Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Verbund-Sicherheitsglas mit der SentryGlas® Zwischenlage von DuPont umhüllt Brücke für portugiesisches Forschungszentrum

04.03.2011
Eine leicht und transparent wirkende Brücke aus Stahl und Glas verbindet die beiden Baukörper des ,Centre for the Unknown‘, der kürzlich fertig gestellten biomedizinischen Forschungseinrichtung der Champalimaud Stiftung in Lissabon/Portugal.

Die gläserne Hülle dieser 21 Meter langen Konstruktion besteht aus kreisförmig gebogene Verbundglasscheiben, die mit der SentryGlas® Zwischenlage von DuPont hergestellt sind. Im Vergleich zu herkömmlichem PVB ergibt diese Hochleistungsfolie ein Verbund-Sicherheitsglas mit einer geringeren Verformung unter Last und einer höheren Resttragfähigkeit nach Glasbruch.


Foto: Bellapart
Eine leicht und transparent wirkende Brücke aus Stahl und Glas verbindet die zwei Baukörper des ,Centre for the Unknown‘ der Champalimaud Stiftung. Ihre äußere Einkleidung besteht aus kreisförmig gebogenen Scheiben aus Verbund-Sicherheitsglas, das mit der SentryGlas® Zwischenlage von DuPont hergestellt ist, weil dieses eine geringere Verformung und eine höhere Resttragfähigkeit bietet als Laminate mit PVB.


Foto: Bellapart
Die kreisförmig gebogene gläserne Hülle der Brücke besteht aus einer Vielzahl 1950 x 1320 mm großer Verbundglasscheiben, die von vier spezifisch ausgeführten, an den Eckpunkten der Scheiben angeordneten Klemmplatten fixiert werden. Vertikal verlaufende, im Abstand von je zwei Metern entlang der Hülle positionierte stählerne Rippenbögen tragen die Scheiben.

Dadurch reichte ein relativ dünnes, leichtes Laminat aus, um die hohen Sicherheitsanforderungen zu erfüllen. Auf Grund der Lage in unmittelbarer Meernähe war die langzeitige Witterungsbeständigkeit von Verbund-Sicherheitsglas mit der SentryGlas® Zwischenlage ein weiteres Kriterium für die Auswahl. Vier spezifisch ausgeführte Klemmplatten fixieren die 1950 mm x 1320 mm großen Scheiben an ihren Eckpunkten. Als Tragwerk für die Hülle dienen stählerne, im Abstand von je zwei Metern positionierte Rippenbögen. Die bauliche Ausführung übernahm der Verglasungsspezialist Bellapart, Olot/Spanien.

Die von Cricursa, Granollers (Barcelona)/Spanien, hergestellten Verbundglasscheiben für die Hülle der Brücke bestehen aus je zwei 8 mm dicken Scheiben aus heißgelagertem Einscheiben-Sicherheitsglas (ESG-H) und einer 2,28 mm dicken SentryGlas® Zwischenlage. Um eine vergleichbar geringe Deformation zu erreichen, wären bei Verwendung von PVB Zwischenlagen zwei Glasscheiben mit Dicken von je 12 mm erforderlich gewesen, wie Berechnungen der Tragwerksplaner Schlaich Bergermann und Partner, Stuttgart/Deutschland, in Zusammenarbeit mit dem Institut für Werkstoffe und Mechanik im Bauwesen (Prof. Schneider) an der TU Darmstadt/Deutschland ergaben. Solches Verbund-Sicherheitsglas hätte auf Grund seines wesentlich höheren Gewichts eine massivere Tragkonstruktion erfordert, und es wäre deutlich schwieriger gewesen, den geforderten Biegeradius zu erreichen.

Dazu Carles Teixidor, Industrial Engineer bei Bellapart: „Entsprechende Berechnungen bei Bellapart bestätigten die Erfüllung der geltenden Sicherheitsstandards. Bei den angenommenen Windlasten liegt die Durchbiegung bei Verwendung der beiden 8 mm dicken Glasscheiben und der SentryGlas® Zwischenlage unterhalb des geforderten Grenzwerts von einem Hundertstel der Scheibenlänge. Entscheidend war darüber hinaus die für Überkopfverglasungen erforderliche, hohe Resttragfähigkeit nach Glasbruch.

Dank der hohen Steifigkeit und der geringen Kriechneigung der SentryGlas® Zwischenlage verbleiben die Scheiben nach einem potenziellen Versagen des Glases länger in ihren Halterungen. Damit steht mehr Zeit für die Reparatur zur Verfügung, und das Gefährdungspotenzial für Passanten ist geringer.“ Als wichtigen Aspekt nennt Teixidor auch die hohe Kantenstabilität von Verbund-Sicherheitsglas mit SentryGlas®: „Die Scheiben an den beiden Enden der nahe der Atlantikküste installierten Brücke haben offene, nicht gegen Wettereinflüsse geschützte Kanten. Trotzdem sind weder Delaminationen noch eine messbare Feuchtigkeitsaufnahme zu erwarten.“

Das am 5. Oktober 2010 durch den Präsidenten der Republik Portugal eingeweihte ,Champalimaud Centre for the Unknown‘ ist ein Entwurf von Charles Correa Associates, Mumbai/Indien. Seine beiden über die Brücke verbundenen Baukörper beherbergen Labors für die Grundlagenforschung in den Bereichen Neurowissenschaft und Onkologie, ein ambulantes Versorgungszentrum, einen Hörsaal, Konferenzräume, Lehreinrichtungen und einen Ausstellungsbereich sowie die Büros der Champalimaud Stiftung selbst. Es steht auf einem 60 000 m2 großen, öffentlich zugänglichen Areal im Lissaboner Stadtteil Belém, unmittelbar an der Mündung des Flusses Tejo in den Atlantik. Von diesem Ort aus starteten die portugiesischen Pioniere im 15. und 16. Jahrhundert ihre Entdeckungsreisen in unbekannte (Unknown) Länder. Als multidisziplinäres Forschungszentrum ist es ein Bindeglied zwischen den historischen Entdeckungen und aktueller wissenschaftlicher Arbeit in den Bereichen Neurowissenschaft und Onkologie.

DuPont Glass Laminating Solutions gibt Herstellern und Spezifizierern von Verbundglas Zugriff auf Werkstoffe, Dienstleistungen und Innovationen, die zu einer besseren Welt beitragen, indem sie Gebäude besser schützen, Fahrzeuge sicherer machen und den Bau stabilerer, energieeffizienterer, mehr natürliches Tageslicht einlassender Gebäude ermöglichen.

DuPont (www.dupont.com) ist ein Wissenschaftsunternehmen. 1802 gegründet, entwickelt DuPont auf Basis von Wissenschaft nachhaltige Lösungen, die das Leben der Menschen besser, sicherer und gesünder machen. Mit Geschäftsaktivitäten in über 90 Ländern und Regionen bietet das Unternehmen ein breites Spektrum innovativer Produkte und Dienstleistungen für Branchen wie Landwirtschaft, Nahrungsmittel, Bauen und Wohnen, Kommunikation und Transport.

Das DuPont Oval, DuPont™, The miracles of science™ und SentryGlas® sind markenrechtlich geschützt für E.I. du Pont de Nemours and Company oder eine ihrer Konzerngesellschaften.

Redaktioneller Kontakt:
Birgit Radlinger
Telefone: +49 (0)6102 18-2638
Email: Birgit.Radlinger@dupont.com

Birgit Radlinger | DuPont
Weitere Informationen:
http://www.dupont.com

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Architektur Bauwesen:

nachricht Kaiserslauterer Architekten setzen Holzkuppel dank Software einfach wie Puzzle zusammen
19.09.2018 | Technische Universität Kaiserslautern

nachricht StadtLandNavi entwickelt anpassungsfähige Tools für ein nachhaltiges Flächenmanagement
11.09.2018 | HafenCity Universität Hamburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Architektur Bauwesen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wie Magnetismus entsteht: Elektronen stärker verbunden als gedacht

Wieso sind manche Metalle magnetisch? Diese einfache Frage ist wissenschaftlich gar nicht so leicht fundiert zu beantworten. Das zeigt eine aktuelle Arbeit von Wissenschaftlern des Forschungszentrums Jülich und der Universität Halle. Den Forschern ist es zum ersten Mal gelungen, in einem magnetischen Material, in diesem Fall Kobalt, die Wechselwirkung zwischen einzelnen Elektronen sichtbar zu machen, die letztlich zur Ausbildung der magnetischen Eigenschaften führt. Damit sind erstmals genaue Einblicke in den elektronischen Ursprung des Magnetismus möglich, die vorher nur auf theoretischem Weg zugänglich waren.

Für ihre Untersuchung nutzten die Forscher ein spezielles Elektronenmikroskop, das das Forschungszentrum Jülich am Elettra-Speicherring im italienischen Triest...

Im Focus: Erstmals gemessen: Wie lange dauert ein Quantensprung?

Mit Hilfe ausgeklügelter Experimente und Berechnungen der TU Wien ist es erstmals gelungen, die Dauer des berühmten photoelektrischen Effekts zu messen.

Es war eines der entscheidenden Experimente für die Quantenphysik: Wenn Licht auf bestimmte Materialien fällt, werden Elektronen aus der Oberfläche...

Im Focus: Scientists present new observations to understand the phase transition in quantum chromodynamics

The building blocks of matter in our universe were formed in the first 10 microseconds of its existence, according to the currently accepted scientific picture. After the Big Bang about 13.7 billion years ago, matter consisted mainly of quarks and gluons, two types of elementary particles whose interactions are governed by quantum chromodynamics (QCD), the theory of strong interaction. In the early universe, these particles moved (nearly) freely in a quark-gluon plasma.

This is a joint press release of University Muenster and Heidelberg as well as the GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung in Darmstadt.

Then, in a phase transition, they combined and formed hadrons, among them the building blocks of atomic nuclei, protons and neutrons. In the current issue of...

Im Focus: Der Truck der Zukunft

Lastkraftwagen (Lkw) sind für den Gütertransport auch in den kommenden Jahrzehnten unverzichtbar. Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen der Technischen Universität München (TUM) und ihre Partner haben ein Konzept für den Truck der Zukunft erarbeitet. Dazu zählen die europaweite Zulassung für Lang-Lkw, der Diesel-Hybrid-Antrieb und eine multifunktionale Fahrerkabine.

Laut der Prognose des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur wird der Lkw-Güterverkehr bis 2030 im Vergleich zu 2010 um 39 Prozent steigen....

Im Focus: Extrem klein und schnell: Laser zündet heißes Plasma

Feuert man Lichtpulse aus einer extrem starken Laseranlage auf Materialproben, reißt das elektrische Feld des Lichts die Elektronen von den Atomkernen ab. Für Sekundenbruchteile entsteht ein Plasma. Dabei koppeln die Elektronen mit dem Laserlicht und erreichen beinahe Lichtgeschwindigkeit. Beim Herausfliegen aus der Materialprobe ziehen sie die Atomrümpfe (Ionen) hinter sich her. Um diesen komplexen Beschleunigungsprozess experimentell untersuchen zu können, haben Forscher aus dem Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) eine neuartige Diagnostik für innovative laserbasierte Teilchenbeschleuniger entwickelt. Ihre Ergebnisse erscheinen jetzt in der Fachzeitschrift „Physical Review X“.

„Unser Ziel ist ein ultrakompakter Beschleuniger für die Ionentherapie, also die Krebsbestrahlung mit geladenen Teilchen“, so der Physiker Dr. Thomas Kluge vom...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

4. BF21-Jahrestagung „Car Data – Telematik – Mobilität – Fahrerassistenzsysteme – Autonomes Fahren – eCall – Connected Car“

21.09.2018 | Veranstaltungen

Forum Additive Fertigung: So gelingt der Einstieg in den 3D-Druck

21.09.2018 | Veranstaltungen

12. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

20.09.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Neue CBMC-Geräteschutzschaltervarianten

22.09.2018 | Energie und Elektrotechnik

ISO-27001-Zertifikat für die GFOS mbH und die GFOS Technologieberatung GmbH

21.09.2018 | Unternehmensmeldung

Kundenindividuelle Steckverbinder online konfigurieren und bestellen

21.09.2018 | Energie und Elektrotechnik

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics