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Elektroauto "Girasole" startet in Japan durch

26.01.2007
Käufern winken staatliche Zuschüsse

Die Firma Start Lab mit Sitz in Garbagnate Milanese hat in Tokio das ausschließlich mit italienischem Know-how entwickelte Elektroauto "Girasole" vorgestellt.

In Kooperation mit dem Autoimporteur Yoshio Takaoka soll das 2,34 Meter lange und 1,51 Meter breite Microcar umweltbewusste Japaner für sich gewinnen. Um auf dem von den einheimischen Herstellern mit Ökofahrzeugen verwöhnten japanischen Markt zugelassen zu werden, hat der in Italien als Vierrad geltende Winzling auch anspruchsvolle Crashtests bestehen müssen.

Takaoka spricht von einem Verkaufsvolumen von zunächst 1.000 Einheiten im Jahr. Bei einem Preis von 2,6 Mio. Yen (etwa 16.000 Euro) winken Vergünstigungen in Form von staatlichen Zuschüssen zwischen 700.000 und einer Mio. Yen.

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Das in Italien wegen seiner Zulassung mit 45 km/h Höchstgeschwindigkeit ohne Führerschein fahrbare, bisher rund 400 Mal verkaufte Zero-Emission-Fahrzeug wird im italienischen Handel neben der Normalausführung ("Street") auch als offene Version für Transportzwecke ("Hobby & Work") und für den Einsatz auf Sportplätzen ("Golf") angeboten. Der auf vier Kilowatt Leistung ausgelegte Elektromotor hat pro Batterieladung eine Reichweite von durchschnittlich 70 Kilometern. In sieben bis acht Stunden kann der aus vier 12 Volt 100 Ah- Zellen bestehende Akku über jede 220 Volt-Steckdose aufgeladen werden.

"Bei den für den japanischen Markt bestimmten Modellen werden von der chinesischen Thundersky gebaute Hightech-Batterien eingesetzt. Dadurch verdoppelt sich die Reichweite auf 120 Kilometer," erklärt Firmengründer und -direktor Maurizio Tomaselli . "Japanische Autofahrer dürfen wegen der anders lautenden Bestimmungen den 490 kg schweren Winzling bis auf 65 km/h beschleunigen. Dazu trägt auch unsere Leichtbauweise bei: Das Fahrgestell ist aus einer Aluminiumlegierung und die Karosserie aus ABS gefertigt." In Italien ist das Ökofahrzeug fünf Jahre lang von der Kfz-Steuer befreit und kommt außerdem in den Genuss eines fünfzigprozentigen Preisabschlages bei der Haftpflicht.

Ohne Unternehmenserfahrung hatte der am Mailänder Polytechnikum studierte 44-jährige Ingenieur 1998 zusammen mit seinem Partner, dem Autodesigner Diego Della Rosa, den Weg in das industrielle Abenteuer angetreten. Angesichts der bevorstehenden Marktauftritts in Japan wird die Start Lab in Kürze eine neue Fabrik in Garbagnate einweihen und die Produktionsniederlassung in Pont St. Martin (Aostatal) auf volle Kapazität hochfahren. Doch Tomaselli blickt bereits in eine neue Dimension: Künftig soll der Girasole auf Lizenz auch in Detroit montiert werden. Zwecks Kostensenkung ist außerdem die Schaffung eines Verbundes geplant, in dem auf Elektrofahrzeuge und Motorelektronik spezialisierte italienische Firmen zusammenarbeiten.

Harald Jung | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.startlab.it
http://www.fimea.it/cars/open

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