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’Schwanzbeißen’ durch Aminosäuremangel verursacht?

05.06.2002


In der konventionellen wie auch der ökologischen Schweineproduktion kann das ’Schwanzbeißen’ zum Problem werden. Schrieb man diese Verhaltensauffälligkeit bislang gerne dem mangelnden Haltungsmanagement zu (z.B. fehlendem Beschäftigungsmaterial, zu enger Buchtenbelegung oder auch schlechtem Stallklima), liefern Untersuchungen aus England jetzt neue Erklärungsansätze.



Wie die Zeitschrift TopAgrar in ihrer Ausgabe 6/2002 (Seite S4) berichtet, konnten Wissenschaftler der Universität Newcastle nachweisen, dass eine Unterversorgung mit der Aminosäure Tryptophan zu einer signifikanten Steigerung des ’Schwanzkauens’ führte. Bei einer ausreichenden Versorgung oder Überversorgung verhielten sich die Tiere dagegen wesentlich ruhiger. Das wird mit der Umwandlung des Tryptophans im Gehirn zu Serotonin in Verbindung gebracht. Serotonin ist aufgrund seiner besänftigenden Wirkung bekannt.



Als Testobjekt diente ein mit Blut getränktes Tau.

Der Schwanzkau-Test wurde außerdem mit Tieren unterschiedlicher Genetik (Duroc, LargeWhite und Landrasse) wiederholt. Dabei zeigte sich, dass Duroc-Schweine das größte Interesse an dem Tau zeigten. Auch zwischen Eberlinien einer Rasse zeigten sich deutliche Unterschiede. Dies deutet auf genetische Ursachen hin.


Zentralverband der Deutschen Schweineproduktion e.V. (ZDS), Adenauerallee 174, 53113 Bonn

Tel.: 0228 / 91447-40, Fax: 0228 / 91447-45, Mail: info@zds-bonn.de

| pressrelations.de

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