Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

EU-geförderte Forschungskooperation zur landwirtschaftlichen Nutzung von Bio-Effektoren gestartet

12.10.2012
Erste Kick-off Treffen zum Projektstart vom 10. – 12. Oktober 2012 an der Universität Hohenheim.

„Ressourcenschonung in der europäischen Nutzpflanzenproduktion durch Verwendung von BIOefFEKTORen“ (BIOFECTOR) ist ein herausragendes Projekt im 7. Forschungsrahmenprogramm der Europäischen Union. Das Projekt verbindet eine breit gefächerte Expertise von Spitzenwissenschaftlern aus europäischen Forschungsinstitutionen mit in diesem Bereich aktiven, mittelständischen Industrieunternehmen. Das Julius Kühn-Institut (JKI) ist einer der Projektpartner.

Ein internationales Konsortium von Wissenschaftlern unter Leitung der Universität Hohenheim hat ein EU-gefördertes Großforschungsprojekt zur Entwicklung alternativer Düngungsstrategien initiiert. Das Projekt wird mit 6 Millionen Euro im 7. Forschungsrahmenprogramm der Europäischen Union (FP7/2007-2013) unter der Fördernummer 312117 unterstützt. Start der Website www.biofector.eu voraussichtlich im Dezember 2012.

Die Deckung des steigenden Nahrungsmittelbedarfs der wachsenden Weltbevölkerung, trotz begrenzter Verfügbarkeit fruchtbarer, landwirtschaftlich nutzbarer Böden, ist eine der großen Herausforderungen der kommenden Jahrzehnte. Eine Ressourcen-schonende Landnutzung erfordert die Entwicklung nachhaltigerer Strategien zur Mineralstoffversorgung von Kulturpflanzen als Alternative zur herkömmlichen Verwendung von Mineraldüngern. BIOFECTOR ist ein integriertes Projekt mit der Zielsetzung, neue Ansätze für die Nutzung von „Bio-Effektoren“ zu entwickeln. Dabei handelt es sich um lebende Mikroorganismen und natürliche Wirkstoffe mit der Fähigkeit, das gesunde Wachstum, die Nährstoffaneignung und die Resistenz von Kulturpflanzen gegenüber abiotischen und biotischen Stressfaktoren zu fördern. Die Bio-Effektoren sollen die Produktivität und Nährstoffausnutzung alternativer Dünger verbessern. So z. B. im organischen Landbau, bei der Verwendung von Recyclingdüngern und bei platzierter Düngung direkt im Wurzelbereich.

Die im Projekt untersuchten Bio-Effektoren umfassen pilzliche und bakterielle Isolate, für die bereits Wurzelwachstums-fördernde und Nährstoff-mobilisierende Eigenschaften dokumentiert sind. Weiterhin werden marine Algen-, Kompost-, und Pflanzenextrakte und deren aktive Inhaltsstoffe in verschiedenen Kombinationen und Formulierungen getestet.

Die Versuche werden an Mais, Weizen und Tomate durchgeführt. Nach einer Vortestung im Labor- und Gewächshausmaßstab ermöglicht ein Europa-weites Netzwerk von Feldversuchsstandorten, die neu entwickelten Düngungsstrategien innerhalb der Projektlaufzeit von fünf Jahren unter diversen geo-klimatischen Bedingungen in Europa zu testen.

Die strategische Kombination solcher alternativer Düngungsstrategien mit speziell an die jeweiligen, dort vorherrschenden Bedingungen angepassten Bio-Effektorprodukten soll dazu beitragen, den Einsatz von Agrochemikalien zu vermindern und eine nachhaltige und umweltfreundliche landwirtschaftliche Produktion zu entwickeln.

Projektpartner:

Akademische Institutionen:
Julius-Kühn Institut (Germany),
Czech University of Life Sciences (Czech Republic),
Banat’s University of Agricultural Sciences and Veterinary Medicine Timisoara (Romania),
Corvinus University of Budapest (Hungary),
Plant Research International, Wageningen University and Research Centre (the Netherlands),
University of Naples (Italy),
University of Copenhagen (Denmark),
Agri-Food and Biosciences Institute (United Kingdom),
Anhalt University of Life Sciences (Germany),
Forschungsinstitut für biologischen Landbau (Schweiz),
Agricultural Research Organization (Israel)
Unternehmen, die auf die Produktion von Bio-Effektoren spezialisiert sind sowie Vertreter landwirtschaftlicher Produzentenverbände:
BioAtlantis Ltd (Ireland),
Madora GmbH (Germany),
ABiTEP GmbH (Germany),
Prophyta Biologischer Pflanzenschutz GmbH (Germany),
Sourcon Padena GmbH (Germany),
AGRIGES s.r.l. (Italy),
KomTek Miljø (Denmark),
Arbeitsgemeinschaft Hüttenkalk e.V. (Germany)
FiBL-Projekte GmBH (Deutschland)
Die GABO:milliarium mbH & Co KG übernimmt die administrative Projektorganisation.
Kontaktadressen:
Kathrin Stoller, GABO:milliarium mbH & Co KG (Projektmanagement)
Kathrin.stoller@gabo-mi.com
Tel.: 089 28810415
Prof. Dr. Günter Neumann, Institut für Kulturpflanzenwissenschaften der Universität Hohenheim (Wissenschaftliche Koordination)
guenter.neumann@uni-hohenheim.de
Tel.: 0711 459-24273
Prof. Dr. Kornelia Smalla (Informationen zu Teilprojekt des JKI)
Julius Kühn-Institut, Institut für Epidemiologie und Pathogendiagnostik
kornelia.smalla@jki.bund.de

Dr. Gerlinde Nachtigall | idw
Weitere Informationen:
http://www.biofector.eu/
http://www.jki.bund.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Agrar- Forstwissenschaften:

nachricht Auftakt für Forschungsprojekt: Die Zukunft der Landwirtschaft ist digital
11.04.2019 | Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e.V.

nachricht "Big Data" für die Artenvielfalt: Göttinger Forscherteam lotet Potenzial für Forschung aus
28.03.2019 | Georg-August-Universität Göttingen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Agrar- Forstwissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Explosion on Jupiter-sized star 10 times more powerful than ever seen on our sun

A stellar flare 10 times more powerful than anything seen on our sun has burst from an ultracool star almost the same size as Jupiter

  • Coolest and smallest star to produce a superflare found
  • Star is a tenth of the radius of our Sun
  • Researchers led by University of Warwick could only see...

Im Focus: Neues „Baustein-Konzept“ für die additive Fertigung

Volkswagenstiftung fördert Wissenschaftler aus dem IPF Dresden bei der Erkundung eines innovativen neuen Ansatzes im 3D-Druck

Im Rahmen Ihrer Initiative „Experiment! - Auf der Suche nach gewagten Forschungsideen“
fördert die VolkswagenStiftung ein Projekt, das von Herrn Dr. Julian...

Im Focus: Vergangenheit trifft Zukunft

autartec®-Haus am Fuß der F60 fertiggestellt

Der Hafen des Bergheider Sees beherbergt seinen ersten Bewohner. Das schwimmende autartec®-Haus – entstanden im Rahmen eines vom Bundesministerium für Bildung...

Im Focus: Hybrid-Neuronen-Netzwerke mit 3D-Lithografie möglich

Netzwerken aus wenigen Neuronenzellen können gezielt künstliche dreidimensionale Strukturen vorgegeben werden. Sie werden dafür elektronisch verschaltet. Dies eröffnet neue Möglichkeiten, Fehler in neuralen Netzwerken besser zu verstehen und technische Anwendungen mit lebenden Zellen gezielter zu steuern. Dies stellt ein Team aus Forschenden aus Greifswald und Hamburg in einer Publikation in der Fachzeitschrift „Advanced Biosystems“ vor.

Eine der zentralen Fragen der Lebenswissenschaften ist, die Funktionsweise des Gehirns zu verstehen. Komplexe Abläufe im Gehirn ermöglichen uns, schnell Muster...

Im Focus: Was geschieht im Körper von ALS-Patienten?

Wissenschaftler der TU Dresden finden Wege, um das Absterben von Nervenzellen zu verringern und erforschen Therapieansätze zur Behandlung von ALS

Die Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) ist eine unheilbare Erkrankung des zentralen Nervensystems. Nicht selten verläuft ALS nach der Diagnose innerhalb...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Künstliche Intelligenz: Lernen von der Natur

17.04.2019 | Veranstaltungen

Mobilität im Umbruch – Conference on Future Automotive Technology, 7.-8. Mai 2019, Fürstenfeldbruck

17.04.2019 | Veranstaltungen

Augmented Reality und Softwareentwicklung: 33. Industrie-Tag InformationsTechnologie (IT)²

17.04.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Irdischer Schutz für außerirdisches Metall

18.04.2019 | Verfahrenstechnologie

Erster astrophysikalischer Nachweis des Heliumhydrid-Ions

18.04.2019 | Physik Astronomie

Radioteleskop LOFAR blickt tief in den Blitz

18.04.2019 | Physik Astronomie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics