Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Ammoniak-Belastung ist zu hoch / Landwirtschaft muss was tun

19.12.2001


Die jaehrliche Gesamt-Ammoniak-Emission in der Bundesrepublik Deutschland wird auf gut eine halbe bis eine Million Tonnen geschaetzt. Mit 90 % Anteil ist die Tierhaltung der groesste Verursacher, wobei aus der Rindviehhaltung ca. 70 % stammen, aus der Schweinehaltung ca. 15 bis 25 % und vom Gefluegel ca. 5 %. Diese Zahlen stellte Dr. Eberhard Hartung vom Landtechnik-Institut der Universitaet Hohenheim anlaesslich einer gemeinsam vom Kuratorium fuer Technik und Bauwesen in der Landwirtschaft (KTBL) und dem Umweltbundesamt (UBA) durchgefuehrten Symposium Anfang Dezember in Kloster Banz vor. Handlungsbedarf besteht jetzt vor allem deswegen, weil Deutschland das sogenannte "Goeteborg-Protokoll" (ein Abkommen der Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen zur Verminderung von Luftschadstoffen aus 1999) unterzeichnet hat, wonach hierzulande bis 2010 die Ammoniakemissionen um 28 % gemindert werden sollen. Hartung fuehrte weiter aus, dass fast die Haelfte der Ammoniak-Emissionen im Stall entstuenden und gut 40 % bei der Ausbringung freigesetzt wuerden. Als moegliche Massnahmen zur Verminderung der Ammoniak-Emissionen nannte der Experte unter anderem eine bedarfsangepasste Fuetterung der Tiere, bezogen auf den Stickstoffbedarf, eine Verduennung und moeglichst umgehende, gruendliche Entfernung des Urins vom jeweiligen Bodenbelag im Stall, eine Senkung des pH-Wertes, um die Harnstoffspaltung zu verhindern sowie eine optimierte Bodengestaltung (V-foermige Ausgestaltung planbefestigter Boeden). Mit diesen Massnahmen seien durchaus Reduzierungen der Ammoniakfreisetzung von gut 60 % moeglich. In seinem Fazit stellte Hartung fest, dass es fuer effektive und praxistaugliche Minderungsmassnahmen aber noch keine klaren Empfehlungen gaebe.

Dr. Volker Braeutigam | aid-PresseInfo

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Agrar- Forstwissenschaften:

nachricht Risiko oder Chance für den Reisanbau? Bayreuther Forscher entdecken neue Arsenverbindungen in Reisfeldern
11.02.2020 | Universität Bayreuth

nachricht Zu viel Stickstoff bremst Waldwachstum in Europa
29.01.2020 | Eidgenössische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Agrar- Forstwissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lichtpulse bewegen Spins von Atom zu Atom

Forscher des Max-Born-Instituts für Nichtlineare Optik und Kurzpulsspektroskopie (MBI) und des Max-Planck-Instituts für Mikrostrukturphysik haben durch die Kombination von Experiment und Theorie die Frage gelöst, wie Laserpulse die Magnetisierung durch ultraschnellen Elektronentransfer zwischen verschiedenen Atomen manipulieren können.

Wenige nanometerdünne Filme aus magnetischen Materialien sind ideale Testobjekte, um grundlegende Fragestellungen des Magnetismus zu untersuchen. Darüber...

Im Focus: Freiburg researcher investigate the origins of surface texture

Most natural and artificial surfaces are rough: metals and even glasses that appear smooth to the naked eye can look like jagged mountain ranges under the microscope. There is currently no uniform theory about the origin of this roughness despite it being observed on all scales, from the atomic to the tectonic. Scientists suspect that the rough surface is formed by irreversible plastic deformation that occurs in many processes of mechanical machining of components such as milling.

Prof. Dr. Lars Pastewka from the Simulation group at the Department of Microsystems Engineering at the University of Freiburg and his team have simulated such...

Im Focus: Transparente menschliche Organe ermöglichen dreidimensionale Kartierungen auf Zellebene

Erstmals gelang es Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, intakte menschliche Organe durchsichtig zu machen. Mittels mikroskopischer Bildgebung konnten sie die zugrunde liegenden komplexen Strukturen der durchsichtigen Organe auf zellulärer Ebene sichtbar machen. Solche strukturellen Kartierungen von Organen bergen das Potenzial, künftig als Vorlage für 3D-Bioprinting-Technologien zum Einsatz zu kommen. Das wäre ein wichtiger Schritt, um in Zukunft künstliche Alternativen als Ersatz für benötigte Spenderorgane erzeugen zu können. Dies sind die Ergebnisse des Helmholtz Zentrums München, der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) und der Technischen Universität München (TUM).

In der biomedizinischen Forschung gilt „seeing is believing“. Die Entschlüsselung der strukturellen Komplexität menschlicher Organe war schon immer eine große...

Im Focus: Skyrmions like it hot: Spin structures are controllable even at high temperatures

Investigation of the temperature dependence of the skyrmion Hall effect reveals further insights into possible new data storage devices

The joint research project of Johannes Gutenberg University Mainz (JGU) and the Massachusetts Institute of Technology (MIT) that had previously demonstrated...

Im Focus: Skyrmionen mögen es heiß – Spinstrukturen auch bei hohen Temperaturen steuerbar

Neue Spinstrukturen für zukünftige Magnetspeicher: Die Untersuchung der Temperaturabhängigkeit des Skyrmion-Hall-Effekts liefert weitere Einblicke in mögliche neue Datenspeichergeräte

Ein gemeinsames Forschungsprojekt der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) und des Massachusetts Institute of Technology (MIT) hat einen weiteren...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Chemnitzer Linux-Tage am 14. und 15. März 2020: „Mach es einfach!“

12.02.2020 | Veranstaltungen

4. Fachtagung Fahrzeugklimatisierung am 13.-14. Mai 2020 in Stuttgart

10.02.2020 | Veranstaltungen

Alternative Antriebskonzepte, technische Innovationen und Brandschutz im Schienenfahrzeugbau

07.02.2020 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Erste Untersuchungsergebnisse zum "Sensations-Meteoritenfall" von Flensburg

17.02.2020 | Geowissenschaften

Lichtpulse bewegen Spins von Atom zu Atom

17.02.2020 | Physik Astronomie

Freiburger Forscher untersucht Ursprünge der Beschaffenheit von Oberflächen

17.02.2020 | Materialwissenschaften

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics