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Mikroben gegen Trauben-Grauschimmel

28.04.2010
Bakterien könnten helfen - Forschungsergebnisse aus den USA

Botrytis cinerea, die Grauschimmelfäule an Früchten, Blättern, Stängeln und Blüten, führt regelmäßig zu hohen Ertragsausfällen an Weinreben, Erdbeeren, Hopfen, Tomaten und Salat.

Legt sich der Pilz auf die rohen Trauben, werden diese nicht mehr reif und sind für die Weinherstellung unbrauchbar. Botrytis cinerea ist die am weitesten verbreitete Ursache für Nachernte- und Lager-Verluste bei Tafeltrauben.

Die Erreger der Grauschimmelfäule leben als Parasiten und führen zum fortschreitenden Zerfall des Gewebes (Fäule). Eine kleine, aber wirksame Mikrobe könnte nun helfen, Tafeltrauben vor dem gefürchteten Pilz zu schützen: Muscodor albus. Wissenschaftler des "Agricultural Research Service (ARS)" des US-amerikanischen Landwirtschaftsministeriums fanden in Experimenten heraus, dass M. albus als eine Art natürliches Räuchermittel fungieren.

Die Mikroben setzen Substanzen frei, die harmlos für Menschen und Tiere sind, aber die Ausbreitung von bestimmten Erregern, wie Botrytis cinerea, eindämmen oder diese abtöten. Bei bestimmten Botrytis-infizierten Tafeltraubensorten konnte der Nacherntebfall durch das so genannte "Biofumigation"-Verfahren biologisches Räuchern) um 85 Prozent vermindert werden.

Das Verfahren sei auch deshalb interessant, so die Wissenschaftler um Joseph L. Smilanick, weil es flexibel vereinbar sei mit den verschiedenen Verarbeitungsschritten wie Kühlung, Verpackung und Transport. Die Mikroben kommen niemals direkt in Kontakt mit den Trauben, lediglich werden 10 bis 20 Gramm Mikroben-Granulat je Kilogramm Trauben innerhalb der Lager- oder Transportbehälter bzw. den Traubenpackungen platziert. "Biofumigation" mit den natürlichen flüchtigen Stoffen von Muscodor albus habe daher ein viel versprechendes Potenzial als Alternative zu bisherigen Verfahren, um die Nachernte-Haltbarkeit von Tafeltrauben zu verlängern.

Weitere Informationen:
www.ars.usda.gov/is/pr/2010/100416.htm
http://apsjournals.apsnet.org/doi/interp/10.1094/PD-90-1019

Friederike Eversheim | aid infodienst
Weitere Informationen:
http://www.aid.de

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