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Erste Milch "Ohne Gentechnik" im Handel

09.10.2008
"Landliebe" setzt erstes Zeichen in der Milchbranche

Ab Oktober 2008 wird die erste Milch mit dem Kennzeichen "Traditionelle Fütterung - Ohne Gentechnik" in den Handel kommen.

Das gab die Großmolkerei Campina kürzlich in Düsseldorf bekannt, am Rande der InterMopro - der internationalen Fachmesse für Molkereiprodukte. Als erste nationale Milchmarke in Deutschland bietet dann die Campina-Marke "Landliebe" sämtliche Frischmilch, H-Milch und Schulfrischmilch derartig gekennzeichnet an.

In einem nächsten Schritt soll das Konzept "Ohne Gentechnik" auf weitere Landliebe-Produkte wie zum Beispiel Butter, Dessert, Jogurt und Schichtkäse ausgeweitet werden.

"Ohne Gentechnik" heißt, frei von genveränderten Organismen (GVO). Ermöglicht wird das vor allem durch den Verzicht auf importiertes Soja als Futtermittel, das vor allem auf dem amerikanischen Kontinent praktisch nicht mehr ohne GVOs zu haben ist. Das Fütterungskonzept von Campina beinhaltet, dass die Kühe neben Gras und anderen traditionellen Futterpflanzen wie Raps, Lupinen, Erbsen, Ackerbohnen und Getreide lediglich Einzelfutterbestandteile aus Deutschland beziehungsweise den angrenzenden europäischen Ländern erhalten.

Futterkomponenten aus Übersee sind ausgeschlossen.

Die Spezifikationen für die Fütterung sind mit den Landwirten, die auch einen Aufschlag auf den Milchpreis erhalten, vertraglich geregelt. Schwerpunktmäßig sind unter anderem die Kontrolle der zugekauften Futtermittel und deren getrennte Lagerung einschließlich Behandlung vorgegeben. Die so erzeugte Milch wird in der Molkerei separat erfasst und verarbeitet und von der Fütterung der Milchkuh bis zum Produkt im Kühlregal kontrolliert und dokumentiert.

Das genossenschaftlich geführte Unternehmen Campina zählt zu den Top 10 der Milch verarbeitenden Unternehmen in Deutschland und ist hierzulande Marktführer bei Frischmilch sowie Desserts und zugleich größter Schulmilchversorger. Man darf gespannt sein, wie die Mitbewerber reagieren - und die Verbraucher: Nach Aussagen des Unternehmens sollen die höheren Produktionskosten keine Auswirkung auf die Endverbraucherpreise haben.

Rüdiger Lobitz | aid infodienst
Weitere Informationen:
http://www.aid.de

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