Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Vorbildliche Sicherheitstechnik schützt vor Kopfverletzungen bei Überschlagunfällen

04.10.2013
ZNS – Hannelore Kohl Stiftung würdigt das besonderes Engagement von DAIMLER AG Mercedes-Benz Cars im Bereich der Sicherheitstechnik von Fahrzeugen anlässlich der vierten Sicherheitskonferenz am 26. und 27. September 2013 in Stuttgart

Es ist ein kleiner Sensor, aber er bedeutet einen großen Sicherheitsgewinn beim Autofahren: der sogenannte Überschlagsensor. Heute zeichnet die ZNS - Hannelore Kohl Stiftung die DAIMLER AG Mercedes-Benz Cars mit der Hannelore Kohl-Ehrenmedaille aus für die erstmalige und serienmäßige Ausrüstung der Mercedes-Benz Pkw mit dem Überschlagsensor.

Durch den Sensor werden bei einem Überschlagunfall Kopfseitenairbags und Gurtstraffer ausgelöst und somit schwerste Verletzungen an Kopf und Wirbelsäule effizient reduziert. Prof. Dr. Dr. Jan Schwab, Mitglied des Stiftungsvorstandes, übereicht Thomas Merker, Ressortleiter Karosserie, Sicherheit, Telematik in der Mercedes-Benz Cars Entwicklung, die Auszeichnung im Rahmen der vierten Sicherheitskonferenz der Stiftung in Stuttgart.

Die ZNS - Hannelore Kohl Stiftung würdigt mit dieser Auszeichnung das besondere Engagement von Mercedes-Benz, Sicherheitstechnik zu entwickeln und in den Fahrzeugen einzusetzen, mit der die Zahl der schweren Kopfverletzungen reduziert werden kann. Mercedes-Benz hat früh erkannt, dass der Einsatz des Überschlagsensors einen großen Sicherheitsgewinn für die Fahrzeuginsassen bedeutet. Moderne Pkw verfügen zwar über Gurtstraffer und Kopfseitenairbags.

Sie sind aber nur für Frontal- und Seitenkollisionen und die entsprechenden Crashtests ausgelegt. Das gesamte Potential wird erst dann genutzt, wenn beide Systeme mit einem Überschlagsensor gekoppelt werden. Gerade schwerste Schädelhirntraumen auch mit Langzeitfolgen und Wirbelsäulenverletzungen, die zu einer Querschnittslähmung führen, können so verhindert werden. Andere Hersteller argumentieren gegen den Einsatz des Überschlagsensors mit Kostenargumenten oder der vermeintlich geringen Zahl entsprechender Unfälle. Mit der Verleihung der Hannelore Kohl-Ehrenmedaille verbindet die Stiftung deshalb auch die Hoffnung, andere Hersteller zum Einsatz des Überschlagsensors zu motivieren.

Bei der Sicherheitskonferenz treffen sich auf Einladung der ZNS - Hannelore Kohl Stiftung ausgewiesene Experten aus der Unfallforschung, Automobiltechnik und Medizin, um gemeinsam Wege zur nachhaltigen Senkung der Zahl der Unfallverletzten mit Schädelhirntrauma zu erarbeiten. Die Konferenz steht unter der Schirmherrschaft des Bundesministers für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung Dr. Peter Ramsauer. Der Präsident der Bundesanstalt für Straßenwesen Prof. Schrick adressierte Grußworte des Verkehrsministeriums.

Die ZNS - Hannelore Kohl Stiftung feiert in diesem Jahr ihr 30-jähriges Jubiläum und setzt sich für Menschen mit einer Schädelhirnverletzung ein. Die Stiftung engagiert sich in der Präventionsarbeit und unterstützt auch die Unfallforschung, deren Erkenntnisse dazu beitragen, wirksame Maßnahmen zur Verringerung von schweren Schädelhirntraumata zu entwickeln. Kopfverletzungen können dramatische Folgen haben. Ein Schädelhirntrauma kann Lebensträume und -perspektiven zerstören. In Deutschland leben rund 800.000 Menschen mit einer erworbenen Hirnschädigung.

Die ZNS - Hannelore Kohl Stiftung für Verletzte mit Schäden des Zentralen Nervensystems mit Sitz in Bonn wurde 1983 von Frau Dr. med. h.c. Hannelore Kohl ins Leben gerufen. Die Stiftung unterhält einen Beratungs- und Informationsdienst für schädelhirnverletzte Menschen und deren Angehörige, unterstützt bei der Suche nach geeigneten Rehabilitationseinrichtungen und fördert die wissenschaftliche Forschung auf dem Gebiet der Neurologischen Rehabilitation. Sie engagiert sich in der Präventionsarbeit für Unfallverhütung. Bisher konnten rund 30 Mio. Euro aus Spendenmitteln für über 630 Projekte an Kliniken, Institutionen und Rehabilitationseinrichtungen in Deutschland weitergegeben werden. Jedes Jahr erleiden 270.000 Menschen Schädelhirntraumen, knapp die Hälfte von ihnen ist jünger als 25 Jahre. Dank der medizinischen Fortschritte kann vielen von ihnen geholfen werden.

Heike Müller | idw
Weitere Informationen:
http://www.hannelore-kohl-stiftung.de/presse/pressemitteilungen/pm_2013_15_verleihung_hk_medaille/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Automotive:

nachricht Wichtige Schritte auf dem Weg zum automatisierten Fahren
29.03.2018 | Universität Bremen

nachricht Es wird noch heller: Innovative Leuchten in der Automobilindustrie
28.03.2018 | Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Automotive >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wie Magnetismus entsteht: Elektronen stärker verbunden als gedacht

Wieso sind manche Metalle magnetisch? Diese einfache Frage ist wissenschaftlich gar nicht so leicht fundiert zu beantworten. Das zeigt eine aktuelle Arbeit von Wissenschaftlern des Forschungszentrums Jülich und der Universität Halle. Den Forschern ist es zum ersten Mal gelungen, in einem magnetischen Material, in diesem Fall Kobalt, die Wechselwirkung zwischen einzelnen Elektronen sichtbar zu machen, die letztlich zur Ausbildung der magnetischen Eigenschaften führt. Damit sind erstmals genaue Einblicke in den elektronischen Ursprung des Magnetismus möglich, die vorher nur auf theoretischem Weg zugänglich waren.

Für ihre Untersuchung nutzten die Forscher ein spezielles Elektronenmikroskop, das das Forschungszentrum Jülich am Elettra-Speicherring im italienischen Triest...

Im Focus: Erstmals gemessen: Wie lange dauert ein Quantensprung?

Mit Hilfe ausgeklügelter Experimente und Berechnungen der TU Wien ist es erstmals gelungen, die Dauer des berühmten photoelektrischen Effekts zu messen.

Es war eines der entscheidenden Experimente für die Quantenphysik: Wenn Licht auf bestimmte Materialien fällt, werden Elektronen aus der Oberfläche...

Im Focus: Scientists present new observations to understand the phase transition in quantum chromodynamics

The building blocks of matter in our universe were formed in the first 10 microseconds of its existence, according to the currently accepted scientific picture. After the Big Bang about 13.7 billion years ago, matter consisted mainly of quarks and gluons, two types of elementary particles whose interactions are governed by quantum chromodynamics (QCD), the theory of strong interaction. In the early universe, these particles moved (nearly) freely in a quark-gluon plasma.

This is a joint press release of University Muenster and Heidelberg as well as the GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung in Darmstadt.

Then, in a phase transition, they combined and formed hadrons, among them the building blocks of atomic nuclei, protons and neutrons. In the current issue of...

Im Focus: Der Truck der Zukunft

Lastkraftwagen (Lkw) sind für den Gütertransport auch in den kommenden Jahrzehnten unverzichtbar. Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen der Technischen Universität München (TUM) und ihre Partner haben ein Konzept für den Truck der Zukunft erarbeitet. Dazu zählen die europaweite Zulassung für Lang-Lkw, der Diesel-Hybrid-Antrieb und eine multifunktionale Fahrerkabine.

Laut der Prognose des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur wird der Lkw-Güterverkehr bis 2030 im Vergleich zu 2010 um 39 Prozent steigen....

Im Focus: Extrem klein und schnell: Laser zündet heißes Plasma

Feuert man Lichtpulse aus einer extrem starken Laseranlage auf Materialproben, reißt das elektrische Feld des Lichts die Elektronen von den Atomkernen ab. Für Sekundenbruchteile entsteht ein Plasma. Dabei koppeln die Elektronen mit dem Laserlicht und erreichen beinahe Lichtgeschwindigkeit. Beim Herausfliegen aus der Materialprobe ziehen sie die Atomrümpfe (Ionen) hinter sich her. Um diesen komplexen Beschleunigungsprozess experimentell untersuchen zu können, haben Forscher aus dem Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) eine neuartige Diagnostik für innovative laserbasierte Teilchenbeschleuniger entwickelt. Ihre Ergebnisse erscheinen jetzt in der Fachzeitschrift „Physical Review X“.

„Unser Ziel ist ein ultrakompakter Beschleuniger für die Ionentherapie, also die Krebsbestrahlung mit geladenen Teilchen“, so der Physiker Dr. Thomas Kluge vom...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

4. BF21-Jahrestagung „Car Data – Telematik – Mobilität – Fahrerassistenzsysteme – Autonomes Fahren – eCall – Connected Car“

21.09.2018 | Veranstaltungen

Forum Additive Fertigung: So gelingt der Einstieg in den 3D-Druck

21.09.2018 | Veranstaltungen

12. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

20.09.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Tiefseebergbau: Forschung zu Risiken und ökologischen Folgen geht weiter

21.09.2018 | Geowissenschaften

4. BF21-Jahrestagung „Car Data – Telematik – Mobilität – Fahrerassistenzsysteme – Autonomes Fahren – eCall – Connected Car“

21.09.2018 | Veranstaltungsnachrichten

Optimierungspotenziale bei Kaminöfen

21.09.2018 | Energie und Elektrotechnik

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics