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Effektiv und umweltschonend düngen - Injektionsdüngeverfahren hat Vorteile

17.03.2010
Injektionsdüngeverfahren sind ein effektives, aber immer noch recht unbekanntes Instrument der modernen Landwirtschaft.

Dabei wird ein flüssiger Stickstoffdünger in Unterfußdüngung gezielt in der Nähe der Pflanzenwurzeln in den Boden injiziert. Der aktuelle Stand von Forschung und Technik der Injektionsdüngung war Gegenstand eines Symposiums, das im Februar 2010 im Julius Kühn-Institut für Pflanzenbau und Bodenkunde in Braunschweig stattfand.

Den höheren Maschinenkosten und dem technischen Aufwand stehen einige entscheidende Vorteile gegenüber. So kommt es vor allem auf leichten Böden und bei Trockenheit zu Ertragssteigerungen gegenüber konventioneller Düngung. Dazu muss insgesamt weniger gedüngt werden und die Belastung von Luft und Grundwasser ist niedriger.

Versuchsreihen ergaben beispielsweise eine Einsparung von Düngemitteln von 25 Prozent bei Wintergetreide ohne Ertrags- und Qualitätsverlust. Laut einer englischen Studie ließ sich die Stickstoffmenge im Gemüseanbau bei Injektionsdüngung sogar um die Hälfte reduzieren. Ammoniakemissionen in die Luft gehen durch das Einbringen des Düngers in den Boden um 99 Prozent zurück. Viele Anwender sind zudem überzeugt davon, dass die injektionsgedüngten Pflanzen gesünder und vitaler aussehen. Wissenschaftliche Daten zu dieser These stehen jedoch noch aus.

In Australien und Kanada ist die Injektionsdüngung heute schon das am weitesten verbreitete Düngeverfahren. In Deutschland haben die so gedüngten Flächen in den vergangenen sechs Jahren von 10 000 Hektar auf derzeit etwa 70 000 Hektar zugenommen. Zurzeit gibt es hierzulande 44 Injektionsmaschinen, die teilweise schon der vierten Maschinengeneration angehören. Derzeit laufende Forschungsprojekte zielen darauf ab, eine weitere Verbreitung des Verfahrens aus ökologischer und ökonomischer Sicht noch interessanter zu gestalten.

Weitere Informationen:
http://idw-online.de/pages/de/attachmentdata2366.pdf

Dr. Margit Ritzka | aid infodienst
Weitere Informationen:
http://www.aid.de

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