Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Kurswechsel der Gemeinsamen Agrarpolitik zeigt Erfolge

07.01.2002


Zeit der Überschüsse ist vorbei


Mit der 1992 eingeleiteten und mit der Agenda 2000 fortgesetzten EU-Agrarreform hat sich ein grundlegender Kurswechsel in der Gemeinsamen Agrarpolitik vollzogen, der auch für die deutschen Landwirte mit erheblichen Anpassungsprozessen verbunden ist. Durch die massive Absenkung der Marktordnungspreise sind ihre Markterlöse heute in hohem Maße von den Preisbewegungen des Weltmarktes abhängig. Besonders betrifft dies wichtige pflanzliche Erzeugnisse wie Getreide und Raps sowie tierische Veredlungsprodukte. Durch die drastische Absenkung der Marktordnungspreise und auf Grund anziehender Weltagrarmarktpreise werden Agrarerzeugnisse aus der EU auf den Weltmärkten zunehmend wettbewerbsfähig. Mehr denn je produziert die EU-Landwirtschaft marktorientiert, die Zeiten der Überschüsse sind vorbei. Somit werden auch keine Unsummen mehr für Lagerhaltung und Exporterstattungen ausgegeben.

Mit dem grundlegenden Wechsel in der Gemeinsamen Agrarpolitik ist aber auch die Einführung der EU-Direktzahlungen an die Landwirte verbunden. Die Direktzahlungen sind ein Teilausgleich für die drastischen Absenkungen der Marktstützungspreise im Rahmen der Agrarreformbeschlüsse und von der laufenden Produktion weitgehend entkoppelt. Sie haben für die Bauern mittlerweile eine hohe Bedeutung erlangt. Nach Umsetzung der Agenda 2000 machen sie sogar fast die Hälfte der landwirtschaftlichen Nettowertschöpfung aus, die derzeit bei rund 12 Milliarden Euro liegt. Die Direktzahlungen stellen auch eine Ausgleichsleistung dafür dar, dass die deutschen und europäischen Bauern unter sehr viel schärferen Umwelt-, Tierschutz- und Verbraucherbestimmungen produzieren als viele ihrer Berufskollegen in anderen Ländern außerhalb der EU.


Dieser Kurswechsel in der Agrarpolitik schlägt sich auch im europäischen Agrarhaushalt nieder. Wurden im Jahre 1991 noch 91 Prozent des EU-Agrarbudgets für Marktstützungsmaßnahmen ausgegeben, so sind es am Ende des Agenda 2000-Zeitraumes im Jahre 2006 nach Kommissionsschätzung nur noch 21 Prozent. 79 Prozent des EU-Agrarhaushaltes dienen dann Direktzahlungen (68 Prozent) oder Maßnahmen zu Gunsten des ländlichen Raumes (11 Prozent).

Deutscher Bauernverband (DBV)
Geschäftsstelle Bonn: Telefon: 0228 / 8198 - 238 - Telefax: 0228 / 8198 - 231

Geschäftsstelle Berlin: Telefon: 030 / 319 04 - 239 - Telefax: 030 / 319 04 - 431

| ots

Weitere Berichte zu: Absenkung Agenda Agrarpolitik Direktzahlungen Kurswechsel

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Agrar- Forstwissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Ultraschnelles Schalten eines optischen Bits: Gewinn für die Informationsverarbeitung

Wissenschaftler der Universität Paderborn und der TU Dortmund veröffentlichen Ergebnisse in Nature Communications

Computer speichern Informationen in Form eines Binärcodes, einer Reihe aus Einsen und Nullen – sogenannten Bits. In der Praxis werden dafür komplexe...

Im Focus: Fraunhofer IOSB-AST und DRK Wasserrettungsdienst entwickeln den weltweit ersten Wasserrettungsroboter

Künstliche Intelligenz und autonome Mobilität sollen dem Strukturwandel in Thüringen und Sachsen-Anhalt neue Impulse verleihen. Mit diesem Ziel fördert das Bundeswirtschaftsministerium ab sofort ein innovatives Projekt in Halle (Saale) und Ilmenau.

Der Wasserrettungsdienst Halle (Saale) und das Fraunhofer Institut für Optronik,
Systemtechnik und Bildauswertung, Institutsteil Angewandte Systemtechnik...

Im Focus: A step towards controlling spin-dependent petahertz electronics by material defects

The operational speed of semiconductors in various electronic and optoelectronic devices is limited to several gigahertz (a billion oscillations per second). This constrains the upper limit of the operational speed of computing. Now researchers from the Max Planck Institute for the Structure and Dynamics of Matter in Hamburg, Germany, and the Indian Institute of Technology in Bombay have explained how these processes can be sped up through the use of light waves and defected solid materials.

Light waves perform several hundred trillion oscillations per second. Hence, it is natural to envision employing light oscillations to drive the electronic...

Im Focus: Haben ein Auge für Farben: druckbare Lichtsensoren

Kameras, Lichtschranken und Bewegungsmelder verbindet eines: Sie arbeiten mit Lichtsensoren, die schon jetzt bei vielen Anwendungen nicht mehr wegzudenken sind. Zukünftig könnten diese Sensoren auch bei der Telekommunikation eine wichtige Rolle spielen, indem sie die Datenübertragung mittels Licht ermöglichen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) am InnovationLab in Heidelberg ist hier ein entscheidender Entwicklungsschritt gelungen: druckbare Lichtsensoren, die Farben sehen können. Die Ergebnisse veröffentlichten sie jetzt in der Zeitschrift Advanced Materials (DOI: 10.1002/adma.201908258).

Neue Technologien werden die Nachfrage nach optischen Sensoren für eine Vielzahl von Anwendungen erhöhen, darunter auch die Kommunikation mithilfe von...

Im Focus: Einblicke in die Rolle von Materialdefekten bei der spin-abhängigen Petahertzelektronik

Die Betriebsgeschwindigkeit von Halbleitern in elektronischen und optoelektronischen Geräten ist auf mehrere Gigahertz (eine Milliarde Oszillationen pro Sekunde) beschränkt. Die Rechengeschwindigkeit von modernen Computern trifft dadurch auf eine Grenze. Forscher am MPSD und dem Indian Institute of Technology in Bombay (IIT) haben nun untersucht, wie diese Grenze mithilfe von Lichtwellen und Festkörperstrukturen mit Defekten erhöht werden könnte, um noch größere Rechenleistungen zu erreichen.

Lichtwellen schwingen mehrere hundert Trillionen Mal pro Sekunde und haben das Potential, die Bewegung von Elektronen zu steuern. Im Gegensatz zu...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Leopoldina-Symposium: „Mission – Innovation“ 2020

21.02.2020 | Veranstaltungen

Gemeinsam auf kleinem Raum - Mikrowohnen

19.02.2020 | Veranstaltungen

Chemnitzer Linux-Tage am 14. und 15. März 2020: „Mach es einfach!“

12.02.2020 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Globale Datenbank für Karstquellenabflüsse

21.02.2020 | Geowissenschaften

Leopoldina-Symposium: „Mission – Innovation“ 2020

21.02.2020 | Veranstaltungsnachrichten

Langlebige Fachwerkbrücken aus Stahl einfacher bemessen

21.02.2020 | Architektur Bauwesen

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics