Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

BMBF fördert mit 100.000,-- € Projekt zur Entwicklung von mobilen kollaborativen Anwendungen und deren Vermarktung

21.04.2008
Die Lehrstühle von Prof Baier und Prof. König forschen an marktfähigen Lösungen, um von einem mobilen Gerät an einer Audio-Videokonferenz teilzunehmen oder über Web 2.0-Dienste mit anderen Partnern zu kooperieren.

Prof. Daniel Baier und Prof. Hartmut König freuen sich: Sie erhielten jetzt den Zuschlag vom Bundesforschungsministerium für ihr Projekt Mobile kollaborative Anwendungen, das mit 100.000€ in der ersten Phase gefördert wird. In dem BMBF-Programm ForMaT werden Forschungsprojekte gefördert, die wirtschaftlich verwertbare Ergebnisse versprechen.

In diesem Fall haben Prof. Baier, Lehrstuhl Marketing und Innovationsmanagement, und Prof. König, Lehrstuhl Rechnernetze und Kommunikationssysteme, eine Skizze beim BMBF eingereicht, in der es um die Entwicklung mobiler Kollaborationssysteme und deren Vermarktung geht. Mit Hilfe solcher Systeme soll es u. a. möglich sein, von einem mobilen Gerät aus an einer Audio-Videokonferenz teilzunehmen oder über Web 2.0-Dienste mit anderen Partnern zu kooperieren.

Im Mittelpunkt des Projektes steht die Frage, wie man einen Partner von einem mobilen Gerät stabil in eine kollaborative Anwendung integrieren kann. Angesichts der heutigen Mobilität unserer Gesellschaft eine wichtige Frage.

So simpel der Wunsch ist und so trivial das Projektziel auch klingen mag: es hängen noch viele ungeklärte knifflige Fragen und Probleme daran, die erst gelöst sein müssen, wenn man eine Realisierung anstreben will. So sind in mobilen Bereichen die Übertragungsraten gering und die Darstellungsmöglichkeiten der Bildschirme begrenzt. Darüber hinaus müssen unterschiedliche Sicherheitsanforderungen gewährleistet werden. Dazu müssen noch passende technische Lösungen gefunden werden.

Der Part von Prof. Baier richtet sich auf die wirtschaftlichen Aspekte: Welche Ansätze für Anwendungen sind vor allem gefragt und sollten daher weiterverfolgt werden? Welche konkreten Bedürfnisse haben potenzielle Nutzer derartiger Systeme in welchen Anwendungssituationen? Mit welcher Akzeptanz, Preisbereitschaft und Verbreitung derartiger Systeme ist zu rechnen, welche Geschäftsmodelle versprechen den größten betriebswirtschaftlichen Erfolg? Unter regionalwirtschaftlichen Gesichtspunkten ist außerdem zu klären, welche Ansätze am ehesten in der Lage sind, Produkte, Dienstleistungen, Wirtschaftswachstum und Arbeitsplätze entstehen zu lassen.

Zur Beantwortung dieser Fragen wird mit Vertretern der regionalen und überregionalen Wirtschaft zusammengearbeitet. Sowohl das Institut für Informatik als auch das Institut für Wirtschaftswissenschaften verfügen über entsprechende Kontakte, etwa mit in Süd- und Ostbrandenburg aktiven und forschenden Telekommunikations- und Multi-mediaunternehmen, über den Unternehmerverband Brandenburg oder die Kammern. Mögliche spätere, insbesondere auch überregionale Einsatzszenarien müssen defi-niert und hinsichtlich ihrer Marktchancen bewertet werden.

Die Vision, die die BTU-Wissenschaftler verfolgen, könnte so aussehen: Eine BTU Ausgründung - ähnlich wie es BRAVIS schon einmal 2005 gelungen ist - hat ein Produkt zur Marktreife gebracht, mit dem es sich in der Region etabliert und Arbeitsplätze schafft. Das Produkt könnte z.B. für die Telediagnose genutzt werden. Hier besteht die Möglichkeit, dass ein Arzt sich entfernt über die Videokommunikation einen genaueren Eindruck vom Zustand eines Verunglückten verschafft und bei Bedarf auch weitere Spezialisten konsultieren kann.

Oder der Einsatz in der Fernsteuerung: Hier können z. B. Monteuren, die sich im mobilen Einsatz befinden, aktuelle Schalt- oder Konstruktionspläne eingespielt und erläutert werden, oder ihr Einsatz kann von einem Spezialisten entfernt gesteuert bzw. unterstützt werden. Mit der Schaffung mobiler Lösungen wird es dann möglich sein, kollaborative Anwendungen ubiquitär anzubieten.

Insgesamt wurden 81 Anträge beim BMBF eingereicht, 30 davon kamen jetzt in die die erste Phase, darunter zwei aus Brandenburg: die BTU Cottbus sowie ein Antrag aus der Uni Potsdam. Am 1. Mai startet das Projekt. Bis zum 1. November muss dann die Skizze zu einem erweiterten Antrag ausgebaut werden. Dann prüft das BMBF erneut, wer in die 2. Förderphase kommt. Dabei wird es finanziell nochmals sehr spannend: eineinhalb Millionen Euro für zwei Jahre stehen für diejenigen in Aussicht, die diese zweite Hürde nehmen.

Weitere Informationen: Prof. Dr. Hartmut König, Lehrstuhl für Rechnernetze und Kommunikationssysteme, Tel. 0355/69- 2236.

Margit Anders | idw
Weitere Informationen:
http://www.tu-cottbus.de

Weitere Berichte zu: BMBF Kommunikationssystem Rechnernetz

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Raum für Bildung: Physik völlig schwerelos
19.10.2018 | Max-Planck-Institut für Astronomie

nachricht Das Reifungsmuster des Hippokampus steuert die menschliche Gedächtnisentwicklung
23.07.2018 | Max-Planck-Institut für Bildungsforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Auf dem Weg zu maßgeschneiderten Naturstoffen

Biotechnologen entschlüsseln Struktur und Funktion von Docking Domänen bei der Biosynthese von Peptid-Wirkstoffen

Mikroorganismen bauen Naturstoffe oft wie am Fließband zusammen. Dabei spielen bestimmte Enzyme, die nicht-ribosomalen Peptid Synthetasen (NRPS), eine...

Im Focus: Größter Galaxien-Proto-Superhaufen entdeckt

Astronomen enttarnen mit dem ESO Very Large Telescope einen kosmischen Titanen, der im frühen Universum lauert

Ein Team von Astronomen unter der Leitung von Olga Cucciati vom Istituto Nazionale di Astrofisica (INAF) Bologna hat mit dem VIMOS-Instrument am Very Large...

Im Focus: Auf Wiedersehen, Silizium? Auf dem Weg zu neuen Materalien für die Elektronik

Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Polymerforschung (MPI-P) in Mainz haben zusammen mit Wissenschaftlern aus Dresden, Leipzig, Sofia (Bulgarien) und Madrid (Spanien) ein neues, metall-organisches Material entwickelt, welches ähnliche Eigenschaften wie kristallines Silizium aufweist. Das mit einfachen Mitteln bei Raumtemperatur herstellbare Material könnte in Zukunft als Ersatz für konventionelle nicht-organische Materialien dienen, die in der Optoelektronik genutzt werden.

Bei der Herstellung von elektronischen Komponenten wie Solarzellen, LEDs oder Computerchips wird heutzutage vorrangig Silizium eingesetzt. Für diese...

Im Focus: Goodbye, silicon? On the way to new electronic materials with metal-organic networks

Scientists at the Max Planck Institute for Polymer Research (MPI-P) in Mainz (Germany) together with scientists from Dresden, Leipzig, Sofia (Bulgaria) and Madrid (Spain) have now developed and characterized a novel, metal-organic material which displays electrical properties mimicking those of highly crystalline silicon. The material which can easily be fabricated at room temperature could serve as a replacement for expensive conventional inorganic materials used in optoelectronics.

Silicon, a so called semiconductor, is currently widely employed for the development of components such as solar cells, LEDs or computer chips. High purity...

Im Focus: Blauer Phosphor – jetzt erstmals vermessen und kartiert

Die Existenz von „Blauem“ Phosphor war bis vor kurzem reine Theorie: Nun konnte ein HZB-Team erstmals Proben aus blauem Phosphor an BESSY II untersuchen und über ihre elektronische Bandstruktur bestätigen, dass es sich dabei tatsächlich um diese exotische Phosphor-Modifikation handelt. Blauer Phosphor ist ein interessanter Kandidat für neue optoelektronische Bauelemente.

Das Element Phosphor tritt in vielerlei Gestalt auf und wechselt mit jeder neuen Modifikation auch den Katalog seiner Eigenschaften. Bisher bekannt waren...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Natürlich intelligent

19.10.2018 | Veranstaltungen

Rettungsdienst und Feuerwehr - Beschaffung von Rettungsdienstfahrzeugen, -Geräten und -Material

18.10.2018 | Veranstaltungen

11. Jenaer Lasertagung

16.10.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Ultraleichte und belastbare HighEnd-Kunststoffe ermöglichen den energieeffizienten Verkehr

19.10.2018 | Materialwissenschaften

IMMUNOQUANT: Bessere Krebstherapien als Ziel

19.10.2018 | Biowissenschaften Chemie

Raum für Bildung: Physik völlig schwerelos

19.10.2018 | Bildung Wissenschaft

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics