe Nachfrage nach Absolventen auf diesem Gebiet signalisiert und prognostiziert." Namhafte Pharma-Hersteller, unter anderem Boehringer Ingelheim, hatten die Fakultät sogar ausdrücklich zu diesem Schritt ermutigt und waren auch an der Entwicklung des Studiengangs beteiligt.

Der soll zwar, so Urban weiter, insbesondere auf eine Tätigkeit in Wirtschaft oder Industrie vorbereiten, eröffne indes auch Möglichkeiten im öffentlichen Dienst. Überall dort nämlich, wo eine Kombination von Grundkenntnissen in Mathematik und Lebenswissenschaften von Belang sei. Im Zusammenhang mit Arzneimittelstudien und Zulassungsverfahren zum Beispiel, aber auch in der Industrie bei der Produktentwicklung.

"Inhaltlich haben wir den Studiengang jedenfalls ausgewogen gestaltet und sicher optimal auf eine berufsbezogene Anwendung zugeschnitten", versichert Professor Urban, der den Anteil mathematischer Elemente auf rund 40 Prozent beziffert.

Unisono betonen Stadtmüller und Urban die idealen Rahmenbedingungen für den Studiengang an der Ulmer Universität. Sie resultierten schließlich nicht zuletzt aus den anerkannten Kompetenzen der beteiligten Fakultäten von der Mathematik über die Informatik und Bioinformatik bis zur Biologie und der Medizin. Wobei beide nicht unerwähnt lassen möchten, dass der jungen Ulmer Uni schon einmal mit einem integrativen Studiengang ein "großer Wurf" gelungen ist. Mit der vor 30 Jahren, seinerzeit ebenfalls erstmals in Deutschland, hier kreierten Wirtschaftsmathematik nämlich, inzwischen unbestritten ein Erfolgsmodell für Uni und Fakultät gleichermaßen.

Gleichwohl: "Es wird etwas dauern, bis sich der neue Studiengang etabliert haben wird", vermutet Professor Stadtmüller. Zumal naturgemäß noch Absolventen mit praktischen Erfahrungen für die nicht unwichtige Mundpropaganda fehlten. "Aber die Resonanz bei den jüngsten Bildungsmessen war durchaus positiv", so der Vizepräsident. Auf zunächst 15 bis 20 Studienanfänger hoffe die Universität, ausgelegt sei der Studiengang auf 25 Erstsemester jährlich.

Noch offen ist Professor Urban zufolge, ob dem Bachelor- auch ein Master-Studiengang folgen wird. "Wir denken darüber nach", erklärt der Studiendekan und will nicht ausschließen, dass die Universität auch damit Neuland betreten wird. Mit einem berufsbegleitenden Angebot nämlich.

Weitere Informationen: Prof. Dr. Karsten Urban, Tel. 0731/50-23535

Willi Baur | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-ulm.de

Weitere Berichte zu: Biometrie Lebenswissenschaft Mathematik

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Das Schulbuch wird digital
21.08.2019 | Universität Siegen

nachricht Forschungsunterstützung durch Ghostwriter
21.08.2019 | Dr. Franke / Thoxan

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Kleine Teilchen, große Wirkung: Wie Nanoteilchen aus Graphen die Auflösung von Mikroskopen verbessern

Konventionelle Lichtmikroskope können Strukturen nicht mehr abbilden, wenn diese einen Abstand haben, der kleiner als etwa die Lichtwellenlänge ist. Mit „Super-resolution Microscopy“, entwickelt seit den 80er Jahren, kann man diese Einschränkung jedoch umgehen, indem fluoreszierende Materialien eingesetzt werden. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Polymerforschung haben nun entdeckt, dass aus Graphen bestehende Nano-Moleküle genutzt werden können, um diese Mikroskopie-Technik zu verbessern. Diese Nano-Moleküle bieten eine Reihe essentieller Vorteile gegenüber den bisher verwendeten Materialien, die die Mikroskopie-Technik noch vielfältiger einsetzbar machen.

Mikroskopie ist eine wichtige Untersuchungsmethode in der Physik, Biologie, Medizin und vielen anderen Wissenschaften. Sie hat jedoch einen Nachteil: Ihre...

Im Focus: Small particles, big effects: How graphene nanoparticles improve the resolution of microscopes

Conventional light microscopes cannot distinguish structures when they are separated by a distance smaller than, roughly, the wavelength of light. Superresolution microscopy, developed since the 1980s, lifts this limitation, using fluorescent moieties. Scientists at the Max Planck Institute for Polymer Research have now discovered that graphene nano-molecules can be used to improve this microscopy technique. These graphene nano-molecules offer a number of substantial advantages over the materials previously used, making superresolution microscopy even more versatile.

Microscopy is an important investigation method, in physics, biology, medicine, and many other sciences. However, it has one disadvantage: its resolution is...

Im Focus: Mit künstlicher Intelligenz zum besseren Holzprodukt

Der Empa-Wissenschaftler Mark Schubert und sein Team nutzen die vielfältigen Möglichkeiten des maschinellen Lernens für holztechnische Anwendungen. Zusammen mit Swiss Wood Solutions entwickelt Schubert eine digitale Holzauswahl- und Verarbeitungsstrategie unter Verwendung künstlicher Intelligenz.

Holz ist ein Naturprodukt und ein Leichtbauwerkstoff mit exzellenten physikalischen Eigenschaften und daher ein ausgezeichnetes Konstruktionsmaterial – etwa...

Im Focus: Eine Fernsteuerung für alles Kleine

Atome, Moleküle oder sogar lebende Zellen lassen sich mit Lichtstrahlen manipulieren. An der TU Wien entwickelte man eine Methode, die solche „optischen Pinzetten“ revolutionieren soll.

Sie erinnern ein bisschen an den „Traktorstrahl“ aus Star Trek: Spezielle Lichtstrahlen werden heute dafür verwendet, Moleküle oder kleine biologische Partikel...

Im Focus: Atome hüpfen nicht gerne Seil

Nanooptische Fallen sind ein vielversprechender Baustein für Quantentechnologien. Forscher aus Österreich und Deutschland haben nun ein wichtiges Hindernis für deren praktischen Einsatz aus dem Weg geräumt. Sie konnten zeigen, dass eine besondere Form von mechanischen Vibrationen gefangene Teilchen in kürzester Zeit aufheizt und aus der Falle stößt.

Mit der Kontrolle einzelner Atome können Quanteneigenschaften erforscht und für technologische Anwendungen nutzbar gemacht werden. Seit rund zehn Jahren...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Chemnitzer Linux-Tage 2020: „Mach es einfach!“

18.11.2019 | Veranstaltungen

Humanoide Roboter in Aktion erleben

18.11.2019 | Veranstaltungen

1. Internationale Konferenz zu Agrophotovoltaik im August 2020

15.11.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Kleine Teilchen, große Wirkung: Wie Nanoteilchen aus Graphen die Auflösung von Mikroskopen verbessern

20.11.2019 | Materialwissenschaften

Eisberge als Nährstoffquelle - Führt der Klimawandel zu mehr Eisendüngung im Ozean?

20.11.2019 | Geowissenschaften

Gehen verändert das Sehen

20.11.2019 | Medizin Gesundheit

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics