Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Schavan legt Berufsbildungsbericht 2008 vor

02.04.2008
Positive Bilanz: Über 600.000 neu abgeschlossene Ausbildungsverträge / Berufsbildungs-PISA geplant

Das Bundeskabinett hat am Mittwoch dem Berufsbildungsbericht 2008 zugestimmt. Bundesbildungsministerin Annette Schavan erklärte dazu: "Die Bilanz des Ausbildungsstellenmarktes 2007 ist erfreulich.

Mit rund 625.900 neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen zum 30. September 2007 haben wir erstmals seit 2001 die Marke von 600.000 überschritten und damit die zweithöchste Vertragszahl seit der Wiedervereinigung erreicht. Unser Ziel ist es, jedem ausbildungsfähigen und - willigen Jugendlichen einen Ausbildungsplatz zur Verfügung zu stellen."

Ein Schwerpunkt in diesem Jahr ist die Vermittlung so genannter Altbewerber. Zu diesem Zweck hat die Bundesregierung im Rahmen ihrer Qualifizierungsinitiative unter anderem den Ausbildungsbonus für bis zu 100.000 Altbewerber beschlossen. Schavan forderte Betriebe und Sozialpartner auf, von diesem neuen Angebot Gebrauch zu machen und zusätzliche Ausbildungskapazitäten bereitzustellen.

Weitere Schritte sind im Kontext des für Herbst 2008 zwischen Bund und Ländern geplanten Qualifizierungsgipfels in Vorbereitung. "Gemeinsam mit den Ländern werden wir neue Maßnahmen in der Berufsbildung vereinbaren, die insbesondere den Übergang zwischen allgemeinbildender Schule und Berufsausbildung strukturierter und verlässlicher gestalten", betonte Schavan. Ein wesentlicher Aspekt ist auch die verbesserte Durchlässigkeit zwischen Berufsbildung und Hochschulbereich. Dafür wird das Bundesbildungsministerium 3000 Aufstiegsstipendien vergeben, damit künftig deutlich mehr junge Menschen mit beruflichen Abschlüssen den Weg an die Hochschulen finden.

Gleichzeitig unterstützt die Bundesbildungsministerin einen europäischen Leistungsvergleich in der Berufsausbildung. Unter dem Stichwort "Berufsbildungs-PISA" soll es Studien in der beruflichen Bildung geben, die einen Vergleich der verschiedenen Ausbildungssysteme ermöglichen und gleichzeitig als Instrumente zur Qualitätssicherung und zur Stärkung gegenseitigen Vertrauens dienen. "Das deutsche Berufsbildungssystem steht im internationalen Wettbewerb, es kann und muss sich mit seinen Leistungen messen lassen. Ich habe daher die Initiative ergriffen, einen europäischen Leistungsvergleich in der beruflichen Bildung ("Berufsbildungs-PISA") mit anderen europäischen Staaten abzustimmen."

Der Berufsbildungsbericht 2008 befasst sich mit der Analyse des Ausbildungsstellenmarkts und berichtet über Angebot und Nachfrage nach Ausbildungsplätzen. Ab 2009 soll der Berufsbildungsbericht eine neue Form bekommen: Im Fokus sollen die wichtigsten Daten und Trends sowie deren politische Bewertung stehen. Detaillierte fachspezifische Informationen sollen in einer den Berufsbildungsbericht ergänzenden Publikation des Bundesinstituts für Berufliche Bildung (BIBB) veröffentlicht werden.

| BMBF Newsletter
Weitere Informationen:
http://www.bmbf.de/pub/bbb_08.pdf
http://www.bmbf.de/press/

Weitere Berichte zu: Berufsbildung Berufsbildungsbericht

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Das Schulbuch wird digital
21.08.2019 | Universität Siegen

nachricht Forschungsunterstützung durch Ghostwriter
21.08.2019 | Dr. Franke / Thoxan

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Forschende entdecken, wie äußere Reize den Auf- und Abbau des Skeletts im Kern von Säugetierzellen steuern

Nicht nur in Muskelzellen spielen sie die Hauptrolle: Die Aktinfilamente sind eines der häufigsten Proteine in allen Säugetierzellen. Die fadenförmigen Strukturen bilden einen wichtigen Teil des Zellskeletts und -bewegungsapparats. Zellbiologinnen und -biologen der Universität Freiburg zeigen nun in Zellkulturen, wie Rezeptorproteine in der Membran dieser Zellen Signale von außen an Aktinmoleküle im Kern weiterleiten, die daraufhin Fäden bilden.

Das Team um Pharmakologe Prof. Dr. Robert Grosse steuert in einer Studie den Auf- und Abbau der Aktinfilamente im Zellkern mit physiologischen Botenstoffen und...

Im Focus: Neuartiges Antibiotikum gegen Problemkeime in Sicht

Internationales Forscherteam mit Beteiligung der Universität Gießen entdeckt neuen Wirkstoff gegen gramnegative Bakterien – Darobactin attackiert die Erreger an einem bislang unbekannten Wirkort

Immer mehr bakterielle Erreger von Infektionskrankheiten entwickeln Resistenzen gegen die marktüblichen Antibiotika. Typische Krankenhauskeime wie Escherichia...

Im Focus: Machine learning microscope adapts lighting to improve diagnosis

Prototype microscope teaches itself the best illumination settings for diagnosing malaria

Engineers at Duke University have developed a microscope that adapts its lighting angles, colors and patterns while teaching itself the optimal...

Im Focus: Kleine Teilchen, große Wirkung: Wie Nanoteilchen aus Graphen die Auflösung von Mikroskopen verbessern

Konventionelle Lichtmikroskope können Strukturen nicht mehr abbilden, wenn diese einen Abstand haben, der kleiner als etwa die Lichtwellenlänge ist. Mit „Super-resolution Microscopy“, entwickelt seit den 80er Jahren, kann man diese Einschränkung jedoch umgehen, indem fluoreszierende Materialien eingesetzt werden. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Polymerforschung haben nun entdeckt, dass aus Graphen bestehende Nano-Moleküle genutzt werden können, um diese Mikroskopie-Technik zu verbessern. Diese Nano-Moleküle bieten eine Reihe essentieller Vorteile gegenüber den bisher verwendeten Materialien, die die Mikroskopie-Technik noch vielfältiger einsetzbar machen.

Mikroskopie ist eine wichtige Untersuchungsmethode in der Physik, Biologie, Medizin und vielen anderen Wissenschaften. Sie hat jedoch einen Nachteil: Ihre...

Im Focus: Small particles, big effects: How graphene nanoparticles improve the resolution of microscopes

Conventional light microscopes cannot distinguish structures when they are separated by a distance smaller than, roughly, the wavelength of light. Superresolution microscopy, developed since the 1980s, lifts this limitation, using fluorescent moieties. Scientists at the Max Planck Institute for Polymer Research have now discovered that graphene nano-molecules can be used to improve this microscopy technique. These graphene nano-molecules offer a number of substantial advantages over the materials previously used, making superresolution microscopy even more versatile.

Microscopy is an important investigation method, in physics, biology, medicine, and many other sciences. However, it has one disadvantage: its resolution is...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Chemnitzer Linux-Tage 2020: „Mach es einfach!“

18.11.2019 | Veranstaltungen

Humanoide Roboter in Aktion erleben

18.11.2019 | Veranstaltungen

1. Internationale Konferenz zu Agrophotovoltaik im August 2020

15.11.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Der Gewinner ist… Vorankündigung zum 11. Corporate Health Award

22.11.2019 | Förderungen Preise

Erste Liga der Automobilzulieferer

22.11.2019 | Förderungen Preise

Forschende entdecken, wie äußere Reize den Auf- und Abbau des Skeletts im Kern von Säugetierzellen steuern

22.11.2019 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics