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Deutsche Wasserwirtschaft positioniert sich im internationalen Wettbewerb

13.12.2007
Unter der Dachmarke "German Water Partnership" werden sich die bislang getrennt agierenden Unternehmen und Verbände der deutschen Wasserwirtschaft künftig gemeinsam im internationalen Wettbewerb präsentieren.

Darauf einigten sich heute rund 80 Spitzenvertreter aus der Wirtschaft, von Verbänden, von universitären und außeruniversitären Forschungseinrichtungen sowie Vertreter verschiedener Ministerien. Die Staatssekretäre Matthias Machnig (BMU) und Prof. Frieder Meyer-Krahmer (BMBF) hatten zu dem Strategiedialog eingeladen, der zu einer stärkeren internationalen Positionierung der deutschen Wasserwirtschaft führen soll.

"Die deutsche Wasserwirtschaft hat technologisch viel zu bieten", sagte Umwelt-Staatsekretär Machnig. "Die German Water Partnership soll zur zentralen Anlauf- und Kontaktstelle für Anfragen aus dem Ausland werden und gleichzeitig die Kooperation zwischen deutschen Unternehmen untereinander sowie mit den einschlägigen Forschungseinrichtungen und den Bundesministerien bei der Erschließung von Zielmärkten fördern. Ich verspreche mir auch eine verstärkte Einbindung der Unternehmen, Verbände und Forschungseinrichtungen in die Zusammenarbeit mit Entwicklungs- und Schwellenländern beim Ausbau der Wasser- und Sanitärversorgung und dem Aufbau funktionierender Bewirtschaftungsstrukturen."

Nach den Worten von Forschungs-Staatssekretär Meyer-Krahmer ist die German Water Partnership ein exzellentes Beispiel für die Umsetzung der Hightech-Strategie der Bundesregierung "Ich sehe die German Water Partnership auch als das künftige strategische Forum zur Förderung von Innovationen im Wassersektor. Wissenschaft und Wirtschaft müssen hier gemeinsam handeln und ihre künftigen Initiativen international ausrichten. Wir stärken damit auch die Wettbewerbsposition der Deutschen Industrie auf diesem internationalen Zukunftsmarkt. Zugleich hilft es uns, bei der Verwirklichung des Millenniums-Ziels: Für die Menschen in möglichst allen Regionen der Welt muss eine sichere und gesunde Versorgung mit Wasser gewährleistet sein."

Zahlreiche Teilnehmer aus Wirtschaft und Wissenschaft begrüßten die Initiative einhellig. Die breite Unterstützung durch die Bundesministerien biete jetzt die einmalige Chance, die Stärken der deutschen Wasserwirtschaft und Wasserforschung zu bündeln und damit ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Bis Mai 2008 sollen die notwendigen organisatorischen Voraussetzungen geschaffen werden, damit German Water Partnership mit dem Auftritt auf der Fachmesse IFAT 2008 funktionsfähig ist.

Der Wassersektor ist ein internationaler Zukunftsmarkt: Experten beziffern den globalen Umsatz der Wasserver- und Abwasserentsorgung auf derzeit 250 Milliarden Euro - er soll sich im kommenden Jahrzehnt auf rund 500 Milliarden Euro verdoppeln. Im Ausfuhrsortiment des Exportweltmeisters Deutschland liegen nach OECD-Angaben (2003) Wassertechnologien hinter der Mess-, Steuer- und Regeltechnik knapp auf Platz 2. Dies bedeutet einen Welthandelsanteil bei den Komponenten für die Wasser- und Abwassertechnik für Deutschland von rund 16,5 Prozent und Platz 2 hinter Weltmarktführer USA.

Der Investitionsbedarf für eine ordnungsgemäße Wasserversorgung und Abwasserentsorgung etwa in Osteuropa, in den Schwellenländern Asiens und nicht zuletzt in den Entwicklungsländern ist enorm. Die Diskussion um den Klimawandel hat die Bedeutung effizienter Lösungen für die Nutzung knapper werdenden Wasserressourcen zusätzlich unterstrichen. Dabei geht es nicht nur um innovative Technik, sondern um ganzheitliche Konzepte und Systemlösungen für das Wasser- und Gewässermanagement.

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