Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Innovativer Kraftstoff verringert Diesel-Geräusche - Weltweit höchste Cetanzahl sorgt für exzellente Zündwilligkeit

30.10.2001


Der Dieselpreis in Deutschland erreichte im Oktober sein bisheriges Jahrestief. © Aral, 10/2001


Das neue Aral SuperDiesel lässt Dieselmotoren leiser laufen denn je. Ab 31. Oktober ist die neue Kraftstoff-Qualität an allen Aral-Tankstellen erhältlich.

Dank neuer Zusatzstoffe (Additive) ist der Kraftstoff zündwilliger als andere Dieselkraftstoffe und verbrennt deshalb leiser. Ausschlaggebend für den Akustik-Fortschritt der neuen Aral-Diesel-Qualität ist eine deutliche Erhöhung der Cetanzahl. Sie ist das Maß für die Zündwilligkeit des Dieselkraftstoffs. Als Faustformel gilt: Je höher die Cetanzahl, desto eher entzündet sich der Dieselkraftstoff selbst, der Druckanstieg im Zylinder verläuft weniger abrupt, die Verbrennung ist "weicher" und somit auch leiser.

Der neue Aral-Kraftstoff weist das weltweit höchste garantierte Cetanzahlniveau von über 55 auf. Somit erfüllt Aral als einzige Mineralölgesellschaft die Anforderungen der Vereinigung der weltweiten Automobilhersteller. Die derzeit vom Gesetzgeber geforderte Mindest-Cetanzahl beträgt nur 51 Cetan (EU-Norm).

Mit ihrem leiseren SuperDiesel hat die Aral-Forschung einen neuen Meilenstein in der Qualität für Dieselkraftstoffe gesetzt, zumal es Aral nicht nur bei der Erhöhung der Cetanzahl belassen hat. Der neue Kraftstoff verbrennt nicht nur leiser, sondern er ist auch schwefelarm. Deutlicher Vorteil für die Umwelt: dadurch verringert sich die Rauch- und Partikelemission im Straßenverkehr erheblich.

Technische Hintergrund-Informationen

Untersuchungen auf Motorprüfständen der Aral-Forschung, aber auch Versuche der Fahrzeugindustrie belegen: Der neue Aral-Kraftstoff verringert den Schalldruck von Dieselmotoren bei niedrigen Drehzahlen um bis zu 3 dB(A). Dies ist für das menschliche Ohr als Geräuschminderung deutlich wahrnehmbar. Aber auch bei höheren Drehzahlen verringern sich die Geräuschemissionen der Selbstzünder-Motoren noch um etwa 1 dB(A). Die Abkürzung dB(A) wird als relative Maßeinheit zur Charakterisierung von Schallquellen benutzt.

Die Anforderungen der Vereinigung der weltweiten Automobilhersteller an die Zündwilligkeit und damit an ein optimales Start- und Verbrennungsverhalten des Dieselkraftstoffs sind niedergelegt in der World-Wide Fuel Charter.

Der neue Aral SuperDiesel ist mit weniger als 50 ppm schwefelarm und unterschreitet damit deutlich die nach Norm erlaubten 350 ppm Schwefel.

Hintergrund-Informationen: Dieselmarkt in Deutschland

Diesel überholt Benzin

In Deutschland boomt der Markt für Dieselkraftstoffe. Bereits im Jahr 2000 überflügelte der Dieselverbrauch mit 28,9 Millionen Tonnen erstmals den Benzinkonsum (28,8 Millionen Tonnen). 75 Prozent des Dieselkraftstoffs fließt durch die Tanks von Lkw, Omnibussen und Traktoren. Dank der stürmischen technischen Fortschritte bei den Diesel-Direkteinspritzern (TDI, DTI, CDI, HDI, TDCI) setzt sich der Trend zum sparsamen Selbstzünder auch bei den Pkw unaufhaltsam fort. In diesem Jahr hat hierzulande bereits jeder dritte Neuwagen ein Dieselaggregat unter der Motorhaube. Märkte wie Frankreich und Österreich zeigen, dass diese Entwicklung noch weiter gehen kann. Dort liegen die Dieselraten bei Neufahrzeugen bei 50 und bei fast 60 Prozent.

Top-Automarken liegen vorne

Hierzulande geben insbesondere die technisch anspruchsvollen Fahrzeugmarken den Ton an: Audi hat es im ersten Halbjahr 2001 als erster Hersteller geschafft, in Deutschland mehrheitlich Diesel-Autos zu verkaufen (52,7 Prozent). VW weist eine inländische Diesel-Quote von 45,2 Prozent vor, dicht gefolgt von Daimler-Chrysler mit 43 und BMW mit 37,2 Prozent.

Bemerkenswert ist die Verbreitung der Diesel-Aggregate im Topsegment. Im ersten Halbjahr 2001 hatten 52 Prozent aller in Deutschland zugelassenen Siebener-BMW keinen Ottomotor mehr unter der Haube, sondern Sechs- oder Achtzylinder-Diesel. Bei der Mercedes-Benz E-Klasse liegt der Dieselanteil bei 63 Prozent, beim Audi A6 sogar bei 70 Prozent. Auch bei den modernen Großraumlimosinen dominieren die Selbstzünder: Der Zulassungsanteil von Diesel liegt beim Renault Espace bei 58 Prozent, beim Chrysler Voyager bei 63 Prozent, beim VW Sharan bei 79 Prozent und beim Seat Alhambra sogar bei stolzen 91 Prozent.

Kleinwagen folgen dem Diesel-Trend

Insbesondere weil Opel und Ford sowie die fernöstlichen Automobilproduzenten dem Trend zum Diesel erst später gefolgt sind, beginnen die Stückzahlen der Selbstzünder-Fahrzeuge im Segment der Kleinwagen erst jetzt zu steigen. Auch deshalb wird sich der Zulassungs-Boom bei den Dieseln erst in einigen Jahren deutlich in den Auto-Bestandszahlen niederschlagen.

Insgesamt waren am 1. Juli 2001 nach Angaben des KBA hierzulande 44,3 Millionen Pkw zugelassen, davon 6,7 Millionen mit Dieselmotor - das entspricht 15,1 Prozent. Ihre Zahl wird weiter wachsen. Aral prognostiziert einen Bestand von 9,3 Millionen Diesel-Pkw im Jahr 2005.

Aral beliebt bei Diesel-Neuwagenkäufern

In Sachen Dieselkraftstoff genießt Aral unter den Mineralölherstellern in Deutschland eine Ausnahmestellung. Eine Befragung von 550 Diesel-Neuwagenkäufern im Frühjahr 2001 durch das renommierte Mafo-Institut, Schwalbach, kam zu dem Ergebnis, dass die blaue Marke das mit Abstand beste Diesel-Image aller Kraftstoffmarken hat. Für 28 Prozent aller befragten Diesel-Neuwagenkäufer ist Aral die mit Abstand am häufigsten angefahrene Tankstelle.

Ulrich Winkler | ots
Weitere Informationen:
http://www.aral.de

Weitere Berichte zu: Cetanzahl Dieselkraftstoff Dieselmotor Zündwilligkeit

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Automotive:

nachricht Wichtige Schritte auf dem Weg zum automatisierten Fahren
29.03.2018 | Universität Bremen

nachricht Es wird noch heller: Innovative Leuchten in der Automobilindustrie
28.03.2018 | Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Automotive >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Leichter abheben: Fraunhofer LBF entwickelt Flugzeugrad aus Faser-Kunststoff-Verbund

Noch mehr Reichweite oder noch mehr Nutzlast - das wünschen sich Fluggesellschaften für ihre Flugzeuge. Wegen ihrer hohen spezifischen Steifigkeiten und Festigkeiten kommen daher zunehmend leichte Faser-Kunststoff-Verbunde zum Einsatz. Bei Rümpfen oder Tragflächen sind permanent Innovationen in diese Richtung zu beobachten. Um dieses Innovationsfeld auch für Flugzeugräder zu erschließen, hat das Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF jetzt ein neues EU-Forschungsvorhaben gestartet. Ziel ist die Entwicklung eines ersten CFK-Bugrads für einen Airbus A320. Dabei wollen die Forscher ein Leichtbaupotential von bis zu 40 Prozent aufzeigen.

Faser-Kunststoff-Verbunde sind in der Luftfahrt bei zahlreichen Bauteilen bereits das Material der Wahl. So liegt beim Airbus A380 der Anteil an...

Im Focus: IT-Sicherheit beim autonomen Fahren

FH St. Pölten entwickelt neue Methode für sicheren Informationsaustausch zwischen Fahrzeugen mittels Funkdaten

Neue technische Errungenschaften wie das Internet der Dinge oder die direkte drahtlose Kommunikation zwischen Objekten erhöhen den Bedarf an effizienter...

Im Focus: Innovative Handprothesensteuerung besteht Alltagstest

Selbstlernende Steuerung für Handprothesen entwickelt. Neues Verfahren lässt Patienten natürlichere Bewegungen gleichzeitig in zwei Achsen durchführen. Forscher der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) veröffentlichen Studie im Wissenschaftsmagazin „Science Robotics“ vom 20. Juni 2018.

Motorisierte Handprothesen sind mittlerweile Stand der Technik bei der Versorgung von Amputationen an der oberen Extremität. Bislang erlauben sie allerdings...

Im Focus: Temperaturgesteuerte Faser-Lichtquelle mit flüssigem Kern

Die moderne medizinische Bildgebung und neue spektroskopische Verfahren benötigen faserbasierte Lichtquellen, die breitbandiges Laserlicht im nahen und mittleren Infrarotbereich erzeugen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Photonische Technologien Jena (Leibniz-IPHT) zeigen in einer aktuellen Veröffentlichung im renommierten Fachblatt Optica, dass sie die optischen Eigenschaften flüssigkeitsgefüllter Fasern und damit die Bandbreite des Laserlichts gezielt über die Umgebungstemperatur steuern können.

Das Besondere an den untersuchten Fasern ist ihr Kern. Er ist mit Kohlenstoffdisulfid gefüllt - einer flüssigen chemischen Verbindung mit hoher optischer...

Im Focus: Temperature-controlled fiber-optic light source with liquid core

In a recent publication in the renowned journal Optica, scientists of Leibniz-Institute of Photonic Technology (Leibniz IPHT) in Jena showed that they can accurately control the optical properties of liquid-core fiber lasers and therefore their spectral band width by temperature and pressure tuning.

Already last year, the researchers provided experimental proof of a new dynamic of hybrid solitons– temporally and spectrally stationary light waves resulting...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Leben im Plastikzeitalter: Wie ist ein nachhaltiger Umgang mit Plastik möglich?

21.06.2018 | Veranstaltungen

Kongress BIO-raffiniert X – Neue Wege in der Nutzung biogener Rohstoffe?

21.06.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen im August 2018

20.06.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Leichter abheben: Fraunhofer LBF entwickelt Flugzeugrad aus Faser-Kunststoff-Verbund

22.06.2018 | Materialwissenschaften

Lernen und gleichzeitig Gutes tun? Baufritz macht‘s möglich!

22.06.2018 | Unternehmensmeldung

GFOS und skip Institut entwickeln gemeinsam Prototyp für Augmented Reality App für die Produktion

22.06.2018 | Unternehmensmeldung

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics