Niedrigstes Rezessionsrisiko seit März- IMK-Indikator: Konjunkturklima hat sich merklich aufgehellt

Für den Zeitraum von Dezember 2015 bis Ende Februar 2016 weist der IMK-Konjunkturindikator, der die wichtigsten Informationen über die aktuelle Wirtschaftslage bündelt, eine mittlere Rezessionswahrscheinlichkeit von 11,6 Prozent aus.

Das ist der niedrigste Wert seit März diesen Jahres. Im November betrug das Rezessionsrisiko noch 21,8 Prozent. Nunmehr liegt der Indikator wieder deutlich im „grünen Bereich“ (keine Rezessionsgefahr), der von null bis 30 Prozent reicht.

Wichtigster Grund für den spürbar positiveren Indikatorwert ist die verbesserte Auftragslage der deutschen Unternehmen. So legten zuletzt die Auftragseingänge sowohl aus dem In- als auch aus dem Ausland zu.

Außerdem sind die Stimmungsindikatoren, die der Indikator auswertet, aufwärtsgerichtet. Lediglich vom Finanzmarkt kommen derzeit uneinheitliche Signale: Die Aktienkurse haben im Vergleich zum Jahrestief im September wieder deutlich Boden gut gemacht, und die Zinsen sind weiter rückläufig.

Allerdings haben sich die durchschnittlichen Finanzierungsbedingungen der Unternehmen, gemessen an der Zinsdifferenz zwischen Unternehmens- und Staatsanleihen, in den vergangenen beiden Monaten etwas verschlechtert.

In den IMK-Konjunkturindikator fließen zahlreiche Daten aus der Real- und der Finanzwirtschaft ein. Darüber hinaus berücksichtigt das Instrument Stimmungsindikatoren. Das IMK nutzt dabei die Industrieproduktion als Referenzwert für eine Rezession, weil diese rascher auf einen Nachfrageeinbruch reagiert als das Bruttoinlandsprodukt (BIP). Das Frühwarnsystem signalisiert eine Rezession, wenn die Industrieproduktion über fünf Monate um mindestens ein Prozent schrumpft.

Wie stark die deutsche Wirtschaft 2015 und 2016 wachsen wird, zeigt die neue Konjunkturprognose, die das IMK am kommenden Donnerstag, den 17. Dezember, auf einer Pressekonferenz in Berlin vorstellt.

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IMK
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http://www.boeckler.de/imk – Zum IMK-Konjunkturindikator

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