Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

UFOP-Projekt zur Untersuchung und Bekämpfung von Pilzkrankheiten

02.08.2005


Am Institut für Pflanzenpathologie und Pflanzenschutz der Universität Göttingen startet mit der bevorstehenden Winterrapsausaat ein Projektvorhaben zur Untersuchung des Einflusses des Kohlfliegenbefalls auf die Infektion und Schadwirkung der im Rapsanbau bedeutenden Pilzkrankheiten Verticillium longisporum und Phoma lingam. Die Untersuchungen werden von der Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e.V. (UFOP) gefördert.


Die Kleine Kohlfliege tritt seit wenigen Jahren zunehmend als wirtschaftlich bedeutender Schädling im Rapsanbau in Erscheinung. Der durch den Larvenfraß der dritten Generation im Herbst und der ersten Generation im Frühjahr hervorgerufene Schaden an Wurzel und Hypokotyl stellt eine prädestinierte Eintrittspforte für weitere als kritisch zu beurteilende pilzliche Schaderreger an Raps dar. Hierbei handelt es sich um die Erreger der Rapswelke Verticillium longisporum und der Wurzelhals- und Stängelfäule Phoma lingam. Eine Reihe von Literaturberichten belegt, dass die Pathogene durch tierische Schädlinge vorgeschädigtes Gewebe bevorzugt befallen und der letztendlich eintretende Schaden zum Beispiel bei Phoma entscheidend durch die Interaktion der beiden Schadfaktoren bestimmt ist. Bezüglich Verticillium ist dies bislang nicht untersucht, jedoch existieren phänologische Hinweise aus den Bonituren verschiedener Pflanzenschutzdienststellen, die auf eine Koinzidenz von Kohlfliegenschaden und erhöhtem Verticllium-Befall hindeuten.

Ziel der Untersuchungen im Forschungsvorhaben der Universität Göttingen ist zunächst die Identifizierung von Risikokonstellationen, die sich aus dem komplexen Auftreten der drei Schadorganismen ergeben. Diese sind gegenüber den Einzelschadwirkungen zu quantifizieren. Darüber hinaus hat das Projekt zum Ziel, Risikominimierungsstrategien zu entwickeln und vorzuschlagen. Diese können sich bezüglich Phoma auf die Wahl der Sorte und eine angepasste Fungizidstrategie bei der Herbst- und Frühjahrsapplikation beziehen und bezüglich Verticillium auf eine optimale Nutzung vorhandener Resistenzen.


Insgesamt begründet sich das Projekt in der hohen wirtschaftlichen Bedeutung der drei einbezogenen Schadorganismen für den Winterrapsanbau und der hohen Wahrscheinlichkeit von bedeutenden Interaktionen zwischen diesen Schadfaktoren. Hieraus resultiert ein großer diesbezüglich bestehender Forschungsbedarf, der vor allem im Hinblick auf ein in der Praxis einsetzbares Bekämpfungskonzept für die kommenden Jahren zu sehen ist.

| pressrelations.de
Weitere Informationen:
http://www.uni-goettingen.de/
http://www.pressrelations.de

Weitere Berichte zu: Phoma Pilzkrankheiten Rapsanbau Schadfaktoren Verticillium

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Agrar- Forstwissenschaften:

nachricht David statt Goliath: Kleinharvester-Demonstrator auf der Fachmesse „Interforst“ in München
17.07.2018 | Technische Hochschule Wildau

nachricht Vorwarnsystem per Handy-App: Extremwetterschäden in der Landwirtschaft vermeiden
02.07.2018 | Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Agrar- Forstwissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Future electronic components to be printed like newspapers

A new manufacturing technique uses a process similar to newspaper printing to form smoother and more flexible metals for making ultrafast electronic devices.

The low-cost process, developed by Purdue University researchers, combines tools already used in industry for manufacturing metals on a large scale, but uses...

Im Focus: Rostocker Forscher entwickeln autonom fahrende Kräne

Industriepartner kommen aus sechs Ländern

Autonom fahrende, intelligente Kräne und Hebezeuge – dieser Ingenieurs-Traum könnte in den nächsten drei Jahren zur Wirklichkeit werden. Forscher aus dem...

Im Focus: Superscharfe Bilder von der neuen Adaptiven Optik des VLT

Das Very Large Telescope (VLT) der ESO hat das erste Licht mit einem neuen Modus Adaptiver Optik erreicht, die als Lasertomografie bezeichnet wird – und hat in diesem Rahmen bemerkenswert scharfe Testbilder vom Planeten Neptun, von Sternhaufen und anderen Objekten aufgenommen. Das bahnbrechende MUSE-Instrument kann ab sofort im sogenannten Narrow-Field-Modus mit dem adaptiven Optikmodul GALACSI diese neue Technik nutzen, um Turbulenzen in verschiedenen Höhen in der Erdatmosphäre zu korrigieren. Damit ist jetzt möglich, Bilder vom Erdboden im sichtbaren Licht aufzunehmen, die schärfer sind als die des NASA/ESA Hubble-Weltraumteleskops. Die Kombination aus exquisiter Bildschärfe und den spektroskopischen Fähigkeiten von MUSE wird es den Astronomen ermöglichen, die Eigenschaften astronomischer Objekte viel detaillierter als bisher zu untersuchen.

Das MUSE-Instrument (kurz für Multi Unit Spectroscopic Explorer) am Very Large Telescope (VLT) der ESO arbeitet mit einer adaptiven Optikeinheit namens GALACSI. Dabei kommt auch die Laser Guide Stars Facility, kurz ...

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Stadtklima verbessern, Energiemix optimieren, sauberes Trinkwasser bereitstellen

19.07.2018 | Veranstaltungen

Innovation – the name of the game

18.07.2018 | Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Neue Anwendungen für Mikrolaser in der Quanten-Nanophotonik

20.07.2018 | Physik Astronomie

Need for speed: Warum Malaria-Parasiten schneller sind als die menschlichen Abwehrzellen

20.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Die Gene sind nicht schuld

20.07.2018 | Medizin Gesundheit

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics