Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Ausbildung für Pharmazeutisch-kaufmännische Angestellte modernisiert

25.07.2012
Mehr Gestaltungsspielräume in der Apotheke

Im Pharma-Bereich gibt es eine Vielzahl interessanter Berufe – unter anderem den der Pharmazeutisch-kaufmännischen Angestellten, deren Ausbildungsordnung das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) jetzt im Auftrag der Bundesregierung und gemeinsam mit den Sachverständigen der Sozialpartner neu geregelt hat.

Das neue Berufsbild ist stärker auf die Praxis ausgerichtet, um den Dienstleistungscharakter noch besser zum Ausdruck zu bringen. Es enthält insbesondere mehr Kompetenzen im Bereich der kaufmännischen Steuerung und Kontrolle, im Marketing, der Arbeitsorganisation und im Umweltschutz.Die neue Ausbildungsordnung tritt zum 1. August in Kraft.

Die modernisierte Ausbildungsordnung passt das bisherige Berufsbild an die steigenden Anforderungen bei den kaufmännisch-betriebswirtschaftlichen Tätigkeiten in Apotheken an. Neu ist ebenfalls eine stärkere Verankerung der Kommunikation im Team und mit Kunden, wozu die kompetente Beratung für apothekenübliche Waren und eine Vielzahl anderer Produkte und Dienstleistungen zählt, die ohne Rezept erhältlich sind. Die Fachangestellten bilden Preise für Arzneimittel, apothekenübliche Waren sowie Dienstleistungen und rechnen die Leistungen der Apotheke mit unterschiedlichen Kostenträgern ab. Sie bearbeiten selbstständig Beschaffungs- und Warenwirtschaftsprozesse und unterstützen den reibungslosen Ablauf eines Apothekenbetriebs – von der Sortimentsanpassung über die Kosten- und Leistungsrechnung bis hin zur Aufbereitung von Statistiken für betriebswirtschaftliche Entscheidungen.

Pharmazeutisch-kaufmännische Angestellte sind insbesondere in Apotheken, der pharmazeutischen Industrie, im pharmazeutischen Großhandel, bei Krankenkassen sowie in Apothekerkammern und -verbänden tätig. 2011 wurden 1.621 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen, davon fast 96 % mit Frauen. Die durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung betrug im vergangenen Jahr einheitlich in Ost- und Westdeutschland 600 Euro.

Die Ausbildung eröffnet zudem berufliche Aufstiegs- und Karrieremöglichkeiten. So können Pharmazeutisch-kaufmännische Angestellte branchenspezifische Fortbildungen bei den Landesapothekerkammern absolvieren, den Abschluss als Pharmazeutisch-technische/-r Assistent/-in erwerben oder sich zum Geprüften Handelsfachwirt beziehungsweise zur Geprüften Handelsfachwirtin weiterbilden. Die Berufsausbildung ist darüber hinaus zu den Studiengängen Pharmazie oder Pharmatechnik anschlussfähig.

Das Bundesinstitut für Berufsbildung hat die neue Ausbildungsordnung, die die vorherige Verordnung von 1993 ersetzt, federführend unter Beteiligung von Sachverständigen der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA), des Bundesverbandes der Freien Berufe (BFB), der Apothekengewerkschaft (ADEXA) und der Vereinigten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit erarbeitet.

Weitere Informationen im Internetangebot des BIBB unter http://www.bibb.de/neue-berufe-2012

Bildmaterial steht unter http://www.bibb.de/pressefotos zur Verfügung.

Ansprechpartnerin im BIBB:
Dr. Christin Brings, E-Mail: brings@bibb.de

Andreas Pieper | idw
Weitere Informationen:
http://www.bibb.de/neue-berufe-2012

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Neue Lernwelt durch VR-Technologie
16.04.2019 | Universität Witten/Herdecke

nachricht Studie zu Perspektiven der beruflichen Bildung 2040 – Flexibilität schaffen
15.04.2019 | Universität Duisburg-Essen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Geometrie eines Elektrons erstmals bestimmt

Physiker der Universität Basel können erstmals zeigen, wie ein einzelnes Elektron in einem künstlichen Atom aussieht. Mithilfe einer neu entwickelten Methode sind sie in der Lage, die Aufenthaltswahrscheinlichkeit eines Elektrons im Raum darzustellen. Dadurch lässt sich die Kontrolle von Elektronenspins verbessern, die als kleinste Informationseinheit eines zukünftigen Quantencomputers dienen könnten. Die Experimente wurden in «Physical Review Letters» und die Theorie dazu in «Physical Review B» veröffentlicht.

Der Spin eines Elektrons ist ein vielversprechender Kandidat, um als kleinste Informationseinheit (Qubit) eines Quantencomputers genutzt zu werden. Diesen Spin...

Im Focus: The geometry of an electron determined for the first time

Physicists at the University of Basel are able to show for the first time how a single electron looks in an artificial atom. A newly developed method enables them to show the probability of an electron being present in a space. This allows improved control of electron spins, which could serve as the smallest information unit in a future quantum computer. The experiments were published in Physical Review Letters and the related theory in Physical Review B.

The spin of an electron is a promising candidate for use as the smallest information unit (qubit) of a quantum computer. Controlling and switching this spin or...

Im Focus: Optische Superlinsen aus Gold

Oldenburger Forscher entwickeln neues optisches Mikroskop mit extrem hoher Auflösung

Eine kegelförmige Spitze aus Gold bildet das Kernstück eines neuen, extrem leistungsfähigen optischen Mikroskops, das Oldenburger Wissenschaftler in der...

Im Focus: Impfen über die Haut – Gezielter Wirkstofftransport mit Hilfe von Nanopartikeln

Forschenden am Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung in Potsdam ist es gelungen Nanopartikel so weiterzuentwickeln, dass sie von speziellen Zellen der menschlichen Haut aufgenommen werden können. Diese sogenannten Langerhans Zellen koordinieren die Immunantwort und alarmieren den Körper, wenn Erreger oder Tumore im Organismus auftreten. Mit dieser neuen Technologieplattform könnten nun gezielt Wirkstoffe, zum Beispiel Impfstoffe oder Medikamente, in Langerhans Zellen eingebracht werden, um eine kontrollierte Immunantwort zu erreichen.

Die Haut ist ein besonders attraktiver Ort für die Applikation vieler Medikamente, die das Immunsystem beeinflussen. Die geeigneten Zielzellen liegen in der...

Im Focus: Chaperone halten das Tumorsuppressor-Protein p53 in Schach: Komplexer Regelkreis schützt vor Krebs

Über Leben und Tod einer Zelle entscheidet das Anti-Tumor-Protein p53: Erkennt es Schäden im Erbgut, treibt es die Zelle in den Selbstmord. Eine neue Forschungsarbeit an der Technischen Universität München (TUM) zeigt, dass diese körpereigene Krebsabwehr nur funktioniert, wenn bestimmte Proteine, die Chaperone, dies zulassen.

Eine Krebstherapie ohne Nebenwirkungen, die gezielt nur Tumorzellen angreift – noch können Ärzte und Patienten davon nur träumen. Dabei hat die Natur ein...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Früherkennung 2.0: Mit Präzisionsmedizin Screeningverfahren weiterentwickeln

23.05.2019 | Veranstaltungen

Kindermediziner tagen in Leipzig

22.05.2019 | Veranstaltungen

Jubiläumskongress zur Radiologie der Zukunft

22.05.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Neuer Schub für ToCoTronics

23.05.2019 | Physik Astronomie

MiLiQuant: Quantentechnologie nutzbar machen

23.05.2019 | Physik Astronomie

Erfolgreiche Forschung zur Ausbreitung von Wellen

23.05.2019 | Interdisziplinäre Forschung

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics