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Infrarot Wärme zahlt sich aus

03.06.2005


Infrarot-Strahler von Heraeus Noblelight helfen bei der Produktion von Airbags


Infrarot-Wärme trocknet Silikonbeschichtungen auf Kunststoffgeweben optimal und sorgt so dafür, dass sich ein Airbag im Notfall schnell entfaltet.

Carbon Infrarot-Strahler von Heraeus Noblelight, ein Unternehmen des weltweit tätigen Edelmetall- und Technologiekonzerns Heraeus, helfen der britischen Firma Airbag International die Ausschussrate bei der Produktion von Airbags signifikant zu reduzieren. Durch den Einsatz der mittelwelligen Carbon Strahler wird die Erwärmung des Airbag-Gewebes so effizient gelöst, dass sich die Anlage bereits nach dem Beschichten der zehnten Rolle Gewebe bezahlt macht.


Airbags International in Großbritannien stellt Airbags und andere Sicherheitsmaterialien aus Nylon 66 her. Eine Beschichtung mit Silikon macht die Oberfläche gleitfähiger und bewirkt, dass sich das Material später im Bruchteil einer Sekunde entfalten kann. Nylon 66 ist jedoch hygroskopisch, zieht also Wasser aus der Umgebung an und kann einen Feuchtigkeitsgehalt zwischen 3 und 5 % erreichen. Diese Feuchtigkeit muss vor der Beschichtung unbedingt reduziert werden, um eine gute Haftung des Silikons und eine optimale Oberflächenqualität des Gewebes sicher zu stellen.

Die dabei erforderlichen Trocknungs- und Vorwärmprozesse werden mit Carbon Infrarot-Systemen von Heraeus Noblelight gelöst, die individuell gesteuert und geregelt werden. Optische Pyrometer messen die Oberflächentemperatur des Gewebes und danach wird über einen Regler die Leistung der Infrarot-Strahler genau so eingestellt, dass das Material optimal trocknet, ohne dabei Hitzeschäden zu erleiden.

Mark Smith, Projektingenieur bei Airbags International, ist begeistert: „Das Infrarot-Modul benötigt wenig zusätzlichen Platz und konnte sehr leicht in die Beschichtungsanlage nachgerüstet werden. Weil die mittelwellige Infrarot-Strahlung Wasser schneller als das Gewebe erwärmt, beobachten wir keine Brandschäden, wie dies bei anderen Trocknungssystemen möglich gewesen wäre. Und die schnelle Reaktionszeit der Carbon Strahler stellt sicher, dass es auch im Falle eines möglichen Bandstopps keine Schäden im beschichteten Gewebe geben wird.“

Optimal vorgetrocknete Gewebe reduzieren die Ausschussrate spürbar. Es hat sich gezeigt, dass durch Ausrüstung mit Infrarot-Strahlern die Erwärmung des Airbag-Gewebes so effizient gelöst wird, dass sich der Einbau der Anlage bereits nach dem Beschichten der zehnten Rolle Gewebe auszahlt.

Die Infrarot-Wärme hat sich bei der Trocknung von Beschichtungen bereits bewährt und es ist bekannt, dass die Wellenlänge der Infrarot-Strahlung einen erheblichen Einfluss auf die Trocknung hat. Wasser verdunstet durch eine Bestrahlung mit mittelwelligen Infrarot-Strahlern besonders schnell. Grund dafür ist, dass mittelwellige Strahlung in Wasser sehr gut absorbiert und dann direkt in Wärme umgesetzt wird. Genau für den mittelwelligen Bereich wurden bei Heraeus die Carbon-Strahler CIR entwickelt.

Infrarot-Strahler reagieren innerhalb von Sekunden, das macht die Wärme schaltbar. So kann auf zeitraubende Vorwärmzeiten verzichtet werden und es wird möglich, Temperaturprofile während des Prozesses zu verwirklichen.

Infrarot-Strahler aus Quarzglas sind häufig konventionellen Methoden wie der Heißluft und Dampf überlegen, denn sie können durch Wellenlänge, Form und Leistung exakt auf Produkt und Prozess abgestimmt werden.

Heraeus Noblelight bietet die gesamte Palette der Infrarot-Strahlung vom nahen Infrarot NIR bis zur mittelwelligen Carbon Technologie CIR, führt Versuche mit den Materialien durch und berät bei der Auswahl der optimalen Strahler für den jeweiligen Prozess.

Rudolf Lembke | Heraeus Noblelight GmbH
Weitere Informationen:
http://www.heraeus-noblelight.com
http://www.heraeus.com

Weitere Berichte zu: Airbag Beschichtung Carbon Infrarot-Strahlung

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