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Adaptive Hüllen und Strukturen für die gebaute Umwelt von morgen

08.04.2019

An der HafenCity Universität Hamburg (HCU) befassen sich Prof. Dr. Mona Mahall (Architektur und Kunst) und Marie Ulber, Ph.D., mit den Möglichkeiten anpassungsfähiger Strukturen für die Architektur von Morgen. Der Sonderforschungsbereich „Adaptive Hüllen und Strukturen für die gebaute Umwelt von morgen“, der von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert wird, ist an der Universität Stuttgart angesiedelt.

Seit Januar 2017 gehen die Kooperationspartner des SFB in enger interdisziplinärer Zusammenarbeit der Frage nach, wie angesichts einer wachsenden Weltbevölkerung und schrumpfender Ressourcen künftig mehr Wohnraum mit weniger Material geschaffen werden kann.


Rendering Demonstrator

Demonstrator_Copyright_Institut für Leichtbau Entwerfen und Konstruieren, Universität Stuttgart


Visualisierung Demonstrator

Demonstrator_Copyright_Institut für Leichtbau Entwerfen und Konstruieren, Universität Stuttgart

Die Integration von anpassungsfähigen Elementen in tragende Strukturen, Hüllsysteme und Innenausbauten wird hierfür als ein wichtiger Ansatz erachtet. Das interdisziplinäre Forscherteam entwickelt gemeinsam anpassungsfähige Tragstrukturen, Fassaden und Klimasysteme für einen 36,5 Meter hohen Versuchsbau.

Das sogenannte Demonstratorgebäude kann mit adaptiven Bauteilen auf veränderte Umweltbedingungen, wie beispielsweise wechselnde Windlasten, reagieren.

Das HCU-Team nimmt in dem Teilprojekt „Architektonisch-entwerferische Konzepte für adaptive Hüllen und Strukturen“ drei Forschungsfragen in den Blick:

Wie verändert sich das bisher starr gedachte Gebäudekonzept, wenn Bauwerke dynamisch auf veränderte Umweltbedingungen oder Bewohnerbedürfnisse reagieren? Inwiefern wachsen die Herausforderungen für die Architektinnen und Architekten, wenn ein Bauwerk mehrere Formzustände aufweisen kann?

Wie erleben zukünftige Bewohnerinnen und Bewohner eine anpassungsfähige gebaute Umgebung, mit der sie interagieren, kommunizieren und verhandeln können? Damit möchten die HCU-Wissenschaftlerinnen die Konzeption einer adaptiven Architektur als resiliente und zukunftsfähige Perspektive in Zeiten des Klimawandels um architekturtheoretische Aspekte erweitern und mit entwickeln.

Die von der DFG finanzierten Sonderforschungsbereiche sind langfristige, auf die Dauer von bis zu zwölf Jahren angelegte Forschungsverbünde von Hochschulen, in denen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Rahmen eines fächerübergreifenden Forschungsprogramms zusammenarbeiten.

Wissenschaftliche Ansprechpartner:

Prof. Dr. Mona Mahall, Architektur und Kunst
mona.mahall@hcu-hamburg.de
+49 (0)40 42827-5091

Weitere Informationen:

https://www.hcu-hamburg.de/presse/news/news/#380

Marina Brink | idw - Informationsdienst Wissenschaft

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