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Neues Messfahrzeug für die Fahrzeugtechnik

14.12.2010
Mit Unterstützung der Daimler AG, Stuttgart, hat die Hochschule Ulm für ihre Fakultät Maschinenbau und Fahrzeugtechnik ein Fahrzeug des Typs Vito 115 CDI erworben.

Der Kleinbus wird ausschließlich als Messfahrzeug für die Ausbildung der Studierenden eingesetzt werden und deshalb mit neuester Fahrzeugelektronik ausgestattet sein. Im Mittelpunkt seines Einsatzes stehen dabei Analysen zum Verhalten des Fahrzeugs im realen Verkehr unter verschiedensten Einsatzbedingungen.

Der Vito ersetzt ein bisheriges Fahrzeug, das sowohl Transportzwecken als auch für Messungen gedient hatte. Nunmehr muss die sensible Messtechnik nicht mehr ein- und ausgebaut werden, da das neue Fahrzeug allein für Studium und Lehre zur Verfügung steht. Zur Messtechnik gehören beispielsweise CAN-Bus, Dehnmess-Streifen, Beschleunigungssensoren, Video sowie GPS-Sensorik.

Wichtige Zustandsgrößen des Motors wie Drehmoment, Drehzahl, Einspritzmenge, Temperaturen und Daten des Getriebes, Gangstellung, Druck und Temperatur werden erfasst. Selbst der Fahrer wird nicht ausgenommen. An seinem Helm werden sich Beschleunigungssensoren befinden, mit denen sich die Schwingbelastung messen lässt. Die so gewonnenen Daten erlauben es, sich detailliert mit dem Zustand des Fahrzeugs zu befassen und Analysen bezüglich Verbrauch, Lebensdauer, Komfort und Umweltbelastung vorzunehmen.

Professor Dr.-Ing. Günter Willmerding, der auf diesem Gebiet seit langem internationale Anerkennung genießt, ist überzeugt, dass eine solche ganzheitliche Betrachtung eines Fahrzeugs den angehenden Ingenieuren der Fahrzeugtechnik wichtige Einblicke in die Abhängigkeiten einzelner Parameter vermittelt.

Die Studierenden werden in folgende Untersuchungen eingebunden: Messungen des Verkehrsflusses, Bestimmung von Rollwiderstand und Luftwiderstand durch Ausrollversuche bei Kraftfahrzeugen sowie die Ermittlung der Präzision von Positionsbestimmungen durch GPS. Ganz aktuell hat ein Student gerade die Messdatenerfassung bei Schleppversuchen mit dem Airbus A380 auf dem Züricher Flughafen abgeschlossen.

Dr. Ingrid Horn | idw
Weitere Informationen:
http://www.hs-ulm.de

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