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Gemeinsame Entwicklung einer Prozess-Technologie zur Herstellung von Propylenoxid

01.08.2002


BASF und Dow Chemical Company wollen gemeinsam eine Technologie zur Herstellung von Propylenoxid (PO) auf der Basis von Wasserstoffperoxid als wesentliches Rohmaterial entwickeln. Das gaben die Unternehmen heute (01.08.2002) bekannt. Beide Unternehmen halten bereits bedeutende Patente auf diesem Arbeitsgebiet und besitzen große Erfahrungen beim Betrieb von Pilotanlagen, die alle wichtigen Verfahrensstufen des Wasserstoffperoxid-PO-Prozesses abbilden.

Die von Dow verwendete Wasserstoffperoxid-PO-Technologie wurde beim Erwerb des Polyurethan-Geschäfts von EniChem im Jahre 2001 übernommen. Enichem war Vorreiter bei Wasserstoffperoxid-Prozessen und hält zahlreiche Patente, die bis in die frühen 1980er Jahre zurückreichen. Die BASF entwickelt ihre Wasserstoffperoxid-PO-Technologie seit 1995 und befindet sich jetzt in der Abschlussphase.

"Verglichen mit traditionellen Verfahren ist die PO-Produktion auf der Basis von Wasserstoffperoxid deutlich kostengünstiger. Ein weiterer Vorteil ist, dass keine Nebenprodukte anfallen", sagte Bob Wood, Business Group President von Dow Thermosets. Dow Thermosets umfasst die Geschäftseinheiten Propylenoxid und Propylenglykol sowie Polyurethane, Polyurethan-Systeme, Epoxide und Zwischenprodukte.

"Wir sind überzeugt, dass wir durch die Bündelung der Stärken beider Unternehmen in Forschung und Entwicklung die Wasserstoffperoxid-PO-Technologie weiter verbessern und die Kommerzialisierung beschleunigen können", sagte Dr. John Feldmann, Vorstandsmitglied der BASF Aktiengesellschaft und verantwortlich für das Segment Kunststoffe und Fasern, zu dem die globale Geschäftseinheit Polyurethane gehört. "Ein direktes Verfahren, bei dem keine Nebenprodukte anfallen, eröffnet uns einen flexiblen Handlungsspielraum bei der Entscheidung, wo und wann wir investieren", sagte Feldmann.

"Beide Unternehmen haben in den vergangenen Jahren die Wasserstoffperoxid-PO-Technologie bedeutend weiterentwickelt und wir erwarten zusätzliche Potentiale durch die Zusammenarbeit", erläuterte Jean-Pierre Dhanis, Leiter des BASF-Unternehmensbereichs Polyurethane. "Sollte die neue Technologie unsere gemeinsamen Erwartungen erfüllen, steht uns das Design einer kommerziellen PO-Anlage im Weltmaßstab, die ab 2006 in Betrieb genommen werden könnte, zur Verfügung", sagt Dhanis.

"Als führender Hersteller von PO verfügt Dow über ein breites Portfolio an PO-Technologien - Chlorhydrin, Propylenoxid/Styrol-Monomere (PO/SM) und jetzt Wasserstoffperoxid-PO-Technologie - und verbessert die Möglichkeiten, seine Kunden in aller Welt mit maßgeschneiderten und kosteneffizienten Lösungen zu versorgen", sagte David Pashalidis, Direktor der Dow-Geschäftseinheit für PO/PG (Propylenglykol).

Propylenoxid wird zur Herstellung von Polyurethanen, Propylenglykol, chemischen Zwischenprodukten, Flammschutzmitteln, synthetischen Schmiermitteln, Chemikalien für Ölbohrarbeiten und Tensiden für die Textilindustrie verwendet.

Mit 2,7 Milliarden Euro Umsatz im Jahr 2001 ist die BASF einer der weltweit führenden Anbieter von Polyurethan-Grundprodukten und -Systemen.

Die BASF ist auf Basis des Umsatzes im Jahr 2001 das führende Chemieunternehmen der Welt. Ihr Ziel ist es, den Unternehmenswert durch Wachstum und Innovation nachhaltig zu steigern. Ihren Kunden bietet sie ein leistungsfähiges Sortiment, das Chemikalien, Kunststoffe, Lacksysteme, Dispersionen, Pflanzenschutzmittel sowie Feinchemikalien umfasst und bis zum Erdöl und Erdgas reicht. Die ausgeprägte Verbundstrategie ist ihre Stärke: Damit erreicht das Unternehmen Kostenführerschaft und langfristig entscheidende Wettbewerbsvorteile. Die BASF richtet ihr Handeln am Leitbild der nachhaltig zukunftsverträglichen Entwicklung, Sustainable Development, aus. Im Jahr 2001 hatte die BASF mit ihren über 90 000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einen Umsatz von rund 32,5 Milliarden Euro. Die BASF ist börsennotiert in Frankfurt (BAS), London (BFA), New York (BF), Zürich (BAS) und Paris (BA).

Dow ist der weltgrößte Hersteller von Polyetherpolyolen, Propylenglykol und P-Serien-Glykoläthern. Mit seinem Polyurethan-Geschäft ist Dow einer der führenden Lieferanten für Polyurethan-Rohstoffe und bietet eine der umfassendsten Polyurethan-Produktlinien der Branche. Die Rohstoffe von Dow werden unter anderem in Hartschäumen, Weichschäumen, Klebstoffen, Dichtungsmitteln, Beschichtungen, Elastomeren und Pflanzenfasern verwendet. Dow ist ein in Wissenschaft und Technik führendes Unternehmen mit innovativen Chemie-, Kunststoff- und Agrarprodukten sowie Dienstleistungen für zahlreiche wichtige Konsumentenmärkte. Mit einem jährlichen Umsatz von 28 Milliarden US-Dollar beliefert Dow Kunden in 170 Ländern sowie zahlreiche Märkte, die grundlegend sind für den menschlichen Fortschritt, wie zum Beispiel das Nahrungsmittelgewerbe, das Transportmittelgewerbe, den Gesundheitssektor einschließlich der Bereiche Körper- und Haushaltshygiene sowie das Baugewerbe. Dow und seine rund 50 000 Mitarbeiter sind dem Grundsatz der nachhaltigen Entwicklung verpflichtet. Ziel ist ein ausgewogenes Gleichgewicht zwischen ökonomischer, ökologischer und sozialer Verantwortung. 

Ihre Ansprechpartner bei Dow Chemical Company:
Amy Ahlich und Robert T. Fagan
Tel.: +1 989 636 3587
E-Mail: rtfagan@dow.com

Michael Grabicki  | Pressemitteilungen
Weitere Informationen:
http://www.dow.com
http://www.polyurethanes.com

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