Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Start des Forschungsprojekts BAOFRUIT

02.10.2013
Wissenschaftler der Hochschule Rhein-Waal untersuchen Einsatzmöglichkeiten des afrikanischen Affenbrotbaums in der Lebensmittelproduktion

Das Projekt BAOFRUIT ist eine Partnerschaft zur Entwicklung von Einsatzmöglichkeiten von Baobab (Adansonia digitata L.) in der Nahrungsmittelindustrie Afrikas und Europas zur Förderung einer nachhaltigen Ressourcennutzung und Armutsbekämpfung in Trockengebieten Afrikas.


Der afrikanische Affenbrotbaum (Baobab)
Foto: Prof. Dr. Jens Gebauer

Baobab (Adansonia digitata L.) ist eine in Afrika weit verbreitete Baumart. Im Jahr 2008 wurde das getrocknete Fruchtfleisch der Baobab-Frucht als neuartige Lebensmittelzutat für die Europäische Union und in 2009 für die USA zugelassen. Wegen ihrer Inhaltsstoffe sowie günstiger nahrungsmitteltechnologischer Eigenschaften sind die Frucht und möglicherweise andere Baumbestandteile für die Herstellung funktionaler Nahrungsmittel interessant. Eine verstärkte kommerzielle Nutzung des Baobab scheitert jedoch gegenwärtig oft an einer mangelnden Verfügbarkeit von Pflanzmaterial, fehlenden Bewirtschaftungs- und Verarbeitungstechnologien sowie dem Fehlen einer organisierten Vermarktungskette.

Lösungen für diese und weitere Probleme bei der Herstellung und Markteinführung von Baobabprodukten zu finden ist das Hauptanliegen der an diesem Projekt beteiligten Forscher. „Die kommerzielle Nutzung der Ressource in der Region befindet sich bislang in ihren Anfängen. Das Konzept ‚Schutz durch Nutzung‘ kann zum Erhalt der zunehmend bedrohten Baobab-Bestände und zur Armutsbekämpfung vor Ort beitragen. Es kommt jedoch darauf an sicherzustellen, dass diese Nutzungen nicht zu einer Schädigung der natürlichen Baobab-Bestände führt“, sagt Prof. Dr. Dietrich Darr, Professor für Agribusiness an der Hochschule Rhein-Waal und Leiter des BAOFRUIT-Projektes.

Im Rahmen des Projektes wollen die Partner einen gemeinsamen Forschungsantrag zur nachhaltigen Produktion und Vermarktung von Baobaberzeugnissen in Ostafrika erarbeiten. Dazu wird in den nächsten Monaten der Stand des Wissens in diesem Bereich zusammengetragen. Vor Ort werden die Partner bereits erste kleinere Untersuchungen realisieren. „Wir wollen mit unserem Projekt dazu beitragen, diesen für die deutsche und europäische Lebensmittelindustrie interessanten Rohstoff besser zu erschließen“, sagt Darr.

An diesem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung über einen Zeitraum von sechs Monaten geförderten Projekt sind gegenwärtig Wissenschaftler aus Deutschland, Kenia, Malawi und dem Sudan beteiligt. Neben Universitäten und Forschungseinrichtungen gehören bislang auch zwei Unternehmen aus Kenia und Deutschland zum Forschungskonsortium. Weitere europäische und afrikanische Partner aus Industrie und Wissenschaft sollen in den nächsten Monaten folgen.

Christin Hasken | idw
Weitere Informationen:
http://www.hochschule-rhein-waal.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Agrar- Forstwissenschaften:

nachricht BTU-Forscher*innen lernen aus Waldbränden
03.07.2020 | Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg

nachricht Urgetreide: wahrscheinlich weltgrößter Feldversuch offenbart Potential
25.06.2020 | Universität Hohenheim

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Agrar- Forstwissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Kryoelektronenmikroskopie: Hochauflösende Bilder mit günstiger Technik

Mit einem Standard-Kryoelektronenmikroskop erzielen Biochemiker der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) erstaunlich gute Aufnahmen, die mit denen weit teurerer Geräte mithalten können. Es ist ihnen gelungen, die Struktur eines Eisenspeicherproteins fast bis auf Atomebene aufzuklären. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift "PLOS One" veröffentlicht.

Kryoelektronenmikroskopie hat in den vergangenen Jahren entscheidend an Bedeutung gewonnen, besonders um die Struktur von Proteinen aufzuklären. Die Entwickler...

Im Focus: Electron cryo-microscopy: Using inexpensive technology to produce high-resolution images

Biochemists at Martin Luther University Halle-Wittenberg (MLU) have used a standard electron cryo-microscope to achieve surprisingly good images that are on par with those taken by far more sophisticated equipment. They have succeeded in determining the structure of ferritin almost at the atomic level. Their results were published in the journal "PLOS ONE".

Electron cryo-microscopy has become increasingly important in recent years, especially in shedding light on protein structures. The developers of the new...

Im Focus: Neue Schlankheitstipps für Computerchips

Lange Zeit hat man in der Elektronik etwas Wichtiges vernachlässigt: Wenn man elektronische Bauteile immer kleiner machen will, braucht man dafür auch die passenden Isolator-Materialien.

Immer kleiner und immer kompakter – das ist die Richtung, in die sich Computerchips getrieben von der Industrie entwickeln. Daher gelten sogenannte...

Im Focus: Elektrische Spannung aus Elektronenspin – Batterie der Zukunft?

Forschern der Technischen Universität Ilmenau ist es gelungen, sich den Eigendrehimpuls von Elektronen – den sogenannten Elektronenspin, kurz: Spin – zunutze zu machen, um elektrische Spannung zu erzeugen. Noch sind die gemessenen Spannungen winzig klein, doch hoffen die Wissenschaftler, auf der Basis ihrer Arbeiten hochleistungsfähige Batterien der Zukunft möglich zu machen. Die Forschungsarbeiten des Teams um Prof. Christian Cierpka und Prof. Jörg Schumacher vom Institut für Thermo- und Fluiddynamik wurden soeben im renommierten Journal Physical Review Applied veröffentlicht.

Laptop- und Handyspeicher der neuesten Generation nutzen Erkenntnisse eines der jüngsten Forschungsgebiete der Nanoelektronik: der Spintronik. Die heutige...

Im Focus: Neue Erkenntnisse über Flüssigkeiten, die ohne Widerstand fließen

Verlustfreie Stromleitung bei Raumtemperatur? Ein Material, das diese Eigenschaft aufweist, also bei Raumtemperatur supraleitend ist, könnte die Energieversorgung revolutionieren. Wissenschaftlern vom Exzellenzcluster „CUI: Advanced Imaging of Matter“ an der Universität Hamburg ist es nun erstmals gelungen, starke Hinweise auf Suprafluidität in einer zweidimensionalen Gaswolke zu beobachten. Sie berichten im renommierten Magazin „Science“ über ihre Experimente, in denen zentrale Aspekte der Supraleitung in einem Modellsystem untersucht werden können.

Es gibt Dinge, die eigentlich nicht passieren sollten. So kann z. B. Wasser nicht durch die Glaswand von einem Glas in ein anderes fließen. Erstaunlicherweise...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Intensiv- und Notfallmedizin: „Virtueller DIVI-Kongress ist ein Novum für 6.000 Teilnehmer“

08.07.2020 | Veranstaltungen

Größte nationale Tagung für Nuklearmedizin

07.07.2020 | Veranstaltungen

Corona-Apps gegen COVID-19: Nationalakademie Leopoldina veranstaltet internationales virtuelles Podiumsgespräch

07.07.2020 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Konzept für neue Technik zur Untersuchung superschwerer Elemente vorgestellt

13.07.2020 | Biowissenschaften Chemie

Alternativmethoden für Tierversuche: VISION – Ein mikrofluidisches Chipsystem als Alternative zu Tierversuchen

13.07.2020 | Biowissenschaften Chemie

Neue Molekülbibliothek hilft bei der systematischen Suche nach Wirkstoffen

13.07.2020 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics