Welche Unternehmen kommen am besten durch die Krise?

Masterstudierende haben in Kooperation mit der IHK Würzburg-Schweinfurt ein Tool entwickelt, um Unternehmen sicher durch die Krise zu führen.
(Grafik FHWS / A. Pollinger)

Studierende konzipieren Tool zum Test der Robustheit von Firmen

In Kooperation mit der IHK entwickelten Masterstudierende ein Tool, mit dem Mittelstand sowie Dienstleistende ihre Geschäftsmodelle auf Robustheit überprüfen können

Mit robusten Geschäftsmodellen Krisen überstehen – mit diesem Vorhaben beschäftigten sich Masterstudierende an der Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt. Die Corona-Pandemie hat erheblichen Einfluss auf die Geschäfte zahlreicher Unternehmen. Aus diesem Grund setzten sich die Studierenden des Masterstudiengangs Innovation im Mittelstand (i2m) während des Wintersemesters mit diesem Thema unter Betreuung von Prof. Dr. Gerhard Hube und in Zusammenarbeit mit Vertreter*innen der IHK Würzburg-Schweinfurt auseinander.

Die zentrale Frage: Warum ist es notwendig und hilfreich, sich als Unternehmen mit der eigenen Robustheit zu beschäftigen. Was macht ein robustes Geschäftsmodell aus, welchen Beitrag leisten interne Faktoren wie Mitarbeitende oder die Organisationsstruktur hierbei? Gleichermaßen wurden externe Faktoren wie Kund*innen und Partner*innen betrachtet. Außerdem befassten sich die Studierenden mit Möglichkeiten der Krisenvorsorge und möglichen Handlungsoptionen. Das Ergebnis ist ein Prüfstand, der Unternehmen durch das Aufzeigen von Defiziten und Empfehlungen dabei helfen soll, die individuellen Stärken ihres Geschäftsmodells zu optimieren und so sicherer durch eine Krise zu kommen.

Der Prüfstand wurde für den Mittelstand konzipiert und ist sowohl für das produzierende Gewerbe, als auch Dienstleistende geeignet. Bei der Erstellung des Prüfstandes orientierten sich die Studierenden am Geschäftsmodell „Business Model Canvas“ (nach Osterwalder und Pigneur): So unterscheidet das Tool die Überkategorien „Extern“ mit Kund*innen und Lieferant*innen sowie „Intern“ mit der Betrachtung des Wertangebots, der Infrastruktur, dem Personal und der Unternehmensplanung. Durch die Bewertung der einzelnen Aspekte in den Kategorien erhält das Unternehmen seine persönliche Handlungsbedarfsmatrix sowie die Möglichkeit, die ermittelten, eigenen Werte mit den Sollempfehlungen der Masterstudierenden direkt zu vergleichen. Darüber hinaus bietet der Prüfstand die Möglichkeiten, Verantwortlichkeiten zu hinterlegen.

Neben dem Prüfstand erstellten die Studierenden zwei kurze Videos: Während das erste Video als Teaser für das Projekt dient und Unternehmen dazu motivieren soll, sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen, bietet das zweite Video eine kurze Übersicht über die Funktionalitäten des Tools.

Zum Semesterabschluss demonstrierten die Studierenden ihr Tool der IHK, interessierten Kolleg*innen und Firmenvertretungen. Anfang März werden die Studierenden im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung der IHK das Tool der unterfränkischen Wirtschaft vorstellen. Anschließend sind das Tool sowie die beiden Videos im Internet öffentlich zugänglich. Aus vorherigen Projekten sind auch die bereits erstellten Werkzeuge zu „Blockchain“, „Künstliche Intelligenz“ und dem „Digital Readiness Check“ hinterlegt.

Wissenschaftliche Ansprechpartner:

Hochschule Würzburg-Schweinfurt
Master Innovation im Mittelstand
Prof. Dr. Hube
Friedrichstraße 17a
97082 Würzburg
0931 3511-8873
gerhard.hube@fhws.de

Weitere Informationen:

https://fwiwi.fhws.de/master-innovation-im-mittelstand/
https://fwiwi.fhws.de/master-innovation-im-mittelstand/i2m-tools/

Media Contact

Katja Bolza-Schünemann M.A. Hochschulkommunikation
Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt

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