Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Vom Künstler zum Kaufmann: Was Bauherren von Architekten erwarten / Öko-Bau gehört die Zukunft

10.09.2004


Deutschlands Architekten stehen vor einem Umbau ihres Berufsbildes. "In Zukunft werden mehr Kaufleute als Künstler gefragt sein" ist das Fazit einer Studie des Trierer Institutes für Mittelstandsökonomie, die am Freitag in Mayen (Eifel) auf dem 3. Mayener Dachforum vorgestellt wurde.

"Planer und Architekten müssen sich verstärkt als schöpferische Problemlöser für den Bauherren etablieren, wenn sie erfolgreich sein wollen", betonte Ewald A. Hoppen, Geschäftsführer von Rathscheck-Schiefer. Der deutsche Marktführer für Dachschieferprodukte hatte die Untersuchung in Auftrag gegeben, die deutlich macht: Die Zukunft gehört dem ökonomisch-ökologischen sowie dem altersgerechten Bauen.

Für viele Bauherren sind heute wirtschaftliche Faktoren wichtiger als künstlerische Ambitionen, stellte die Mehrzahl von 139 befragten deutschen Architekturbüros selbstkritisch fest. "Architekten sind vermehrt denn je darauf angewiesen aus Kundensicht zu denken", fordert Professor Dr. Axel G. Schmidt von der Uni Trier: "Der ideale Weg ist die Synthese zwischen Künstler und Kaufmann".

Lahmende Baukonjunktur, wachsender Wettbewerbsdruck und die steigende Zahl arbeitsloser Architekten zwingen die Branche zur Neuorientierung. Während fast 60 Prozent der Befragten heute von einer schlechten Auftragslage berichten, jedes zweite Büro Personal abgebaut hat und der Umsatz bei 30 Prozent der Befragten auf unter 100 000 EUR pro Jahr sank, sieht der Blick in die Zukunft optimistischer aus: Jeder fünfte Planer glaubt an einen Konjunkturaufschwung in den kommenden drei Jahren. Anziehen wird nach Ansicht der Architekten das "Bauen im Bestand" und das "ökologische und altersgerechte Bauen". Als neue Betätigungsfelder sehen viele auch Beratungs- und Verwaltungsdienstleistungen - vom Facility-Management bis zur Vermarktung von Investitionsprojekten.

Während im Industrie- und Gewerbebau sowie bei öffentlichen Aufträgen der Nachfragerückgang ohne spürbare Erholung bleibt, gibt es bei den Privatbauten erste Anzeichen für Licht am Ende des Tunnels: Für dieses Jahr wird ein leichtes Umsatzplus von ein Prozent erwartet. Viele Bauherren sparen dabei an aufwändigen Gestaltungselementen, investieren aber wieder verstärkt in langlebige und ökologisch unbedenkliche Naturbaustoffe. "Auf dem Dach und an der Fassade erobert beispielsweise Schiefer in den 70er und 80er Jahren an künstlich hergestellte Produkte verlorene Marktanteile verstärkt zurück," berichtet Ewald A. Hoppen.

Die Studie kann (kostenlos) angefordert werden bei: Rathscheck Schiefer und Dach-Systeme KG, 56707 Mayen, Telefon: 02651/9550. Download im Internet unter: www.schiefer.de

Dirk Ackermann | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.schiefer.de

Weitere Berichte zu: Öko-Bau

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Architektur Bauwesen:

nachricht Welt-Neuheit: natureplus zertifiziert erstmals komplette Bauteile
04.07.2018 | Bau-Fritz GmbH & Co. KG, seit 1896

nachricht Gebäude entlasten Stromnetze
03.07.2018 | FIZ Karlsruhe – Leibniz-Institut für Informationsinfrastruktur GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Architektur Bauwesen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Erste Beweise für Quelle extragalaktischer Teilchen

Zum ersten Mal ist es gelungen, die kosmische Herkunft höchstenergetischer Neutrinos zu bestimmen. Eine Forschungsgruppe um IceCube-Wissenschaftlerin Elisa Resconi, Sprecherin des Sonderforschungsbereichs SFB1258 an der Technischen Universität München (TUM), liefert ein wichtiges Indiz in der Beweiskette, dass die vom Neutrino-Teleskop IceCube am Südpol detektierten Teilchen mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer Galaxie in vier Milliarden Lichtjahren Entfernung stammen.

Um andere Ursprünge mit Gewissheit auszuschließen, untersuchte das Team um die Neutrino-Physikerin Elisa Resconi von der TU München und den Astronom und...

Im Focus: First evidence on the source of extragalactic particles

For the first time ever, scientists have determined the cosmic origin of highest-energy neutrinos. A research group led by IceCube scientist Elisa Resconi, spokesperson of the Collaborative Research Center SFB1258 at the Technical University of Munich (TUM), provides an important piece of evidence that the particles detected by the IceCube neutrino telescope at the South Pole originate from a galaxy four billion light-years away from Earth.

To rule out other origins with certainty, the team led by neutrino physicist Elisa Resconi from the Technical University of Munich and multi-wavelength...

Im Focus: Magnetische Wirbel: Erstmals zwei magnetische Skyrmionenphasen in einem Material entdeckt

Erstmals entdeckte ein Forscherteam in einem Material zwei unabhängige Phasen mit magnetischen Wirbeln, sogenannten Skyrmionen. Die Physiker der Technischen Universitäten München und Dresden sowie von der Universität zu Köln können damit die Eigenschaften dieser für Grundlagenforschung und Anwendungen gleichermaßen interessanten Magnetstrukturen noch eingehender erforschen.

Strudel kennt jeder aus der Badewanne: Wenn das Wasser abgelassen wird, bilden sie sich kreisförmig um den Abfluss. Solche Wirbel sind im Allgemeinen sehr...

Im Focus: Neue Steuerung der Zellteilung entdeckt

Wenn eine Zelle sich teilt, werden sämtliche ihrer Bestandteile gleichmässig auf die Tochterzellen verteilt. UZH-Forschende haben nun ein Enzym identifiziert, das sicherstellt, dass auch Zellbestandteile ohne Membran korrekt aufgeteilt werden. Ihre Entdeckung eröffnet neue Möglichkeiten für die Behandlung von Krebs, neurodegenerative Krankheiten, Alterungsprozessen und Virusinfektionen.

Man kennt es aus der Küche: Werden Aceto balsamico und Olivenöl miteinander vermischt, trennen sich die beiden Flüssigkeiten. Runde Essigtropfen formen sich,...

Im Focus: Magnetic vortices: Two independent magnetic skyrmion phases discovered in a single material

For the first time a team of researchers have discovered two different phases of magnetic skyrmions in a single material. Physicists of the Technical Universities of Munich and Dresden and the University of Cologne can now better study and understand the properties of these magnetic structures, which are important for both basic research and applications.

Whirlpools are an everyday experience in a bath tub: When the water is drained a circular vortex is formed. Typically, such whirls are rather stable. Similar...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Interdisziplinäre Konferenz: Diabetesforscher und Bioingenieure diskutieren Forschungskonzepte

13.07.2018 | Veranstaltungen

Conference on Laser Polishing – LaP: Feintuning für Oberflächen

12.07.2018 | Veranstaltungen

Materialien für eine Nachhaltige Wasserwirtschaft – MachWas-Konferenz in Frankfurt am Main

11.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Interdisziplinäre Konferenz: Diabetesforscher und Bioingenieure diskutieren Forschungskonzepte

13.07.2018 | Veranstaltungsnachrichten

Maschinelles Lernen: Neue Methode ermöglicht genaue Extrapolation

13.07.2018 | Informationstechnologie

Fachhochschule Südwestfalen entwickelt innovative Zinklamellenbeschichtung

13.07.2018 | Materialwissenschaften

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics