Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

TU Dresden entwickelt Stärkungsmittel gegen Ozonschäden an Pflanzen

25.04.2002


Besonders in den Sommermonaten belastet die erhöhte Ozonkonzentration in der Luft unsere Gesundheit. Auch Pflanzen leiden darunter. Die Symptome - von Blattschäden bis hin zu Absterbeerscheinungen - konnten von Wissenschaftlern des Institutes für Holz- und Pflanzenchemie der TU Dresden sowohl im kontrollierten Obstanbau als auch an Streuobstwiesen in der freien Landschaft beobachtet werden.

Ausschlaggebend dafür ist vermutlich die gemeinsame Wirkung von Ozon -(Oxidantien), Stressfaktoren wie Trockenheit und direkter UV-Strahlung. Um diese schädlichen Einflüsse aufzudecken und ihnen entgegen zu wirken, hat der Landschaftspflegeverband Osterzgebirge und Vorland e.V., gemeinsam mit der TU Dresden und Herrn Dr. Werthschütz vom Landratsamt Weißeritzkreis, ein Projekt zur Erprobung natürlicher Pflanzenstärkungsmittel im Rahmen des Interreg III - Programmes geplant. Start soll Anfang nächsten Jahres sein.

Auf dem Immissionsökologischen Prüffeld der TU Dresden im Tharandter Wald wird der Schädigungsprozess in speziellen Begasungskabinen unter kontrollierten Bedingungen simuliert und die Effektivität der Gegenmaßnahmen unter verschiedenen Randbedingungen überprüft. Bei Waldbäumen und gärtnerischen Kulturen hat sich der Einsatz der Pflanzenstärkungsmittel, die gemeinsam mit sächsischen Unternehmen entwickelt wurden, bereits bewährt.

Gelingt die Revitalisierung geschädigter Pflanzenkulturen wie erwartet, lassen sich Ertrag und Qualität im kontrollierten Obstbau bereits nach einmaliger Anwendung bis zu einem Jahr steigern. Zudem werden die Pflanzenstärkungsmittel aus natürlichen Stoffen hergestellt. Das Projekt trägt damit nicht zuletzt dazu bei, Akzeptanz und Attraktivität des integrierten und ökologischen Obstbaus zu steigern.

Auch auf diesem Gebiet wird die internationale Kompetenz der TU Dresden deutlich. Durch die Forschungsarbeit soll nicht nur der Erwerbs-Obstanbau in den Grenzgebieten zwischen Sachsen und Böhmen unterstützt werden, sondern auch der ökologische Obstbau in den Bergbau-Folgelandschaften Böhmens.

Nähere Informationen zu diesen Themen bietet die Ausstellung zur Euroregion Elbe/Labe, die noch bis zum 10. Mai im Hauptgebäude der Stadtsparkasse Dresden am Güntzplatz zu sehen ist. Am 4. Mai 2002 von 10 bis 13 Uhr findet anlässlich der Europawoche im Foyer der Ausstellungshalle ein Projektmarkt statt, der persönliche Gespräche mit den Ausstellern sowie weiteren engagierten Vertretern der Euroregion ermöglicht. Die interessierte Öffentlichkeit ist herzlich eingeladen.

Weitere Informationen: Prof. Otto Wienhaus, Tel. (03 52 03) 38 - 3 12 29, Institut für Pflanzen- und Holzchemie

Birgit Berg | idw

Weitere Berichte zu: Obstbau Pflanzenstärkungsmittel Stärkungsmittel

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Agrar- Forstwissenschaften:

nachricht Baumkronen schützen Waldlebewesen vor Klimaerwärmung
15.05.2020 | Eidgenössische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL

nachricht Globaler Handel mit Soja geht auf Kosten des Klimas
08.05.2020 | Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Agrar- Forstwissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Innovative Sensornetze aus Satelliten

In Würzburg werden vier Kleinst-Satelliten auf ihren Start vorbereitet. Sie sollen sich in einer Formation bewegen und weltweit erstmals ihre dreidimensionale Anordnung im Orbit selbstständig kontrollieren.

Wenn ein Gegenstand wie der Planet Erde komplett ohne tote Winkel erfasst werden soll, muss man ihn aus verschiedenen Richtungen ansehen und die...

Im Focus: New double-contrast technique picks up small tumors on MRI

Early detection of tumors is extremely important in treating cancer. A new technique developed by researchers at the University of California, Davis offers a significant advance in using magnetic resonance imaging to pick out even very small tumors from normal tissue. The work is published May 25 in the journal Nature Nanotechnology.

researchers at the University of California, Davis offers a significant advance in using magnetic resonance imaging to pick out even very small tumors from...

Im Focus: I-call – Wenn Mikroimplantate miteinander kommunizieren / Innovationstreiber Digitalisierung - »Smart Health«

Die Mikroelektronik als Schlüsseltechnologie ermöglicht zahlreiche Innovationen im Bereich der intelligenten Medizintechnik. Das vom Fraunhofer-Institut für Biomedizinische Technik IBMT koordinierte BMBF-Verbundprojekt »I-call« realisiert erstmals ein Elektroniksystem zur ultraschallbasierten, sicheren und störresistenten Datenübertragung zwischen Implantaten im menschlichen Körper.

Wenn mikroelektronische Systeme für medizintechnische Anwendungen eingesetzt werden, müssen sie hohe Anforderungen hinsichtlich Biokompatibilität,...

Im Focus: I-call - When microimplants communicate with each other / Innovation driver digitization - "Smart Health“

Microelectronics as a key technology enables numerous innovations in the field of intelligent medical technology. The Fraunhofer Institute for Biomedical Engineering IBMT coordinates the BMBF cooperative project "I-call" realizing the first electronic system for ultrasound-based, safe and interference-resistant data transmission between implants in the human body.

When microelectronic systems are used for medical applications, they have to meet high requirements in terms of biocompatibility, reliability, energy...

Im Focus: Wenn aus theoretischer Chemie Praxis wird

Thomas Heine, Professor für Theoretische Chemie an der TU Dresden, hat 2019 zusammen mit seinem Team topologische 2D-Polymere vorhergesagt. Nur ein Jahr später konnten diese Materialien von einem italienischen Forscherteam synthetisiert und deren topologische Eigenschaften experimentell nachgewiesen werden. Für die renommierte Fachzeitschrift Nature Materials war das Anlass, Thomas Heine zu einem News and Views Artikel einzuladen, der in dieser Woche veröffentlicht wurde. Unter dem Titel "Making 2D Topological Polymers a reality" beschreibt Prof. Heine, wie aus seiner Theorie Praxis wurde.

Ultradünne Materialien sind als Bausteine für nanoelektronische Bauelemente der nächsten Generation äußerst interessant, da es viel einfacher ist, Schaltungen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Gebäudewärme mit "grünem" Wasserstoff oder "grünem" Strom?

26.05.2020 | Veranstaltungen

Dresden Nexus Conference 2020 - Gleicher Termin, virtuelles Format, Anmeldung geöffnet

19.05.2020 | Veranstaltungen

Urban Transport Conference 2020 in digitaler Form

18.05.2020 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Klare Sicht – Projekt zur sichereren Laserbehandlung von Floatern gestartet

26.05.2020 | Medizin Gesundheit

Blutgefässe einfacher und präziser sichtbar machen

26.05.2020 | Biowissenschaften Chemie

Max-Planck-Forscher entwickeln "ultimativen Zellsortierer"

26.05.2020 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics