Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Kuwait plant 1.000-Meter-Wolkenkratzer

13.12.2005


Vertikale Kleinstadt stellt hohe Anforderungen an Logistik

... mehr zu:
»Kuwait »Wolkenkratzer

Der Kampf um das höchste Gebäude der Welt ist offensichtlich wieder neu entflammt: Die Fundamente für den 700-800 Meter hohen Burj-Dubai-Tower sind schon errichtet. Nun plant das Londoner Architektenbüro Eric Kuhne and Associates in Kuwait einen Wolkenkratzer mit der gigantischen Höhe von 1.001 Metern. Dieser soll alle bisherigen Gebäude im wahrsten Sinn des Wortes in den Schatten stellen, berichtet das Wissenschaftsmagazin New Scientist. Derzeit ist das höchste Gebäude das 509 Meter hohe Taipei-101, das in Taiwans Hauptstadt steht.

Die ersten Entwürfe von Kuhne www.civicart.com sind bereits fertig gestellt. Nun hoffen die Architekten auf einen positiven Bescheid der kuwaitischen Behörden, die der Fachzeitschrift Architects Journal bereits von dem Vorhaben berichtet haben. Bis jetzt sind die Pläne des Madinat al Hareer - oder der "Stadt aus Seide" - allerdings noch nicht veröffentlicht worden. Das Architekturbüro bestätigt hingegen den Auftrag. Insgesamt werden die Kosten mit 124,5 Mrd. Euro angegeben. Die Bauzeit könnte bis zu 25 Jahre betragen.


"Bei Gebäuden mit einer solchen Höhe gibt es zahlreiche Herausforderungen", meint Mohsen Zikri, Wolkenkratzer-Experte der internationalen Architektengruppe Arup im pressetext-Interview. Probleme sieht der Experte hingegen nicht. Es gehe darum, vorhandene Technik zu perfektionieren und an diese speziellen Gegebenheiten anzupassen. "Alleine die Anzahl der Menschen, die täglich in- und aus dem Gebäude geht, stellt eine solche Herausforderung dar." Die Menge an Personen sei durchaus mit jener eines Dorfes oder einer Kleinstadt vergleichbar. Zikri vergleicht dies mit einer vertikalen Stadt. Die Dimension macht die Herausforderung erst perfekt: "Wie kann ich die nötige Anzahl an Aufzügen im Gebäude unterbringen und den Platzbedarf so klein wie möglich halten?" Dazu müssten Liftanlagen mit Doppel- und Dreifach-Kabinen eingesetzt werden.

"Ein anderer problematischer Punkt ist die Verringerung der Schwingung des Gebäudes durch Wind", so der Experte. In einigen der modernen Wolkenkratzer wurden daher Pendel eingebaut, die der Schwingung entgegenwirken sollen. Eine andere Herausforderung stellt auch der Wind dar, der an der Außenkante des Gebäudes entsteht. Dieser könne nämlich zu unerwünschten Strudel am Boden beitragen. "Zusätzlich ist die Errichtung eines solchen Gebäudes eine logistische Herausforderung", meint Zikri. Die Beschaffung und Bereitstellung der erforderlichen Baumaterialien müsse mit militärischer Präzision erfolgen. "Alles muss exakt zur richtigen Zeit bei der Baustelle sein." Auf die Frage, ob die Kosten eines solchen Gebäudes sich überhaupt rentieren, meint der Experte, dass die Effizienz sich nach dem geografischen Standort richte. "Dort wo Grundstückspreise hoch sind, etwa in London oder Hongkong, rentiert sich ein solches Gebäude mit geringer Grundfläche eher als mehrere kleinere", so der Experte abschließend.

Wolfgang Weitlaner | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.burjdubai.com
http://www.pressetext.de/pte.mc?pte=050808045
http://www.arup.com

Weitere Berichte zu: Kuwait Wolkenkratzer

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Architektur Bauwesen:

nachricht Architektur statt Antibiotika
31.03.2020 | Technische Universität Braunschweig

nachricht Weltweit einzigartig: Neue Anlage zur Untersuchung von biogener Schwefelsäurekorrosion in Betrieb
27.03.2020 | Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Architektur Bauwesen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Belle II liefert erste Ergebnisse: Auf der Suche nach dem Z‘-Boson

Vor ziemlich genau einem Jahr ist das Belle II-Experiment angelaufen. Jetzt veröffentlicht das renommierte Journal Physical Review Letters die ersten Resultate des Detektors. Die Arbeit befasst sich mit einem neuen Teilchen im Zusammenhang mit der Dunklen Materie, die nach heutigem Kenntnisstand etwa 25 Prozent des Universums ausmacht.

Seit etwa einem Jahr nimmt das Belle II-Experiment Daten für physikalische Messungen. Sowohl der Elektron-Positron-Beschleuniger SuperKEKB als auch der...

Im Focus: Belle II yields the first results: In search of the Z′ boson

The Belle II experiment has been collecting data from physical measurements for about one year. After several years of rebuilding work, both the SuperKEKB electron–positron accelerator and the Belle II detector have been improved compared with their predecessors in order to achieve a 40-fold higher data rate.

Scientists at 12 institutes in Germany are involved in constructing and operating the detector, developing evaluation algorithms, and analyzing the data.

Im Focus: Wenn Ionen an ihrem Käfig rütteln

In vielen Bereichen spielen „Elektrolyte“ eine wichtige Rolle: Sie sind bei der Speicherung von Energie in unserem Körper wie auch in Batterien von großer Bedeutung. Um Energie freizusetzen, müssen sich Ionen – geladene Atome – in einer Flüssigkeit, wie bspw. Wasser, bewegen. Bisher war jedoch der präzise Mechanismus, wie genau sie sich durch die Atome und Moleküle der Elektrolyt-Flüssigkeit bewegen, weitgehend unverstanden. Wissenschaftler*innen des Max-Planck-Instituts für Polymerforschung haben nun gezeigt, dass der durch die Bewegung von Ionen bestimmte elektrische Widerstand einer Elektrolyt-Flüssigkeit sich auf mikroskopische Schwingungen dieser gelösten Ionen zurückführen lässt.

Kochsalz wird in der Chemie auch als Natriumchlorid bezeichnet. Löst man Kochsalz in Wasser lösen sich Natrium und Chlorid als positiv bzw. negativ geladene...

Im Focus: When ions rattle their cage

Electrolytes play a key role in many areas: They are crucial for the storage of energy in our body as well as in batteries. In order to release energy, ions - charged atoms - must move in a liquid such as water. Until now the precise mechanism by which they move through the atoms and molecules of the electrolyte has, however, remained largely unknown. Scientists at the Max Planck Institute for Polymer Research have now shown that the electrical resistance of an electrolyte, which is determined by the motion of ions, can be traced back to microscopic vibrations of these dissolved ions.

In chemistry, common table salt is also known as sodium chloride. If this salt is dissolved in water, sodium and chloride atoms dissolve as positively or...

Im Focus: Den Regen für Hydrovoltaik nutzen

Wassertropfen, die auf Oberflächen fallen oder über sie gleiten, können Spuren elektrischer Ladung hinterlassen, so dass sich die Tropfen selbst aufladen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Polymerforschung (MPI-P) in Mainz haben dieses Phänomen, das uns auch in unserem Alltag begleitet, nun detailliert untersucht. Sie entwickelten eine Methode zur Quantifizierung der Ladungserzeugung und entwickelten zusätzlich ein theoretisches Modell zum besseren Verständnis. Nach Ansicht der Wissenschaftler könnte der beobachtete Effekt eine Möglichkeit zur Energieerzeugung und ein wichtiger Baustein zum Verständnis der Reibungselektrizität sein.

Wassertropfen, die über nicht leitende Oberflächen gleiten, sind überall in unserem Leben zu finden: Vom Tropfen einer Kaffeemaschine über eine Dusche bis hin...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Aachener Werkzeugmaschinen-Kolloquium AWK’21 findet am 10. und 11. Juni 2021 statt

06.04.2020 | Veranstaltungen

Interdisziplinärer Austausch zum Design elektrochemischer Reaktoren

03.04.2020 | Veranstaltungen

13. »AKL – International Laser Technology Congress«: 4.–6. Mai 2022 in Aachen – Lasertechnik Live bereits früher!

02.04.2020 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Die Zacken in der Viruskrone

07.04.2020 | Biowissenschaften Chemie

Auf der Suche nach neuen Antibiotika

07.04.2020 | Biowissenschaften Chemie

Belle II liefert erste Ergebnisse: Auf der Suche nach dem Z‘-Boson

07.04.2020 | Physik Astronomie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics