Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Auftrag: Digitale Fabrik - Mission: now possible

10.04.2006
Fraunhofer IITB auf der Hannover Messe
Halle 16, Stand D 16

Informationstechnik ist seit langem aus der Automobilfertigung nicht mehr wegzudenken. Dabei ist es leicht vorstellbar, wie schnell Insellösungen entstehen, in denen Daten doppelt gehalten werden und die oft doppelte Funktionalitäten haben. In Zukunft kommt es entscheidend darauf an, existierende Softwarewerkzeuge miteinander zu verbinden, Doppelarbeit zu vermeiden und damit bares Geld zu sparen. Außerdem bringt die Verbindung von Software-Anwendungen eine neue Güte von Informationen, die vorher mühsam aus verschiedenen Systemen zusammengesucht werden mussten.

Informationstechnik ist seit langem aus der Automobilfertigung nicht mehr wegzudenken. Dabei ist es leicht vorstellbar, wie schnell Insellösungen entstehen, in denen Daten doppelt gehalten werden und die oft doppelte Funktionalitäten haben. In Zukunft kommt es entscheidend darauf an, existierende Softwarewerkzeuge miteinander zu verbinden, Doppelarbeit zu vermeiden und damit bares Geld zu sparen. Außerdem bringt die Verbindung von Software-Anwendungen eine neue Güte von Informationen, die vorher mühsam aus verschiedenen Systemen zusammengesucht werden mussten.

Dem Endprodukt darf man davon selbstverständlich nichts anmerken, der Kunde interessiert sich lediglich für die Qualität, die Zuverlässigkeit und den Preis seines neuen Fahrzeugs. Der Hersteller ist daher auf lückenlose Transparenz, Flexibilität und Nachvollziehbarkeit seiner Fertigungsprozesse angewiesen.

Entwickler des Fraunhofer-Instituts für Informations- und Datenverarbeitung (IITB) in Karlsruhe tüfteln an einem Produktionsleitsystem, das mit eigener "künstlichen Intelligenz" in Form von verbesserter Kommunikation der Produktionsanlagen untereinander ausgestattet ist:

Sie setzen dabei auf die Technologie der Software-Agenten; das sind kleine Softwaremodule, die in der Lage sind über ein Netzwerk Informationen untereinander auszutauschen und Aufträge selbsttätig abzuwickeln. it ProVis.Agent, dem ersten agentenbasierten Produktionsleitsystem speziell für den Einsatz in der Automobil- und Zulieferindustrie, ist dem Fraunhofer IITB damit ein Durchbruch gelungen. Software-Agenten sind eine viel versprechende Technologie, um Manufacturing Execution System- (MES-) Komponenten miteinander zu verbinden.

Die Agententechnologie ermöglicht es den Fahrzeugherstellern, existierende Einzelsysteme an das Produktionsleitsystem zu koppeln, z. B. Fahrzeugidentifikation, Werkerinformation, Logistiksysteme und Digitale Fabrik.

Damit der Leitwarten-Ingenieur die Vorgänge in der Fabrik komfortabel beobachten kann, haben die Fraunhofer Spezialisten auch ein Visualisierungs-Tool, ProVis.Visu, als weitere Echtzeitkomponente entwickelt. In komplexen automatisierten Produktionsprozessen ist es für die Anlagenführer, Meister oder Instandhalter schwierig, die Pufferstände sowie Zuliefer- und Abnahmestörungen auf den Anlagen vollständig im Blick zu haben. Die üblichen Bedien- und Beobachtungssysteme (SCADA-Systeme) bieten hierfür keine geeigneten Funktionalitäten. Bisher wird diese Aufgabe von erfahrenem Wartenpersonal bewältigt. Zunehmender Kostendruck in der Produktion führt jedoch dazu, dass personalintensive Zentralwarten dezentralisiert und auf ein Minimum reduziert werden müssen.

Der "Produktionsassistent" ProVis.PA berechnet, ausgehend von der aktuellen Situation bestehend aus Stückzahlen, Pufferständen, Produktionsziel und Arbeitszeitmodell, die Situation für die nächsten drei bis fünf Produktionsschichten. Bei zu erwartenden Produktionsproblemen informiert das System das zuständige Wartenpersonal.

Dazu bedient sich ProVis.PA derselben Visualisierung, die vom Wartenpersonal ohnehin genutzt wird, so dass der Benutzer mit seiner gewohnten Oberfläche arbeitet. Den aktuellen Prozesszustand und das Produktionsziel bezieht der "Produktions-Assistent" aus dem zugehörigen Produktionsleitsystem. ProVis.Agent basiert auf dem bewährten ProVis.NT, dem Leitsystem, das beispielsweise im Werk Bremen der Daimler-Chrysler AG zur Steuerung und Überwachung der Produktionsanlagen eingesetzt wird.

Ansprechpartner:
Dr.-Ing. Olaf Sauer, Leitsysteme
Fraunhofer IITB
olaf.sauer@iitb.fraunhofer.de
Telefon: +49 (0) 7 21 / 60 91 -4 77

Sibylle Wirth | idw
Weitere Informationen:
http://www.iitb.fraunhofer.de/?9357
http://www.iitb.fraunhofer.de/LTS

Weitere Berichte zu: Funktionalität ProVis Produktionsleitsystem

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Automotive:

nachricht Wichtige Schritte auf dem Weg zum automatisierten Fahren
29.03.2018 | Universität Bremen

nachricht Es wird noch heller: Innovative Leuchten in der Automobilindustrie
28.03.2018 | Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Automotive >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Kupfer-Aluminium-Superatom

Äußerlich sieht der Cluster aus 55 Kupfer- und Aluminiumatomen aus wie ein Kristall, chemisch hat er jedoch die Eigenschaften eines Atoms. Das hetero-metallische Superatom, das Chemikerinnen und Chemiker der Technischen Universität München (TUM) hergestellt haben, schafft die Voraussetzung für die Entwicklung neuer, kostengünstiger Katalysatoren.

Chemie kann teuer sein. Zum Reinigen von Abgasen beispielsweise benutzt man Platin. Das Edelmetall dient als Katalysator, der chemische Reaktionen...

Im Focus: Hygiene im Handumdrehen – mit neuem Netzwerk „CleanHand“

Das Fraunhofer FEP beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit der Entwicklung von Prozessen und Anlagen zur Reinigung, Sterilisation und Oberflächenmodifizierung. Zur Bündelung der Kompetenzen vieler Partner wurde im Mai 2018 das Netzwerk „CleanHand“ zur Entwicklung von Systemen und Technologien für saubere Oberflächen, Materialien und Gegenstände ins Leben gerufen. Als Partner von „CleanHand“ präsentiert das Fraunhofer FEP im Rahmen der Messe parts2clean, vom 23.-25. Oktober 2018, in Stuttgart, am Stand der Fraunhofer-Allianz Reinigungstechnik (Halle 5, Stand C31), das Netzwerk sowie aktuelle Forschungsschwerpunkte des Institutes im Bereich Hygiene und Reinigung.

Besonders um die Hauptreisezeiten gehen vermehrt Testberichte und Studien über die Reinheit von europäischen Raststätten, Hotelbetten und Freibädern durch die...

Im Focus: Hygiene at your fingertips with the new CleanHand Network

The Fraunhofer FEP has been involved in developing processes and equipment for cleaning, sterilization, and surface modification for decades. The CleanHand Network for development of systems and technologies to clean surfaces, materials, and objects was established in May 2018 to bundle the expertise of many partnering organizations. As a partner in the CleanHand Network, Fraunhofer FEP will present the Network and current research topics of the Institute in the field of hygiene and cleaning at the parts2clean trade fair, October 23-25, 2018 in Stuttgart, at the booth of the Fraunhofer Cleaning Technology Alliance (Hall 5, Booth C31).

Test reports and studies on the cleanliness of European motorway rest areas, hotel beds, and outdoor pools increasingly appear in the press, especially during...

Im Focus: Neue Therapien bei Gefäßerkrankungen

Auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Angiologie (DGA) vom 12. bis 15. September in Münster stellten Gefäßspezialisten aus ganz Deutschland die neuesten Therapien bei Gefäßerkrankungen vor. Vor allem in den Bereichen periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK) und venöse Verschlusskrankheiten wie die Tiefe Venenthrombose (TVT) gibt gute Neuigkeiten für die Patienten. Viele der 720 Gefäßspezialisten, die an der Jahrestagung teilnahmen, stellten neueste Studienergebnisse vor.

Millionen Menschen leiden in Deutschland unter Gefäßerkrankungen, allein rund fünf Millionen unter der „Schaufensterkrankheit“, medizinisch periphere...

Im Focus: Wie Magnetismus entsteht: Elektronen stärker verbunden als gedacht

Wieso sind manche Metalle magnetisch? Diese einfache Frage ist wissenschaftlich gar nicht so leicht fundiert zu beantworten. Das zeigt eine aktuelle Arbeit von Wissenschaftlern des Forschungszentrums Jülich und der Universität Halle. Den Forschern ist es zum ersten Mal gelungen, in einem magnetischen Material, in diesem Fall Kobalt, die Wechselwirkung zwischen einzelnen Elektronen sichtbar zu machen, die letztlich zur Ausbildung der magnetischen Eigenschaften führt. Damit sind erstmals genaue Einblicke in den elektronischen Ursprung des Magnetismus möglich, die vorher nur auf theoretischem Weg zugänglich waren.

Für ihre Untersuchung nutzten die Forscher ein spezielles Elektronenmikroskop, das das Forschungszentrum Jülich am Elettra-Speicherring im italienischen Triest...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Fachkonferenz "Automatisiertes und autonomes Fahren"

25.09.2018 | Veranstaltungen

4. BF21-Jahrestagung „Car Data – Telematik – Mobilität – Fahrerassistenzsysteme – Autonomes Fahren – eCall – Connected Car“

21.09.2018 | Veranstaltungen

Forum Additive Fertigung: So gelingt der Einstieg in den 3D-Druck

21.09.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Bisher unbekannter Mechanismus der Blut-Hirn-Schranke entdeckt

25.09.2018 | Biowissenschaften Chemie

Suche nach Grundwasser im Ozean - Neues deutsch-maltesisches Forschungsprojekt gestartet

25.09.2018 | Geowissenschaften

Auf dem Weg zur Prothese der Zukunft

25.09.2018 | Energie und Elektrotechnik

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics