Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Intensive Landwirtschaft macht dem "Osterhasen" zu schaffen

10.04.2007
Unser "Osterhase", der Feldhase, hat zunehmend unter den negativen Folgen der intensiven Landwirtschaft zu leiden.

Großflächiger Anbau von Monokulturen wie Energiemais und der Mangel an deckungsreichen Fluren zerstört nicht nur seine natürlichen Lebensgrundlagen, sondern bedroht insbesondere bei früher Mahd von Grünland auch das Leben unseres liebsten Ostergastes. Die Verarmung an Landschaftsstruktur wirkt sich dabei gleich mehrfach auf die Feldhasen-Population aus. Durch das Fehlen an Deckung sind Hasen nicht nur den Witterungsbedingungen stärker ausgesetzt, sondern auch für Beutegreifer leichter zu entdecken.

Da Hasen sich hauptsächlich von Gräsern und Kräutern ernähren, führt die intensive Landwirtschaft auch zu einem Mangel an Nahrungsqualität und -quantität. "Insbesondere im großflächigen Anbau von Mais für die Biogasnutzung liegt für den Feldhasen ein großes Risiko, da die Äcker vor allem im Frühjahr wenig Deckung und Äsung bieten", sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke.

Auch wenn aufgrund des milden Winters Meister Lampe in diesem Jahr einen guten Start bekommen habe, bleibe sein Lebensraum gefährdet.

... mehr zu:
»Agrarlandschaft »Feldhasen »Hasen

Eine naturverträglich ausgestaltete Flächenstilllegung stelle dabei das wichtigste Mittel dar, um der Art ein dauerhaftes Überleben in der deutschen Agrarlandschaft zu sichern. Auf Brachen und Blühstreifen fühlt er sich am wohlsten. Der NABU fordert daher eine konsequente Integration solcher Flächen in die Agrarlandschaft, insbesondere in den Börderegionen, in denen sich der Hase langsam erholt.

Viele Bundesländer scheinen hier auf dem richtigen Weg, wenn sie sich mit der Ausrichtung ihrer Agrarumweltprogramme verpflichten, weitere Gelder zur Sicherung von Brachen und Blühstreifen bereitzustellen. "Jetzt ist jeder Landwirt aufgefordert, bei der Hilfe für den Feldhasen anzupacken und diese Mittel zu nutzen. Auch wenn sich künftig durch wärmere Winter die Bedingungen für den Hasen zu verbessern scheinen, der Lebensraum Acker ist weiterhin oft ein Alptraum für jeden Meister Lampe", so Tschimpke. Hier gilt es zu handeln und den Landwirten zu helfen, ihre Äcker für den österlichen "Eierboten" attraktiver zu machen. Daher appelliert der NABU an die Bundesländer, die sich bislang noch nicht entschieden haben Gelder für Buntbrachen bereitzustellen, dies umgehend nachzuholen.

Magnus Herrmann | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.NABU.de

Weitere Berichte zu: Agrarlandschaft Feldhasen Hasen

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Agrar- Forstwissenschaften:

nachricht Göttinger Agrarökologen erforschen Nahrungsnetze von Bestäubern und natürlichen Gegenspielern
07.08.2018 | Georg-August-Universität Göttingen

nachricht David statt Goliath: Kleinharvester-Demonstrator auf der Fachmesse „Interforst“ in München
17.07.2018 | Technische Hochschule Wildau

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Agrar- Forstwissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Der Roboter als „Tankwart“: TU Graz entwickelt robotergesteuertes Schnellladesystem für E-Fahrzeuge

Eine Weltneuheit präsentieren Forschende der TU Graz gemeinsam mit Industriepartnern: Den Prototypen eines robotergesteuerten CCS-Schnellladesystems für Elektrofahrzeuge, das erstmals auch das serielle Laden von Fahrzeugen in unterschiedlichen Parkpositionen ermöglicht.

Für elektrisch angetriebene Fahrzeuge werden weltweit hohe Wachstumsraten prognostiziert: 2025, so die Prognosen, wird es jährlich bereits 25 Millionen...

Im Focus: Robots as 'pump attendants': TU Graz develops robot-controlled rapid charging system for e-vehicles

Researchers from TU Graz and their industry partners have unveiled a world first: the prototype of a robot-controlled, high-speed combined charging system (CCS) for electric vehicles that enables series charging of cars in various parking positions.

Global demand for electric vehicles is forecast to rise sharply: by 2025, the number of new vehicle registrations is expected to reach 25 million per year....

Im Focus: Der „TRiC” bei der Aktinfaltung

Damit Proteine ihre Aufgaben in Zellen wahrnehmen können, müssen sie richtig gefaltet sein. Molekulare Assistenten, sogenannte Chaperone, unterstützen Proteine dabei, sich in ihre funktionsfähige, dreidimensionale Struktur zu falten. Während die meisten Proteine sich bis zu einem bestimmten Grad ohne Hilfe falten können, haben Forscher am Max-Planck-Institut für Biochemie nun gezeigt, dass Aktin komplett von den Chaperonen abhängig ist. Aktin ist das am häufigsten vorkommende Protein in höher entwickelten Zellen. Das Chaperon TRiC wendet einen bislang noch nicht beschriebenen Mechanismus für die Proteinfaltung an. Die Studie wurde im Fachfachjournal Cell publiziert.

Bei Aktin handelt es sich um das am häufigsten vorkommende Protein in höher entwickelten Zellen, das bei Prozessen wie Zellstabilisation, Zellteilung und...

Im Focus: The “TRiC” to folding actin

Proteins must be folded correctly to fulfill their molecular functions in cells. Molecular assistants called chaperones help proteins exploit their inbuilt folding potential and reach the correct three-dimensional structure. Researchers at the Max Planck Institute of Biochemistry (MPIB) have demonstrated that actin, the most abundant protein in higher developed cells, does not have the inbuilt potential to fold and instead requires special assistance to fold into its active state. The chaperone TRiC uses a previously undescribed mechanism to perform actin folding. The study was recently published in the journal Cell.

Actin is the most abundant protein in highly developed cells and has diverse functions in processes like cell stabilization, cell division and muscle...

Im Focus: Arctic Ocean 2018 - Forscher untersuchen Wolken und Meereis in der Arktis

"Arctic Ocean 2018": So heißt die diesjährige Forschungsexpedition des schwedischen Eisbrechers ODEN in der Arktis, an der auch ein Wissenschaftler der Universität Leipzig beteiligt ist. Noch bis zum 25. September wollen die etwa 40 Forscher an Bord vor allem das mikrobiologische Leben im Ozean und im Meereis untersuchen und wie es mit der Wolkenbildung in der Arktis zusammenhängt.

Während der Fahrt durch die Arktis, die Ende Juli gestartet ist, sollen im Rahmen der Kampagne MOCCHA 2018 (Microbiology-Ocean-Cloud-Coupling in the Hight...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

EEA-ESEM Konferenz findet an der Uni Köln statt

13.08.2018 | Veranstaltungen

Digitalisierung in der chemischen Industrie

09.08.2018 | Veranstaltungen

Herausforderung China – Wissenschaftler aus der ganzen Welt diskutieren miteinander auf UW/H-Tagung

03.08.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Weltkleinster Transistor schaltet Strom mit einzelnem Atom in festem Elektrolyten

13.08.2018 | Energie und Elektrotechnik

Your Smartphone is Watching You: Gefährliche Sicherheitslücken in Tracker-Apps

13.08.2018 | Informationstechnologie

Was wir von Ameisen und Amöben über Koordination und Zusammenarbeit lernen können

13.08.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics