Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Innovatives Touchscreen-Display für das untere Fahrzeugsegment / Weniger Knöpfe - mehr Komfort

26.10.2006
Johnson Controls, eines der weltweit führenden Unternehmen in der automobilen Innenausstattung und Elektronik sowie für Batterien, reduziert mit einem innovativen monochromen Touchscreen-Display die Komplexität von Fahrzeuginnenräumen - und ermöglicht dadurch ein intuitives Bedienen. Die kosteneffiziente, einfach zu integrierende Technologie kommt ohne zusätzliche Folien aus.

Die wachsende Anzahl an Funktionen und ihre dazugehörenden Bedienelemente stellen Designer und Ergonomen vor eine zunehmend schwieriger zu lösende Aufgabe. Zwar gelten die Komfort-, Informations- und Unterhaltungseinrichtungen als eine Möglichkeit, die Innenräume aufzuwerten und zu individualisieren. Doch der Einbauraum in Griffweite von Fahrer und Beifahrer ist begrenzt.

Abhilfe können Touchscreen-Displays schaffen, deren Informations- und Bedieneinheit in einem Bauteil integriert sind. Doch diese aus vielen anderen Anwendungsbereichen bekannte Technologie führt - mit Ausnahme einzelner Navigationssysteme - im Automobilbau bislang eher ein Schattendasein. Johnson Controls ist mit über fünf Millionen produzierten Displays pro Jahr einer der führenden großen Anbieter rund um Fahrerinformationssysteme. Das Unternehmen entwickelte eine neue Technologie, die den Einsatz von Touchscreen-Displays im automobilen Innenraum ermöglicht.

Kosteneffizienz durch das Einsparen von Folien

Anders als bisherige Touchscreens kommt die Innovation ohne aufwendige Folienbeschichtungen des Displayglases aus. Stattdessen wird in einer Weiterentwicklung der klassischen LCD-Technik (LCD = Liquid Crystal Display) die Sensorik direkt in das Glas integriert. Ein spezielles Layout des LCD verfügt dabei über mehrere Bereiche, mit deren Hilfe die jeweilige Fingerposition durch eine kapazitive Messung detektiert werden kann. Zudem verfügen folienfreie Displays über weitere Vorteile: Sie sind deutlich kosteneffizienter als andere Touch-Display-Technologien und darüber hinaus kontrastreich. Überdies reduziert die Integration von Informations- und Bedienfunktion in einem Bauelement die Zahl der Bedienelemente im Cockpit. Dies verringert die Komplexität und führt gleichzeitig zu mehr Freiheit beim Innenraumdesign.

Klimabedieneinheit als Prototyp

Als erstes Anwendungsbeispiel der neuen Technik, die bereits für monochrome Displays verfügbar ist, realisierte das Unternehmen eine Klimabedieneinheit, die nur sehr wenig Bauraum beansprucht. Das Touchscreen-Display erlaubt alle herkömmlichen Bedienfunktionen und spart gleichzeitig rund 20 mechanische Tasten und Knöpfe. Umfangreiche Tests und Validierungen anhand des Prototypen bestätigten zwischenzeitlich die Tauglichkeit der Technologie auch im thermisch anspruchsvollen Umfeld eines Fahrzeuginnenraums.

"Die neuen Touchscreens haben das Potenzial, auch in den unteren und mittleren Fahrzeugsegmenten neue Informations- und Bedientechnologien einzuführen", sagte Thomas Patzelt, Vice President and General Manager Electronics Europe bei Johnson Controls. Dies unterstreicht einmal mehr das Selbstverständnis des Unternehmens, als innovativer Partner der Automobilindustrie selbstständig Problemlösungen zu erarbeiten und anzubieten. Erste Serienanwendungen der neuen Touchscreens könnten bis 2009 verwirklicht werden.

Johnson Controls ist ein weltweit führendes Unternehmen für Innenausstattung, Gebäudeeffizienz und Energielösungen mit 136.000 Mitarbeitern an mehr als 1.000 Standorten und Kunden in über 125 Ländern. Das Unternehmen liefert innovative automobile Innenräume, die für mehr Fahrkomfort, Sicherheit und Fahrvergnügen sorgen. Für Gebäude bietet es Produkte und Dienstleistungen zur Optimierung des Energieverbrauchs sowie zur Verbesserung von Komfort und Sicherheit an. Das Produktportfolio für den Automobilbereich umfasst bei Johnson Controls Sitzsysteme, Instrumententafeln/Cockpits, Tür- und Dachhimmelsysteme, Innenraumelektronik und elektrisches Energiema-nagement. Darüber hinaus liefert das Unternehmen auch Batterien für Kraftfahrzeuge und Hybridfahrzeuge und verfügt über Kompetenzen in den Bereichen Systemtechnik und Service. Johnson Controls (NYSE: JCI) wurde 1885 gegründet und hat seinen Firmensitz in Milwaukee, Wisconsin. Die Europazentrale befindet sich in Burscheid, Deutschland.

Astrid Schafmeister | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.johnsoncontrols.com

Weitere Berichte zu: Fahrzeugsegment Touchscreen-Display

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Automotive:

nachricht Wichtige Schritte auf dem Weg zum automatisierten Fahren
29.03.2018 | Universität Bremen

nachricht Es wird noch heller: Innovative Leuchten in der Automobilindustrie
28.03.2018 | Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Automotive >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wie Magnetismus entsteht: Elektronen stärker verbunden als gedacht

Wieso sind manche Metalle magnetisch? Diese einfache Frage ist wissenschaftlich gar nicht so leicht fundiert zu beantworten. Das zeigt eine aktuelle Arbeit von Wissenschaftlern des Forschungszentrums Jülich und der Universität Halle. Den Forschern ist es zum ersten Mal gelungen, in einem magnetischen Material, in diesem Fall Kobalt, die Wechselwirkung zwischen einzelnen Elektronen sichtbar zu machen, die letztlich zur Ausbildung der magnetischen Eigenschaften führt. Damit sind erstmals genaue Einblicke in den elektronischen Ursprung des Magnetismus möglich, die vorher nur auf theoretischem Weg zugänglich waren.

Für ihre Untersuchung nutzten die Forscher ein spezielles Elektronenmikroskop, das das Forschungszentrum Jülich am Elettra-Speicherring im italienischen Triest...

Im Focus: Erstmals gemessen: Wie lange dauert ein Quantensprung?

Mit Hilfe ausgeklügelter Experimente und Berechnungen der TU Wien ist es erstmals gelungen, die Dauer des berühmten photoelektrischen Effekts zu messen.

Es war eines der entscheidenden Experimente für die Quantenphysik: Wenn Licht auf bestimmte Materialien fällt, werden Elektronen aus der Oberfläche...

Im Focus: Scientists present new observations to understand the phase transition in quantum chromodynamics

The building blocks of matter in our universe were formed in the first 10 microseconds of its existence, according to the currently accepted scientific picture. After the Big Bang about 13.7 billion years ago, matter consisted mainly of quarks and gluons, two types of elementary particles whose interactions are governed by quantum chromodynamics (QCD), the theory of strong interaction. In the early universe, these particles moved (nearly) freely in a quark-gluon plasma.

This is a joint press release of University Muenster and Heidelberg as well as the GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung in Darmstadt.

Then, in a phase transition, they combined and formed hadrons, among them the building blocks of atomic nuclei, protons and neutrons. In the current issue of...

Im Focus: Der Truck der Zukunft

Lastkraftwagen (Lkw) sind für den Gütertransport auch in den kommenden Jahrzehnten unverzichtbar. Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen der Technischen Universität München (TUM) und ihre Partner haben ein Konzept für den Truck der Zukunft erarbeitet. Dazu zählen die europaweite Zulassung für Lang-Lkw, der Diesel-Hybrid-Antrieb und eine multifunktionale Fahrerkabine.

Laut der Prognose des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur wird der Lkw-Güterverkehr bis 2030 im Vergleich zu 2010 um 39 Prozent steigen....

Im Focus: Extrem klein und schnell: Laser zündet heißes Plasma

Feuert man Lichtpulse aus einer extrem starken Laseranlage auf Materialproben, reißt das elektrische Feld des Lichts die Elektronen von den Atomkernen ab. Für Sekundenbruchteile entsteht ein Plasma. Dabei koppeln die Elektronen mit dem Laserlicht und erreichen beinahe Lichtgeschwindigkeit. Beim Herausfliegen aus der Materialprobe ziehen sie die Atomrümpfe (Ionen) hinter sich her. Um diesen komplexen Beschleunigungsprozess experimentell untersuchen zu können, haben Forscher aus dem Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) eine neuartige Diagnostik für innovative laserbasierte Teilchenbeschleuniger entwickelt. Ihre Ergebnisse erscheinen jetzt in der Fachzeitschrift „Physical Review X“.

„Unser Ziel ist ein ultrakompakter Beschleuniger für die Ionentherapie, also die Krebsbestrahlung mit geladenen Teilchen“, so der Physiker Dr. Thomas Kluge vom...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

4. BF21-Jahrestagung „Car Data – Telematik – Mobilität – Fahrerassistenzsysteme – Autonomes Fahren – eCall – Connected Car“

21.09.2018 | Veranstaltungen

Forum Additive Fertigung: So gelingt der Einstieg in den 3D-Druck

21.09.2018 | Veranstaltungen

12. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

20.09.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Neue CBMC-Geräteschutzschaltervarianten

22.09.2018 | Energie und Elektrotechnik

ISO-27001-Zertifikat für die GFOS mbH und die GFOS Technologieberatung GmbH

21.09.2018 | Unternehmensmeldung

Kundenindividuelle Steckverbinder online konfigurieren und bestellen

21.09.2018 | Energie und Elektrotechnik

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics