Rückgang bei den gewerblichen Existenzgründungen verlangsamt sich

Die Zahl der gewerblichen Existenzgründungen in Deutschland ist im Jahr 2013 zwar insgesamt wiederum um 8.500 gesunken – dennoch zeigte die vermehrte Förderung von Gründungswilligen durch die Bundesagentur für Arbeit im zweiten Halbjahr 2013 Wirkung:

Erstmals seit 2010 (418.000 Gründungen) verlangsamte sich der Rückgang nach Angaben des Instituts für Mittelstandsforschung (IfM) Bonn: Während von 2011 auf 2012 die Gründungszahlen deutlich von 401.000 auf 346.000 (-13,7 %) sanken, war im vergangenen Jahr nur ein Rückgang um 2,4% zu beobachten (auf 338.000 Existenzgründer).

Trotz der ebenfalls rückläufigen Entwicklung bei den gewerblichen Unternehmensschließungen – von 371.000 im Jahr 2012 auf 354.000 im vergangenen Jahr – bleibt der sogenannte „Gründungssaldo“, die Differenz aus Gründungen und Schließungen, mit rund 16.000 Unternehmen negativ.

„Tendenziell wirkt sich weiterhin die gute Lage auf dem Arbeitsmarkt negativ für das Gründungsgeschehen aus, da die Erwerbstätigen attraktive alternative Beschäftigungsmöglichkeiten finden.

Zugleich ist zu beobachten, dass das Gründungsgeschehen nach wie vor entscheidend durch die ausländischen Existenzgründer beeinflusst wird. Ihr Anteil steigt seit 2003 kontinuierlich und lag im vergangenen Jahr bei gut der Hälfte aller Gründungen (46,5 %)“, konstatiert Friederike Welter, Präsidentin des Instituts für Mittelstandsforschung (IfM) Bonn.

Sie hat zugleich den Lehrstuhl für BWL, insbesondere Management von kleinen und mittleren Unternehmen und Entrepreneurship an der Universität Siegen, inne.

Die meisten gewerblichen Gründungen finden weiterhin in Nordrhein-Westfalen, Bayern und Baden-Württemberg statt – bezogen auf den Gründungssaldo liegen jedoch Berlin und Bayern an der Spitze.

Die statistischen Zahlen zum gewerblichen Gründungs- und Schließungsgeschehen finden Sie unter www.ifm-bonn.org unter Statistiken.

http://www.ifm-bonn.org

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Dr. Jutta Gröschl idw - Informationsdienst Wissenschaft

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