Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Entgiftungskur" für Debatte um Landwirtschaft nötig

04.12.2001


ilu fordert sachliche Auseinandersetzung mit Pflanzenschutz und Düngung

In der landwirtschaftlichen Produktion sind auch in der jüngeren Vergangenheit erhebliche Effizienzsteigerungen erzielt worden. Während die Erträge pro Hektar weiter zugenommen haben, konnten die Aufwandmengen bei Pflanzenschutz und Düngung z.T. deutlich reduziert werden. Bezieht man die heutigen Aufwandmengen auf die erzeugten Produkteinheiten, dann wird diese Effizienzsteigerung noch sehr viel deutlicher. Der jüngste Agrarbericht der Bundesregierung bestätigt der Landwirtschaft entsprechend die damit auch im Gewässerschutz erzielten Leistungen.

Fakt ist, dass der in der Agenda 21 geforderte Integrierte Pflanzenschutz unverzichtbar ist, um verlässlich ausreichend und qualitativ hochwertige Nahrungsmittel zur Verfügung stellen zu können.

Fakt ist, dass ohne die ebenfalls in der Agenda 21 geforderten Integrierten Pflanzenernährungskonzepte keine nachhaltige Agrarproduktion möglich ist. Der bedarfsgerechte Ersatz der mit den Ernteprodukten entzogenen Nährstoffe - und dabei auch der Einsatz mineralischer Dünger - ist eine zwingende Voraussetzung. Dabei sind die Effizienz der Flächennutzung, die Qualität der erzeugten Produkte oder auch die Kohlenstoffbilanz, d.h. die Klimarelevanz der Anbauverfahren, Kriterien, die die Vorzüglichkeit des Integrierten Landbaus belegen (KÖRSCHENS et al., 2001 *).

Fakt ist, dass ein dynamisches System wie die landwirtschaftliche Produktion kontinuierlich weiter verbessert werden kann, und in der Praxis auch stetig weiter verbessert wird. Prognosesysteme, Satellitennavigation, moderne Landtechnik, Qualitätssicherungs- und Kontrollsysteme etc. sind dabei entscheidende Hilfsmittel.

Fakt ist aber auch, dass laut letzten Schätzungen der FAO binnen der nächsten 50 Jahre bis zu fünf Milliarden zusätzlicher Menschen zu ernähren sind. Dies führt zu einem eindeutigen Schluss: Auf den fruchtbaren Standorten ist weltweit bis zum Jahr 2050 etwa eine Verdopplung der heutigen Produktion notwendig. Nur so kann der moralischen Herausforderung begegnet, eine angemessene Ernährung sichergestellt und das weitere Vordringen der Landwirtschaft in die verbliebenen Steppen- und Regenwaldgebiete verhindert werden. Dabei h

elfen keine ideologiebefrachteten, ansonsten aber leeren Sprechblasen wie die von einem Umweltverband geforderte "Entgiftungskur für deutsche Äcker", sondern nur Strategien, die die fortlaufende Entwicklung einer leistungsfähigen, nachhaltigen sowie ökonomisch und ökologisch orientierten Landwirtschaft unterstützen.

* Körschens, M., Howitz, H., und Hein, H.-O., 2001: Untersuchungen über eine leistungsfähige, nachhaltige sowie ökonomisch und ökologisch orientierte Landwirtschaft. Im Druck.

ots Originaltext: Institut für Landwirtschaft und Umwelt
Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de

Rückfragen bitte an das
Institut für Landwirtschaft und Umwelt
Konstantinstraße 90, 53179 Bonn, Tel. (0228) 9 79 93 25, Fax (0228) 9 79 93 40, E-Mail: ilu@fnl.de

Dr. Andreas Frangenberg | ots
Weitere Informationen:
http://www.fnl.de/ilu/iluindex.html

Weitere Berichte zu: Agenda Aufwandmengen FAKT Integriert Pflanzenschutz

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Agrar- Forstwissenschaften:

nachricht Antibiotikaresistenzen steigen massiv an
20.09.2019 | Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH Zürich)

nachricht Pflanzenkrankheiten: Uni Hohenheim & Bosch setzen auf Sensoren & künstliche Intelligenz
13.09.2019 | Universität Hohenheim

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Agrar- Forstwissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: 'Nanochains' could increase battery capacity, cut charging time

How long the battery of your phone or computer lasts depends on how many lithium ions can be stored in the battery's negative electrode material. If the battery runs out of these ions, it can't generate an electrical current to run a device and ultimately fails.

Materials with a higher lithium ion storage capacity are either too heavy or the wrong shape to replace graphite, the electrode material currently used in...

Im Focus: Nervenzellen feuern Hirntumorzellen zum Wachstum an

Heidelberger Wissenschaftler und Ärzte beschreiben aktuell im Fachjournal „Nature“, wie Nervenzellen des Gehirns mit aggressiven Glioblastomen in Verbindung treten und so das Tumorwachstum fördern / Mechanismus der Tumor-Aktivierung liefert Ansatzpunkte für klinische Studien

Nervenzellen geben ihre Signale über Synapsen – feine Zellausläufer mit Kontaktknöpfchen, die der nächsten Nervenzelle aufliegen – untereinander weiter....

Im Focus: Stevens team closes in on 'holy grail' of room temperature quantum computing chips

Photons interact on chip-based system with unprecedented efficiency

To process information, photons must interact. However, these tiny packets of light want nothing to do with each other, each passing by without altering the...

Im Focus: Happy hour für die zeitaufgelöste Kristallographie

Ein Forschungsteam vom Max-Planck-Institut für Struktur und Dynamik der Materie (MPSD), der Universität Hamburg und dem European Molecular Biology Laboratory (EMBL) hat eine neue Methode entwickelt, um Biomoleküle bei der Arbeit zu beobachten. Sie macht es bedeutend einfacher, enzymatische Reaktionen auszulösen, da hierzu ein Cocktail aus kleinen Flüssigkeitsmengen und Proteinkristallen angewandt wird. Ab dem Zeitpunkt des Mischens werden die Proteinstrukturen in definierten Abständen bestimmt. Mit der dadurch entstehenden Zeitraffersequenz können nun die Bewegungen der biologischen Moleküle abgebildet werden.

Die Funktionen von Biomolekülen werden nicht nur durch ihre molekularen Strukturen, sondern auch durch deren Veränderungen bestimmt. Mittels der...

Im Focus: Happy hour for time-resolved crystallography

Researchers from the Department of Atomically Resolved Dynamics of the Max Planck Institute for the Structure and Dynamics of Matter (MPSD) at the Center for Free-Electron Laser Science in Hamburg, the University of Hamburg and the European Molecular Biology Laboratory (EMBL) outstation in the city have developed a new method to watch biomolecules at work. This method dramatically simplifies starting enzymatic reactions by mixing a cocktail of small amounts of liquids with protein crystals. Determination of the protein structures at different times after mixing can be assembled into a time-lapse sequence that shows the molecular foundations of biology.

The functions of biomolecules are determined by their motions and structural changes. Yet it is a formidable challenge to understand these dynamic motions.

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

92. Neurologie-Kongress: Mehr als 6500 Neurologen in Stuttgart erwartet

20.09.2019 | Veranstaltungen

Frische Ideen zur Mobilität von morgen

20.09.2019 | Veranstaltungen

Thermodynamik – Energien der Zukunft

19.09.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Ferroelektrizität verbessert Perowskit-Solarzellen

20.09.2019 | Energie und Elektrotechnik

HD-Mikroskopie in Millisekunden

20.09.2019 | Biowissenschaften Chemie

Kinobilder aus lebenden Zellen: Forscherteam aus Jena und Bielefeld 
verbessert superauflösende Mikroskopie

20.09.2019 | Medizintechnik

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics