Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Nierenforschung erhält weitere Förderung

21.12.2007
Der Bewilligungsausschuss der Deutschen Forschungsgemeinschaft hat die Förderung des Sonderforschungsbereichs (SFB) 423 für weitere drei Jahre beschlossen und der Universität Erlangen-Nürnberg dafür Fördermittel in Höhe von insgesamt über 4,5 Millionen Euro zugesagt.

Der Sonderforschungsbereich beschäftigt sich mit der Entstehung und dem Verlauf von Nierenerkrankungen. Wissenschaftler aus mehr als zwölf Kliniken und Instituten arbeiten seit 1999 in dem Forschungsverbund zusammen. Sprecher ist Prof. Dr. Kai-Uwe Eckardt, Leiter der Medizinischen Klinik 4 - Nephrologie und Hypertensiologie am Erlanger Universitätsklinikum.

"Mit der Erforschung von Nierenschäden, deren Entstehung und regenerativen Mechanismen wird von dem Sonderforschungsbereich ein anspruchsvolles und zugleich hochaktuelles Thema an der Schnittstelle zwischen krankheitsorientierter Grundlagenforschung und klinischer Forschung mit Bezug zum Patienten aufgegriffen", heißt es in dem Bewilligungsschreiben der DFG. Während der letzten neun Jahre sei es gelungen, auch neue, aktuelle Themen und Arbeitsgruppen zu integrieren und die Gesamtthematik abzurunden.

Der SFB 423 ist der einzige Sonderforschungsbereich der DFG der sich schwerpunktmäßig mit der Entstehung und dem Verlauf von Nierenerkrankungen beschäftigt. Gemeinsames Ziel der in den Verbund integrierten Forschungsprojekte ist es, durch molekular- und zellbiologische Ansätze in Verbindung mit Tierversuchen und Untersuchungen am Patienten die Entstehung und den Verlauf von Nierenerkrankungen besser zu verstehen und neue Ansätze für die Diagnostik und Behandlung zu identifizieren.

Akute und chronische Nierenerkrankungen haben weltweit eine zunehmende medizinische und gesundheitsökonomische Relevanz. Allein in Deutschland benötigen ca. 75.000 Patienten eine dauerhafte Nierenersatztherapie in Form der Dialyse oder eine Nierentransplantation. Darüber hinaus leiden vermutlich fast zehn Millionen Menschen in Deutschland an einem früheren Stadium einer Nierenerkrankung. Diese Zahlen werden aufgrund des zunehmenden Lebensalters und der zunehmenden Häufigkeit des Diabetes mellitus in den nächsten Jahren weiter ansteigen. Trotz der erheblichen Bedeutung von Nierenerkrankungen sind die Grundlagen ihrer Entstehung und ihrer Entwicklung bislang nur unzureichend untersucht und es bestehen kaum Möglichkeiten, kausal in das Krankheitsgeschehen einzugreifen. Der Lehrstuhl für Nieren- und Hochdruckkrankheiten mit der Medizinischen Klinik 4 am Universitätsklinikum Erlangen und am Klinikum Nürnberg, ist eines der größten Forschungs- und Behandlungszentren für Nierenerkrankungen in Europa. Auf dieser Basis wurde die Nierenforschung in Zusammenarbeit mit anderen Kliniken und Instituten zu einem vom Wissenschaftsrat anerkannten Forschungsschwerpunkt der Erlanger Fakultät ausgebaut.

Mit Blick auf die zukünftige Entwicklung dieses Forschungsthemas an der Universität Erlangen-Nürnberg begrüßt die DFG auch besonders die Errichtung eines neuen Forschungsgebäudes für ein "Translational Research Center", in dem die Nieren- und Kreislaufforschung als einer von drei Bereichen vorgesehen ist.

Weitere Informationen für die Medien
Nina Adam
Tel.: 09131/85-36259
Nina.Adam@uk-erlangen.de

Ute Missel | idw
Weitere Informationen:
http://www.sfb423.uk-erlangen.de

Weitere Berichte zu: DFG Nierenerkrankung Nierenforschung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Inklusion in Kitas - Forscherteam der Universität Paderborn entwickelt Lehrprogramm
25.02.2019 | Universität Paderborn

nachricht Wie kann digitales Lernen gelingen? Lern-Prototypen werden auf der didacta vorgestellt
15.02.2019 | Universität Osnabrück

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Neues Gen mit möglicher Rolle bei Metastasierung identifiziert

Gen nach römischer Göttin Minerva benannt, da Immunzellen im Kopf der Fruchtfliege stecken bleiben

Weisen Tumore eine bestimmte Kombination von Zuckern – das sogenannte T-Antigen – auf, breiten sie sich mit größerer Wahrscheinlichkeit im Körper aus und töten...

Im Focus: New gene potentially involved in metastasis identified

Gene named after Roman goddess Minerva as immune cells get stuck in the fruit fly’s head

Cancers that display a specific combination of sugars, called T-antigen, are more likely to spread through the body and kill a patient. However, what regulates...

Im Focus: Saxony5 und Industrie 4.0 Modellfabrik präsentieren sich auf Hannover Messe

Vom 1. bis 4. April 2019 ist die HTW Dresden mit der Industrie 4.0 Modellfabrik und dem Projekt Saxony5 auf der Hannover Messe vertreten. Am Gemeinschaftstand der sächsischen Hochschulen für angewandte Forschung (HAW) „Forschung für die Zukunft“ stellen die Dresdner Forscher aktuelle Projekte zum kollaborativen Arbeiten und deren Anwendungen in der Industrie vor.

Virtuell können die Besucher von Hannover aus auf dem Tablet ihre Züge gegen den kollaborativen Roboter YuMi, der in der Modellfabrik in Dresden steht, setzen....

Im Focus: Hochdruckwasserstrahlen zum flächigen Materialabtrag von hochfesten Werkstoffen erprobt

Beim Fräsen hochfester Werkstoffe wie Oxidkeramik oder Sondermetalle – und besonders bei der Schruppbearbeitung – verschleißen Werkzeuge schnell. Für Unternehmen ist die Bearbeitung dieser Werkstoffe deshalb mit hohen Kosten verbunden. Im Projekt »HydroMill« hat das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT aus Aachen mit seinen Projektpartnern nun gezeigt, dass sich der Hochdruckwasserstrahl zum flächigen Materialabtrag von hochfesten Werkstoffen eignet. War der Einsatz von Wasserstrahlen bislang auf die Schneidbearbeitung beschränkt, zeigen die Projektergebnisse, wie sich hochfeste Werkstoffe kosten- und ressourcenschonender als bisher flächig abtragen lassen.

Diese neue und zur konventionellen Schruppbearbeitung alternative Anwendung der Wasserstrahlbearbeitung untersuchten die Aachener Ingenieure gemeinsam mit...

Im Focus: Die Zähmung der Lichtschraube

Wissenschaftler vom DESY und MPSD erzeugen in Festkörpern hohe-Harmonische Lichtpulse mit geregeltem Polarisationszustand, indem sie sich die Kristallsymmetrie und attosekundenschnelle Elektronendynamik zunutze machen. Die neu etablierte Technik könnte faszinierende Anwendungen in der ultraschnellen Petahertz-Elektronik und in spektroskopischen Untersuchungen neuartiger Quantenmaterialien finden.

Der nichtlineare Prozess der Erzeugung hoher Harmonischer (HHG) in Gasen ist einer der Grundsteine der Attosekundenwissenschaft (eine Attosekunde ist ein...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Industrie 4.0 - Herausforderungen & Wege in der Ingenieurausbildung

26.03.2019 | Veranstaltungen

Größte nationale Tagung 2019 für Nuklearmedizin in Bremen

21.03.2019 | Veranstaltungen

6. Magdeburger Brand- und Explosionsschutztage vom 25. bis 26.3. 2019

21.03.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Künstliche Intelligenz forscht mit

26.03.2019 | Informationstechnologie

Neues Gen mit möglicher Rolle bei Metastasierung identifiziert

26.03.2019 | Biowissenschaften Chemie

Im nicht mehr ewigen Eis – Rostocker Forscher untersuchen Leben in der Antarktis

26.03.2019 | Geowissenschaften

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics