Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

SentryGlas® Zwischenlagen ermöglichen leichte, kosteneffiziente Verglasungen im Wohn- und Objektbereich

18.03.2010
Anlässlich der Mitte Februar veranstalteten bautec 2010 überraschte der Glashersteller Bartelt & Sohn auf dem Stand der Glaserinnung Berlin mit einem ganz außergewöhnlichen Anschauungsobjekt – einem Tipi. Anders als bei den Indianern Nordamerikas ist dessen Hülle nicht aus Büffelleder sondern (fast) ganz aus Verbund-Sicherheitsglas mit der hochsteifen und hochfesten SentryGlas® Zwischenlage von DuPont.

Josip Turkalj, kaufmännischer Leiter bei Bartelt & Sohn, erklärt, warum: „Für die Indianer war das Tipi ein schützender Ort zum gemein-schaftlichen Wohnen. Mit unserer modernen Interpretation haben wir das diesjährige Motto der Berliner Glaserinnung, Tradition und Zukunft mit Glas‘ umgesetzt, und dieses Material als hochinteressante und architektonisch attraktive Ergänzung zu anderen Materialien wie Holz, Stein und Stahl für heutige Lebens- und Wohnverhältnisse präsentiert. Dank der Verwendung von SentryGlas® konnten wir unserer Installation dabei ein geringes, die Baukosten senkendes Gewicht und zugleich die hohe Stabilität und Sicherheit geben, die Architekten, Bauherren und der Gesetzgeber fordern.“


Foto 1: Bartelt & Sohn, Berlin
Das von dem Berliner Verglasungsspezialisten Bartelt & Sohn als Anschauungsobjekt erdachte und realisierte „Tipi“ ist eine Stahl-Glas-Konstruktion mit einer saphirblauen Hülle aus punktgehaltenem Verbund-Sicherheitsglas. Die SentryGlas® Zwischenlage von DuPont gibt diesem eine so hohe Steifigkeit und Sicherheit, dass der Verbund um mindestens 30% dünner und damit leichter ausgeführt werden konnte als bei Verwendung von herkömmlichen PVB-Zwischenlagen. Dadurch wird die Gesamtkonstruktion besonders kosteneffizient und für Projekte jeder Größenordnung attraktiv.


Foto 2: DuPont
Verbund-Sicherheitsglas mit der SentryGlas® Zwischenlage biegen sich unter Punkt- oder Flächenlast deutlich weniger durch als gleich dicke, mit PVB verbundene Laminate. Das Beispiel zeigt das Resultat einer FEM-Berechnung für eine rund 2,8 m hohe und an der Basis 0,8 m breite Scheibe (5 mm TVG/1,52 mm Zwischenlage/6 mm TVG) bei einer Windlast von 0,65 kPa. Als maximale Durchbiegung der Scheibe mit SentryGlas® resultieren rund 23 mm. Bei Verwendung von PVB ergäben sich fast 68 mm und damit rund das Zweieinhalbfache des in diesem Fall zulässigen Wertes (1/100 der Spannweite).

Tatsächlich bietet diese Zwischenlage für Verbund-Sicherheitsglas eine mehr als 100mal höhere Steifigkeit als das üblicherweise verwendete Polyvinylbutyral (PVB). Dadurch widersteht damit hergestelltes Glas sehr hohen Schlagbelastungen, und bei statischer Belastung ergibt sich eine deutlich geringere Deformation der Verglasung. Vergleicht man zum Beispiel die für das Tipi verwendeten Laminate aus einer 6 mm dicken TVG-Scheibe (Teilvorgespanntes Glas), 1,52 mm SentryGlas® und einer 5 mm dicken, saphirblauen TVG-Scheibe mit einem entsprechenden Aufbau, bei dem PVB verwendet wird, so biegt sich die Variante mit PVB unter Windlast fast drei mal so stark durch wie die Variante mit SentryGlas®. Kommt es dennoch zum Bruch des Glases, so ist auch die Resttragfähigkeit deutlich höher als bei Verbunden mit PVB.

Turkalj weiter: „Die Seitenwände unseres 4,85 m hohen, begehbaren Tipis bestehen aus dreißig großen, schmalen, trapezförmigen Glasscheiben von bis zu 3 m Höhe bei ca. 1 m Basisbreite. Weil die mechanischen Eigenschaften von Verbund-Sicherheitsglas mit SentryGlas® Zwischenlagen so gut sind, konnten wir diese Elemente sehr dünn halten. Unser Verbund bietet mit einer Gesamtdicke von nur 12,52 mm die gleiche Sicherheit wie ein herkömmlicher, 17,5 mm dicker Aufbau aus zwei Glasscheiben von 8 mm Dicke und einer 1,52 mm dicken PVB-Zwischenlage. Dem entsprechend liegt auch das Gewicht der Einzelelemente um rund 30% niedriger. Dadurch reichen vier Punkthalter zur Befestigung aus, während der traditionelle Verbund sechs solcher Fixierungen und damit eine deutlich teurere Haltekonstruktion erfordert hätte.“

Ingo Stelzer, Design Spezialist bei DuPont Glass Laminating Solutions, ergänzt: „Wir freuen uns, mit Bartelt & Sohn einen weiteren Verarbeiter gefunden zu haben, der den Umgang mit unserer zukunftsweisenden Zwischenlage beherrscht und der zudem die breite Erfahrung mitbringt, um die möglichen Kosten- und Leistungsvorteile projekt-bezogen zu erkennen und zu realisieren. Dank einer Allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung für Verbund-Sicherheitsglas mit SentryGlas® können Bauherren aus privaten, kommunalen, industriellen und anderen wirtschaftlichen Bereichen die vielen Vorteile dieser zukunftsweisenden Zwischenlage ohne zusätzliche administrative Hürden jetzt auch für weniger aufwändige Alltagsprojekte nutzen – für Böden und Balustraden ebenso wie für ausgedehnten Überkopfverglasungen.“

In die Umsetzung des Projekts ,Tipi‘, das voraussichtlich auch auf weiteren Messen wie der GlassTec (Düsseldorf, 28.09. bis 01.10.2010) und der Bau (München, 17. bis 22.01.2011) zu besichtigen sein wird, bezog Bartelt & Sohn u. a. die Dienstleistungen und Produkte folgender Kooperationspartner ein:
Design: Ralph-Rainer Matthis, http://www.matthis-design.de/
Statik: Dipl.-Ing. Arthur Pistora, Dr. Barbara Siebert, Ingenieurbüro für Bauwesen, http://www.ing-siebert.de/

Glas-Punkthalter: Pauli+Sohn GmbH, http://www.pauli.de/

Bartelt & Sohn OHG verfügt seit 50 Jahren Erfahrungen auf dem Gebiet der Glasveredelung, seit 16 Jahren über Kompetenz in der Produktion von Sicherheitsglas und seit ca. 25 Jahren Erfahrungen im konstruktiven Glasbau. Schon mit der auf der bautec 2008 präsentierten, komplett in Eigenleistungen hergestellten Glasbrücke (www.glasbruecke.com) hatte das Unternehmen seine Kompetenz sowohl in der Herstellung von Sicherheitsglas als auch im konstruktiven Glasbau dargestellt.

DuPont ist ein Wissenschaftsunternehmen. 1802 gegründet, entwickelt DuPont auf Basis von Wissen-schaft nachhaltige Lösungen, die das Leben der Menschen besser, sicherer und gesünder machen. Mit Geschäftsaktivitäten in über 70 Ländern bietet das Unternehmen ein breites Spektrum innovativer Produkte und Dienstleistungen für Branchen wie Landwirtschaft, Nahrungsmittel, Bauen und Wohnen, Kommunikation und Transport.

Das DuPont Oval, DuPont™, The miracles of science™ und SentryGlas® sind markenrechtlich geschützt für E.I. du Pont de Nemours and Company oder eine ihrer Konzerngesellschaften.

GLS-D-2010-01

Hinweis für die Redaktion:
Diese Mitteilung basiert auf Informationen von:
Bartelt & Sohn oHG, Berlin
Kontakt: Josip Turkalj
Telefon: ++49 (0) 30/72 39 09 42
E-Mail: josip.turkalj@bartelt-sohn.de
www.bartelt-sohn.de
Redaktioneller Kontakt:
Birgit Radlinger
Telefon: ++49 (0) 61 02/18-2638
E-Mail: birgit.radlinger@dupont.com

Birgit Radlinger | DuPont
Weitere Informationen:
http://www.dupont.com

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Architektur Bauwesen:

nachricht Ein Haus wird zum Internetstar
17.07.2018 | Bau-Fritz GmbH & Co. KG, seit 1896

nachricht Vertikales Begrünungssystem Biolit Vertical Green<sup>®</sup> auf Landesgartenschau Würzburg
16.07.2018 | Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Architektur Bauwesen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Im Focus: Was passiert, wenn wir das Atomgitter eines Magneten plötzlich aufheizen?

„Wir haben jetzt ein klares Bild davon, wie das heiße Atomgitter und die kalten magnetischen Spins eines ferrimagnetischen Nichtleiters miteinander ins Gleichgewicht gelangen“, sagt Ilie Radu, Wissenschaftler am Max-Born-Institut in Berlin. Das internationale Forscherteam fand heraus, dass eine Energieübertragung sehr schnell stattfindet und zu einem neuartigen Zustand der Materie führt, in dem die Spins zwar heiß sind, aber noch nicht ihr gesamtes magnetisches Moment verringert haben. Dieser „Spinüberdruck“ wird durch wesentlich langsamere Prozesse abgebaut, die eine Abgabe von Drehimpuls an das Gitter ermöglichen. Die Forschungsergebnisse sind jetzt in "Science Advances" erschienen.

Magnete faszinieren die Menschheit bereits seit mehreren tausend Jahren und sind im Zeitalter der digitalen Datenspeicherung von großer praktischer Bedeutung....

Im Focus: Erste Beweise für Quelle extragalaktischer Teilchen

Zum ersten Mal ist es gelungen, die kosmische Herkunft höchstenergetischer Neutrinos zu bestimmen. Eine Forschungsgruppe um IceCube-Wissenschaftlerin Elisa Resconi, Sprecherin des Sonderforschungsbereichs SFB1258 an der Technischen Universität München (TUM), liefert ein wichtiges Indiz in der Beweiskette, dass die vom Neutrino-Teleskop IceCube am Südpol detektierten Teilchen mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer Galaxie in vier Milliarden Lichtjahren Entfernung stammen.

Um andere Ursprünge mit Gewissheit auszuschließen, untersuchte das Team um die Neutrino-Physikerin Elisa Resconi von der TU München und den Astronom und...

Im Focus: First evidence on the source of extragalactic particles

For the first time ever, scientists have determined the cosmic origin of highest-energy neutrinos. A research group led by IceCube scientist Elisa Resconi, spokesperson of the Collaborative Research Center SFB1258 at the Technical University of Munich (TUM), provides an important piece of evidence that the particles detected by the IceCube neutrino telescope at the South Pole originate from a galaxy four billion light-years away from Earth.

To rule out other origins with certainty, the team led by neutrino physicist Elisa Resconi from the Technical University of Munich and multi-wavelength...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

Interdisziplinäre Konferenz: Diabetesforscher und Bioingenieure diskutieren Forschungskonzepte

13.07.2018 | Veranstaltungen

Conference on Laser Polishing – LaP: Feintuning für Oberflächen

12.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Optische Kontrolle von Herzfrequenz oder Insulinsekretion durch lichtschaltbaren Wirkstoff

17.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Umweltressourcen nachhaltig nutzen

17.07.2018 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Textilien 4.0: Smarte Kleidung und Wearables als Innovation

17.07.2018 | Innovative Produkte

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics