Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Minimierung des Antibiotikaeinsatzes in der Tierhaltung

24.08.2012
Antibiotikaresistenzen stellen ein globales Problem sowohl für den Human- als auch den Veterinärbereich dar.
Um die Entstehung und Verbreitung solcher Resistenzen zu reduzieren, muss der Antibiotikeinsatz bei der Behandlung von Mensch und Tier auf das therapeutisch notwendige Maß beschränkt werden. Zugleich muss die Übertragung resistenter Organismen minimiert werden. Maßnahmen zur Resistenzverhütung verlängern darüber hinaus den Lebenszyklus eines Antibiotikums.

Antibiotikaresistenzen stellen ein globales Problem sowohl für den Human- als auch den Veterinärbereich dar. Beide Bereiche müssen gegen die Entstehung und Verbreitung solcher Resistenzen tätig werden. Bei der Behandlung von Mensch und Tier muss der Antibiotikaeinsatz auf das therapeutisch notwendige Maß reduziert werden. Es gilt, die Verbreitung von antibiotikaresistenten Bakterien zu verhindern oder zumindest einzudämmen. Hierzu verfolgen das Bundesgesundheitsministerium, das Bundesministerium für Bildung und Forschung und das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) eine gemeinsame Deutsche Antibiotikaresistenzstrategie.

Die vom BMELV ergriffenen und geplanten Maßnahmen dienen dem Ziel, den Einsatz von Antibiotika in der Tierhaltung zu minimieren. Antibiotika müssen jedoch verfügbar bleiben, um Infektionskrankheiten wirksam bekämpfen zu können. Darüber hinaus sollten dringend neue Antibiotika entwickelt und bereit gestellt werden. Der Lebenszyklus eines Antibiotikums, das für die Tiermedizin zugelassen ist, sollte zusätzlich aber auch durch Maßnahmen zur Resistenzverhütung verlängert werden, in dem es seltener Verwendung findet.
Hierzu zählen neben der Verbesserung der Tierhaltungsbedingungen und der Hygienemaßnahmen im Betrieb ganz besonders die Entwicklung und Nutzung von Impfstoffen gegen die alltäglich auftretenden Infektionen in der Tierhaltung. Ist das Tier vor einer Infektion geschützt, muss es nicht mit Antibiotika behandelt werden. Des Weiteren gilt es, das Übertragungsrisiko möglicher antibiotikaresistenter Bakterien während der Lebensmittelgewinnung und -verarbeitung zu minimieren.

Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) beabsichtigt aus den genannten Gründen, in seinem Programm zur Innovationsförderung (http://www.ble.de/innovationsfoerderung) entsprechende Vorhaben zu fördern.
Programm zur Innovationsförderung des BMELV
Mit dem Programm zur Innovationsförderung des BMELV sollen Forschung und Entwicklung, Wissenstransfer und bessere Rahmenbedingungen für Innovationen in der deutschen Agrar- und Ernährungswirtschaft sowie im Verbraucherschutz unterstützt werden. Es beinhaltet die Förderung von technischen und nicht-technischen Innovationen sowie von Vorhaben zur Steigerung der Innovationsfähigkeit einschließlich des Wissenstransfers. Jährlich stehen hierfür mehr als 30 Millionen Euro zur Verfügung.

Weitere Informationen sowohl zum Programm zur Innovationsförderung als auch zu spezifischen Richtlinien sind auf der BLE-Homepage unter http://www.ble.de/innovationsfoerderung, Programm des BMELV, zu finden. Hier besteht auch die Möglichkeit, sich für einen Newsletter anzumelden.

Für Fragen steht der Projektträger Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE), Bereich Innovationsförderung, Dr. Holger Stöppler-Zimmer, Telefon 0228/ 99 68 45 -32 81, E-Mail: innovation@ble.de gerne zur Verfügung.

Tassilo Frhr. v. Leoprechting | idw
Weitere Informationen:
http://www.ble.de/innovationsfoerderung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Agrar- Forstwissenschaften:

nachricht Risiko oder Chance für den Reisanbau? Bayreuther Forscher entdecken neue Arsenverbindungen in Reisfeldern
11.02.2020 | Universität Bayreuth

nachricht Zu viel Stickstoff bremst Waldwachstum in Europa
29.01.2020 | Eidgenössische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Agrar- Forstwissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lichtpulse bewegen Spins von Atom zu Atom

Forscher des Max-Born-Instituts für Nichtlineare Optik und Kurzpulsspektroskopie (MBI) und des Max-Planck-Instituts für Mikrostrukturphysik haben durch die Kombination von Experiment und Theorie die Frage gelöst, wie Laserpulse die Magnetisierung durch ultraschnellen Elektronentransfer zwischen verschiedenen Atomen manipulieren können.

Wenige nanometerdünne Filme aus magnetischen Materialien sind ideale Testobjekte, um grundlegende Fragestellungen des Magnetismus zu untersuchen. Darüber...

Im Focus: Freiburg researcher investigate the origins of surface texture

Most natural and artificial surfaces are rough: metals and even glasses that appear smooth to the naked eye can look like jagged mountain ranges under the microscope. There is currently no uniform theory about the origin of this roughness despite it being observed on all scales, from the atomic to the tectonic. Scientists suspect that the rough surface is formed by irreversible plastic deformation that occurs in many processes of mechanical machining of components such as milling.

Prof. Dr. Lars Pastewka from the Simulation group at the Department of Microsystems Engineering at the University of Freiburg and his team have simulated such...

Im Focus: Transparente menschliche Organe ermöglichen dreidimensionale Kartierungen auf Zellebene

Erstmals gelang es Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, intakte menschliche Organe durchsichtig zu machen. Mittels mikroskopischer Bildgebung konnten sie die zugrunde liegenden komplexen Strukturen der durchsichtigen Organe auf zellulärer Ebene sichtbar machen. Solche strukturellen Kartierungen von Organen bergen das Potenzial, künftig als Vorlage für 3D-Bioprinting-Technologien zum Einsatz zu kommen. Das wäre ein wichtiger Schritt, um in Zukunft künstliche Alternativen als Ersatz für benötigte Spenderorgane erzeugen zu können. Dies sind die Ergebnisse des Helmholtz Zentrums München, der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) und der Technischen Universität München (TUM).

In der biomedizinischen Forschung gilt „seeing is believing“. Die Entschlüsselung der strukturellen Komplexität menschlicher Organe war schon immer eine große...

Im Focus: Skyrmions like it hot: Spin structures are controllable even at high temperatures

Investigation of the temperature dependence of the skyrmion Hall effect reveals further insights into possible new data storage devices

The joint research project of Johannes Gutenberg University Mainz (JGU) and the Massachusetts Institute of Technology (MIT) that had previously demonstrated...

Im Focus: Skyrmionen mögen es heiß – Spinstrukturen auch bei hohen Temperaturen steuerbar

Neue Spinstrukturen für zukünftige Magnetspeicher: Die Untersuchung der Temperaturabhängigkeit des Skyrmion-Hall-Effekts liefert weitere Einblicke in mögliche neue Datenspeichergeräte

Ein gemeinsames Forschungsprojekt der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) und des Massachusetts Institute of Technology (MIT) hat einen weiteren...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Chemnitzer Linux-Tage am 14. und 15. März 2020: „Mach es einfach!“

12.02.2020 | Veranstaltungen

4. Fachtagung Fahrzeugklimatisierung am 13.-14. Mai 2020 in Stuttgart

10.02.2020 | Veranstaltungen

Alternative Antriebskonzepte, technische Innovationen und Brandschutz im Schienenfahrzeugbau

07.02.2020 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Erste Untersuchungsergebnisse zum "Sensations-Meteoritenfall" von Flensburg

17.02.2020 | Geowissenschaften

Lichtpulse bewegen Spins von Atom zu Atom

17.02.2020 | Physik Astronomie

Freiburger Forscher untersucht Ursprünge der Beschaffenheit von Oberflächen

17.02.2020 | Materialwissenschaften

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics