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Öko-Landwirtschaft - Stoffkreisläufe intensiv untersucht

25.01.2006
Den aktiven Prozess der Nährstoffmobilisierung durch die Pflanzen und ihre Wurzelausscheidungen sowie davon beeinflusste Tätigkeit der Mikroorganismen des Bodens hat Dr. Edwin Scheller von der Universität Kassel untersucht.

Seine Ergebnisse stellte er auf dem "Tag des Ökolandbaus" anlässlich der Internationalen Grünen Woche in Berlin vor. Am Beispiel Kalium konnte er die Vorteile der Kreislaufwirtschaft des Ökolandbaus demonstrieren.

Da Milch und Fleisch nur relativ wenig Kalium enthalten, können unter günstigen Bedingungen 90 Prozent dieses Pflanzennährstoffs mit den Ausscheidungen der Tiere wieder auf die Felder und Wiesen zurückgelangen. Weitere interessante Erkenntnisse präsentierte Scheller zum Humusaufbau und zum Stickstoffkreislauf. So ist beispielsweise damit zu rechnen, dass bei guter Bodenstruktur das von den Rindern im Verdauungsprozess abgegebene Methan vom Humus teilweise wieder eingebaut wird.

Luzerne kann nicht nur im Oberboden 500 bis 600 kg Stickstoff pro Hektar und Jahr binden, sondern wegen ihres 5 bis 8 Meter tiefen Wurzelsystems auch erhebliche Nährstoffmengen aus dem Unterboden nach oben verlagern und so wieder in den landwirtschaftlichen Nährstoffkreislauf zurückführen.

Dr. Martin Heil | aid infodienst
Weitere Informationen:
http://www.aid.de

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