Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Mit Wetterprognosen Gebäude automatisieren

07.04.2010
Unnötiges Heizen könnte dank Siemens-Wissenschaftlern schon bald der Vergangenheit angehören. Sie entwickeln ein System zur Gebäudeautomatisierung, das abhängig von der aktuellen Wetterlage und -prognosen das Raumklima reguliert – und damit viel Energie spart.

Die Technik wird in der Praxis erprobt: die neu eröffnete Monte-Rosa-Berghütte in der Schweiz wurde mit einem solchen System ausgestattet. Bereits jetzt ist absehbar, dass die Hütte bis zu einem Drittel Energiekosten einsparen wird.


Beim Heizen und Lüften geht viel Energie verloren – besonders dann, wenn zu viel geheizt und deshalb auch mehr gelüftet wird. Um das zu verhindern, hat Siemens Building Technologies ein Gebäudeautomationssystem entwickelt, das für ein angenehmes Raumklima sorgt. Abhängig von der aktuellen Wetterlage reguliert das System die Innentemperatur. Ist eine Kaltfront im Anmarsch fährt das System die Heizung hoch. Steigt die Außentemperatur, dreht es die Heizung herunter.

Bei der Monte-Rosa-Hütte funktioniert das System schon einwandfrei. Die auf 2883 Meter Höhe stehende Hütte versorgt sich autark mit Strom und Wasser. Dank des Gebäudeautomationssystems läuft dies besonders effizient ab. Mit einer Solaranlage erzeugt die Hütte ihren Strom. Reicht dieser mal nicht aus, springt ein mit Flüssiggas betriebenes Heizkraftwerk ein. Abhängig vom Wetter werden verschiedene Prozesse in der Hütte gestartet oder gestoppt, etwa das Heizen des Gebäudes und das Reinigen von Abwasser. Sind etwa Batterie und Abwassertank des Gebäudes halb voll und ist in nächster Zeit Sonnenschein angesagt, startet der Regler die Reinigung des Abwassers. Schlägt das Wetter um stoppt die Anlage die Wasseraufbereitung. So wird sichergestellt, dass die Batterie nicht unnötig entladen wird.

Die Hütte dient als Pilotprojekt. Die Erfahrungswerte, die mit ihr gesammelt werden, können als Grundlage für entsprechende Untersuchungen bei ganz anderen Gebäudetypen dienen. Ähnliche Systeme für Schulen, Krankenhäuser, aber auch effiziente Wohn- und Bürogebäude sind als nächster Schritt denkbar. (IN 2010.04.2)

Dr. Norbert Aschenbrenner | Siemens InnovationNews
Weitere Informationen:
http://www.siemens.de/innovation

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Architektur Bauwesen:

nachricht Ökologische Holz-Hybridbauweisen für den Geschossbau
22.02.2019 | Hochschule Augsburg - Hochschule für angewandte Wissenschaften

nachricht Smart Building: Weniger Energieverbrauch, mehr Komfort
20.02.2019 | Technologiestiftung Berlin

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Architektur Bauwesen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Jet/Hüllen-Rätsel in Gravitationswellenereignis gelöst

Ein internationales Forscherteam unter Beteiligung von Astronomen des Bonner Max-Planck-Instituts für Radioastronomie hat Radioteleskope auf fünf Kontinenten miteinander verknüpft, um das Vorhandensein eines stark gebündelten Materiestrahls, eines sogenannten Jets zu beweisen, der vom Überrest des bisher einzigen bekannten Gravitationswellenereignisses ausgeht, bei dem zwei Neutronensterne miteinander verschmolzen. Bei den Beobachtungen im weltweiten Netzwerk spielte das 100-m-Radioteleskop in Effelsberg eine wichtige Rolle.

Im August 2017 wurde zum ersten Mal die Verschmelzung zweier sehr kompakter Sternüberreste, sogenannter Neutronensterne, beobachtet, deren vorhergehende...

Im Focus: (Re)solving the jet/cocoon riddle of a gravitational wave event

An international research team including astronomers from the Max Planck Institute for Radio Astronomy in Bonn, Germany, has combined radio telescopes from five continents to prove the existence of a narrow stream of material, a so-called jet, emerging from the only gravitational wave event involving two neutron stars observed so far. With its high sensitivity and excellent performance, the 100-m radio telescope in Effelsberg played an important role in the observations.

In August 2017, two neutron stars were observed colliding, producing gravitational waves that were detected by the American LIGO and European Virgo detectors....

Im Focus: Materialdesign in 3D: vom Molekül bis zur Makrostruktur

Mit additiven Verfahren wie dem 3D-Druck lässt sich nahezu jede beliebige Struktur umsetzen – sogar im Nanobereich. Diese können, je nach verwendeter „Tinte“, die unterschiedlichsten Funktionen erfüllen: von hybriden optischen Chips bis zu Biogerüsten für Zellgewebe. Im gemeinsamen Exzellenzcluster „3D Matter Made to Order” wollen Forscherinnen und Forscher des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) und der Universität Heidelberg die dreidimensionale additive Fertigung auf die nächste Stufe heben: Ziel ist die Entwicklung neuer Technologien, die einen flexiblen, digitalen Druck ermöglichen, der mit Tischgeräten Strukturen von der molekularen bis zur makroskopischen Ebene umsetzen kann.

„Der 3D-Druck bietet gerade im Mikro- und Nanobereich enorme Möglichkeiten. Die Herausforderungen, um diese zu erschließen, sind jedoch ebenso gewaltig“, sagt...

Im Focus: Diamanten, die besten Freunde der Quantenwissenschaft - Quantenzustand in Diamanten gemessen

Mithilfe von Kunstdiamanten gelang einem internationalen Forscherteam ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung Hightech-Anwendung von Quantentechnologie: Erstmals konnten die Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen den Quantenzustand eines einzelnen Qubits in Diamanten elektrisch zu messen. Ein Qubit gilt als die Grundeinheit der Quanteninformation. Die Ergebnisse der Studie, die von der Universität Ulm koordiniert wurde, erschienen jüngst in der renommierten Fachzeitschrift Science.

Die Quantentechnologie gilt als die Technologie der Zukunft. Die wesentlichen Bausteine für Quantengeräte sind Qubits, die viel mehr Informationen verarbeiten...

Im Focus: Wasser ist homogener als gedacht

Um die bekannten Anomalien in Wasser zu erklären, gehen manche Forscher davon aus, dass Wasser auch bei Umgebungsbedingungen aus einer Mischung von zwei Phasen besteht. Neue röntgenspektroskopische Analysen an BESSY II, der ESRF und der Swiss Light Source zeigen jedoch, dass dies nicht der Fall ist. Bei Raumtemperatur und normalem Druck bilden die Wassermoleküle ein fluktuierendes Netz mit durchschnittlich je 1,74 ± 2.1% Donator- und Akzeptor-Wasserstoffbrückenbindungen pro Molekül, die eine tetrahedrische Koordination zwischen nächsten Nachbarn ermöglichen.

Wasser ist das „Element“ des Lebens, die meisten biologischen Prozesse sind auf Wasser angewiesen. Dennoch gibt Wasser noch immer Rätsel auf. So dehnt es sich...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Mobile World Congress: Bundesamt für Strahlenschutz rät zu Handys mit geringem SAR-Wert

22.02.2019 | Veranstaltungen

Unendliche Weiten: Geophysiker nehmen den Weltraum ins Visier

21.02.2019 | Veranstaltungen

Tagung rund um zuverlässige Verbindungen

20.02.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Der Zeit atomarer Vorgänge auf der Spur

22.02.2019 | Physik Astronomie

Wie Korallenlarven sesshaft werden

22.02.2019 | Biowissenschaften Chemie

Ökologische Holz-Hybridbauweisen für den Geschossbau

22.02.2019 | Architektur Bauwesen

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics