Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Die umweltfreundlichere Beförderung mit Cyber-Autos

31.01.2006
Das kybernetische Beförderungsprojekt will den Verkehr von Cyber-Autos in europäischen Städten Wirklichkeit werden lassen.

Heutzutage liegt das Ziel zahlreicher Forschungsprojekte in der Entwicklung saubererer Technologien, die in den Alltag integriert werden können. Einer der für die Öffentlichkeit vielleicht interessantesten Punkte ist die mögliche Nutzung von Cyber-Autos für die tägliche Beförderung. Cyber-Autos sind Straßenfahrzeuge mit vollständig automatisierten Fahrfunktionen. Dank seines direkten On-Demand-Dienstes kann das Auto Passagiere aufnehmen und an deren gewünschtem Zielort absetzen. Da sie keinen Fahrer benötigen, können diese Fahrzeuge bedeutend kleiner als konventionelle gestaltet werden.

Die anfänglichen Arbeiten, die im Rahmen des kybernetischen Beförderungsprogramms zur Effizienz gegenwärtig genutzter öffentlicher Verkehrsmittel durchgeführt wurden, weisen darauf hin, dass durch die Nutzung privater Fahrzeuge in Bezug auf den Energieverbrauch pro Passagier je Kilometer nur sehr wenig erreicht wird. Daraufhin wurden Modelle entwickelt, die die möglichen Energieeinsparungen durch die Nutzung von Cyber-Autos abschätzen sollen. Diese belegten, dass kleine Cyber-Fahrzeuge mit geringer Fahrgeschwindigkeit bedeutende Energieeinsparungen erzielen.

Außerdem wurde gezeigt, dass bestimmte Verfahren einen Kapazitätsanstieg ermöglichen und gleichzeitig die Sicherheit auf den Straßen erhöhen könnten. Darüber hinaus wurden auch Modelle optimierter Formen städtischer Verkehrsmittel beurteilt. Kapazitätsstarke, weniger häufige Fahrten wurden mit kapazitätsschwächeren, häufigeren Fahrten verglichen, und es wurden drei Modelle zur Beurteilung der Cyber-Beförderung erarbeitet. Bei allen betrachteten Modellen stellte sich heraus, dass kleinere Fahrzeuge beachtliche Einsparungen im Bereich der Beförderungseffizienz erbrachten.

Die Arbeit liefert eine theoretische Grundlage zu den Vorteilen der Nutzung von Cyber-Autos. Neben den Energieeinsparungen gäbe es eine Verminderung der Umweltverschmutzung, des Lärms und der Verkehrsbelastung. Für viele europäische Städte wäre dies von großem Vorteil, da der Verkehr dort unerträgliche Außmaße angenommen hat. Ein weiterer wichtiger Aspekt des Cyber-Autos ist der, dass den Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen nicht selbstständig im Nahverkehr pendeln können, neue Möglichkeiten eröffnet werden.

| ctm
Weitere Informationen:
http://www.cordis.lu

Weitere Berichte zu: Energieeinsparung Verkehrsmittel

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Automotive:

nachricht Autonomes Fahren: Das hörende Auto der Zukunft
03.02.2020 | Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie IDMT

nachricht Innovatives Leichtbaukonzept im Fahrzeugbau für weniger Emissonen
13.12.2019 | Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von Guericke“ e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Automotive >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Den Regen für Hydrovoltaik nutzen

Wassertropfen, die auf Oberflächen fallen oder über sie gleiten, können Spuren elektrischer Ladung hinterlassen, so dass sich die Tropfen selbst aufladen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Polymerforschung (MPI-P) in Mainz haben dieses Phänomen, das uns auch in unserem Alltag begleitet, nun detailliert untersucht. Sie entwickelten eine Methode zur Quantifizierung der Ladungserzeugung und entwickelten zusätzlich ein theoretisches Modell zum besseren Verständnis. Nach Ansicht der Wissenschaftler könnte der beobachtete Effekt eine Möglichkeit zur Energieerzeugung und ein wichtiger Baustein zum Verständnis der Reibungselektrizität sein.

Wassertropfen, die über nicht leitende Oberflächen gleiten, sind überall in unserem Leben zu finden: Vom Tropfen einer Kaffeemaschine über eine Dusche bis hin...

Im Focus: Harnessing the rain for hydrovoltaics

Drops of water falling on or sliding over surfaces may leave behind traces of electrical charge, causing the drops to charge themselves. Scientists at the Max Planck Institute for Polymer Research (MPI-P) in Mainz have now begun a detailed investigation into this phenomenon that accompanies us in every-day life. They developed a method to quantify the charge generation and additionally created a theoretical model to aid understanding. According to the scientists, the observed effect could be a source of generated power and an important building block for understanding frictional electricity.

Water drops sliding over non-conducting surfaces can be found everywhere in our lives: From the dripping of a coffee machine, to a rinse in the shower, to an...

Im Focus: Quantenimaging: Unsichtbares sichtbar machen

Verschränkte Lichtteilchen lassen sich nutzen, um Bildgebungs- und Messverfahren zu verbessern. Ein Forscherteam am Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik IOF in Jena hat eine Quantenimaging-Lösung entwickelt, die in extremen Spektralbereichen und mit weniger Licht genaueste Einblicke in Gewebeproben ermöglichen kann.

Optische Analyseverfahren wie Mikroskopie und Spektroskopie sind in sichtbaren Wellenlängenbereichen schon äußerst effizient. Doch im Infrarot- oder...

Im Focus: Sensationsfund: Spuren eines Regenwaldes in der Westantarktis

90 Millionen Jahre alter Waldboden belegt unerwartet warmes Südpol-Klima in der Kreidezeit

Ein internationales Forscherteam unter Leitung von Geowissenschaftlern des Alfred-Wegener-Institutes, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI)...

Im Focus: A sensational discovery: Traces of rainforests in West Antarctica

90 million-year-old forest soil provides unexpected evidence for exceptionally warm climate near the South Pole in the Cretaceous

An international team of researchers led by geoscientists from the Alfred Wegener Institute, Helmholtz Centre for Polar and Marine Research (AWI) have now...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Interdisziplinärer Austausch zum Design elektrochemischer Reaktoren

03.04.2020 | Veranstaltungen

13. »AKL – International Laser Technology Congress«: 4.–6. Mai 2022 in Aachen – Lasertechnik Live bereits früher!

02.04.2020 | Veranstaltungen

Europäischer Rheumatologenkongress EULAR 2020 wird zum Online-Kongress

30.03.2020 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Erste SARS-CoV-2-Genome aus Österreich veröffentlicht

03.04.2020 | Biowissenschaften Chemie

Projekt »Lade-PV« gestartet: Fahrzeugintegrierte PV für Elektro-Nutzfahrzeuge

03.04.2020 | Energie und Elektrotechnik

Interdisziplinärer Austausch zum Design elektrochemischer Reaktoren

03.04.2020 | Veranstaltungsnachrichten

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics