Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Natürliche Beleuchtung durch "intelligentere" Fenster

06.01.2006
Im Rahmen des SMART_WIN_II-Projekts befasste man sich mit der Untersuchung des enormen Potenzials der Energieeinsparung durch intelligente Fenster in Gebäuden und konzentrierte sich auf die Umsetzung des Nachbildungskonzeptes in Fensterungssystemen.

Aufgrund des erhöhten Heiz-, Kühl- und Beleuchtungsbedarfs werden beinahe 18% der Kohlenstoffdioxid- und 10% der Kohlenstoffmonoxid-Emissionen Gebäuden zugeschrieben. Deshalb ist es wichtig, die Baubranche in ein nachhaltigeres Verfahren der Gestaltung, Erstellung und Renovierung umzuwandeln.

Um dieses Bedürfnis zu erfüllen, wurde im Rahmen des SMART_WIN_II-Projekts eine entsprechende Verglasungstechnologie mit gesteigerten Möglichkeiten zur Lieferung dreier optischer Versionen - der durchsichtigen, der reflektierenden und der streuenden Modi - realisiert. Die letzteren Modi können einen gesteigerten Anpassungsumfang des Lichteinfalls, eine beinahe komplett reflektierende Beschaffenheit bzw. eine Verglasung mit nur einer reflektierenden Fläche, anbieten.

Die Verglasung mit verschiedenen optischen Beschaffenheiten in unterschiedlichen Bereichen oder die einfache Nachbildung schafft eine neue Art der Nutzung des optischen und thermischen Verhaltens der Fenster. Im Gegensatz zu den meisten konventionellen Technologien verfügen Flüssigkristalle über ein gesteigertes Potenzial, die Nachbildung insbesondere bei Fensterungssystemen zu ermöglichen.

... mehr zu:
»Beleuchtung »Fenster »Tageslicht

Um ein verstärktes Wissen über die Einflüsse von Fensterungssystemen zu erlangen, wurde ein Modellstruktursystem entwickelt. Dieses wurde zur Ausführung von Simulationen mit zahlreichen Parametern genutzt, einschließlich Sendebereich, Strukturanzahl, Strukturgröße und äußere Umstände. Die gewonnenen Ergebnisse ermöglichten den Wissenschaftlern, Entscheidungskriterien für das leistungsstärkere strukturierte System zu bestimmen.

Außerdem wurden die optimale Struktur und die Strukturwirkungen der Wärmebelastung des Fensters durch Sonneneinwirkung definiert. Dies heißt im Einzelnen, dass der visuelle Komfort weiter gesteigert werden könnte, wenn bei einer hohen Außenlichthelligkeit nur spezifische Bereiche anstelle der gesamten Oberfläche abgedunkelt werden. Somit könnte eine bessere Nutzung des Tageslichts anstelle von künstlichem Licht erreicht werden.

Neben der Versorgung mit Tageslicht ermöglicht diese Technologie auch den visuellen Kontakt zur äußeren Umgebung, Sonnenschutz und Blendreduzierung und bietet so eine angenehme Arbeitsumgebung. Dieses neue Verfahren zur Manipulation der optischen Eigenschaften von Tageslichtsystemen durch den Einsatz abstimmbarer Schichten von Flüssigkristallen kann zu einer neuen Kategorie von Tageslichtsystemen mit erhöhtem Vermarktungspotenzial führen.

Wilfried Pohl | ctm
Weitere Informationen:
http://www.bartenbach.com

Weitere Berichte zu: Beleuchtung Fenster Tageslicht

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Architektur Bauwesen:

nachricht Kaiserslauterer Architekten setzen Holzkuppel dank Software einfach wie Puzzle zusammen
19.09.2018 | Technische Universität Kaiserslautern

nachricht StadtLandNavi entwickelt anpassungsfähige Tools für ein nachhaltiges Flächenmanagement
11.09.2018 | HafenCity Universität Hamburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Architektur Bauwesen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wie Magnetismus entsteht: Elektronen stärker verbunden als gedacht

Wieso sind manche Metalle magnetisch? Diese einfache Frage ist wissenschaftlich gar nicht so leicht fundiert zu beantworten. Das zeigt eine aktuelle Arbeit von Wissenschaftlern des Forschungszentrums Jülich und der Universität Halle. Den Forschern ist es zum ersten Mal gelungen, in einem magnetischen Material, in diesem Fall Kobalt, die Wechselwirkung zwischen einzelnen Elektronen sichtbar zu machen, die letztlich zur Ausbildung der magnetischen Eigenschaften führt. Damit sind erstmals genaue Einblicke in den elektronischen Ursprung des Magnetismus möglich, die vorher nur auf theoretischem Weg zugänglich waren.

Für ihre Untersuchung nutzten die Forscher ein spezielles Elektronenmikroskop, das das Forschungszentrum Jülich am Elettra-Speicherring im italienischen Triest...

Im Focus: Erstmals gemessen: Wie lange dauert ein Quantensprung?

Mit Hilfe ausgeklügelter Experimente und Berechnungen der TU Wien ist es erstmals gelungen, die Dauer des berühmten photoelektrischen Effekts zu messen.

Es war eines der entscheidenden Experimente für die Quantenphysik: Wenn Licht auf bestimmte Materialien fällt, werden Elektronen aus der Oberfläche...

Im Focus: Scientists present new observations to understand the phase transition in quantum chromodynamics

The building blocks of matter in our universe were formed in the first 10 microseconds of its existence, according to the currently accepted scientific picture. After the Big Bang about 13.7 billion years ago, matter consisted mainly of quarks and gluons, two types of elementary particles whose interactions are governed by quantum chromodynamics (QCD), the theory of strong interaction. In the early universe, these particles moved (nearly) freely in a quark-gluon plasma.

This is a joint press release of University Muenster and Heidelberg as well as the GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung in Darmstadt.

Then, in a phase transition, they combined and formed hadrons, among them the building blocks of atomic nuclei, protons and neutrons. In the current issue of...

Im Focus: Der Truck der Zukunft

Lastkraftwagen (Lkw) sind für den Gütertransport auch in den kommenden Jahrzehnten unverzichtbar. Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen der Technischen Universität München (TUM) und ihre Partner haben ein Konzept für den Truck der Zukunft erarbeitet. Dazu zählen die europaweite Zulassung für Lang-Lkw, der Diesel-Hybrid-Antrieb und eine multifunktionale Fahrerkabine.

Laut der Prognose des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur wird der Lkw-Güterverkehr bis 2030 im Vergleich zu 2010 um 39 Prozent steigen....

Im Focus: Extrem klein und schnell: Laser zündet heißes Plasma

Feuert man Lichtpulse aus einer extrem starken Laseranlage auf Materialproben, reißt das elektrische Feld des Lichts die Elektronen von den Atomkernen ab. Für Sekundenbruchteile entsteht ein Plasma. Dabei koppeln die Elektronen mit dem Laserlicht und erreichen beinahe Lichtgeschwindigkeit. Beim Herausfliegen aus der Materialprobe ziehen sie die Atomrümpfe (Ionen) hinter sich her. Um diesen komplexen Beschleunigungsprozess experimentell untersuchen zu können, haben Forscher aus dem Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) eine neuartige Diagnostik für innovative laserbasierte Teilchenbeschleuniger entwickelt. Ihre Ergebnisse erscheinen jetzt in der Fachzeitschrift „Physical Review X“.

„Unser Ziel ist ein ultrakompakter Beschleuniger für die Ionentherapie, also die Krebsbestrahlung mit geladenen Teilchen“, so der Physiker Dr. Thomas Kluge vom...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

4. BF21-Jahrestagung „Car Data – Telematik – Mobilität – Fahrerassistenzsysteme – Autonomes Fahren – eCall – Connected Car“

21.09.2018 | Veranstaltungen

Forum Additive Fertigung: So gelingt der Einstieg in den 3D-Druck

21.09.2018 | Veranstaltungen

12. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

20.09.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Neue CBMC-Geräteschutzschaltervarianten

22.09.2018 | Energie und Elektrotechnik

ISO-27001-Zertifikat für die GFOS mbH und die GFOS Technologieberatung GmbH

21.09.2018 | Unternehmensmeldung

Kundenindividuelle Steckverbinder online konfigurieren und bestellen

21.09.2018 | Energie und Elektrotechnik

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics