KfW vergibt Globaldarlehen an kroatische Förderbank HBOR

Parlamentarischer Staatsekretär Hans-Joachim Otto (BMWi): „Die Stärkung der bilateralen Zusammenarbeit mit Kroatien im mittelständischen Bereich ist ein wichtiges Anliegen der Bundesregierung. Gerade die Entwicklung eines gesunden und wettbewerbsfähigen Mittelstands bildet den entscheidenden Schlussstein bei der Transition von staatlich gelenkten zu marktwirtschaftlichen Volkswirtschaften.“

Joachim Rastert, Direktor der KfW Bankengruppe, und Anton Kovacev, CEO der kroatischen Förderbank HBOR (Hrvatska banka za obnovu i razvitak je razvojna, Zagreb) haben gestern auf dem deutsch-kroatischen Wirtschaftsforum in Zagreb in Anwesenheit von Hans-Joachim Otto, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, Verträge über zwei Globaldarlehen im Volumen von 50 Mio. EUR unterzeichnet. Die HBOR wird aus diesen Mitteln kleinen und mittleren Unternehmen in Kroatien zinsgünstige Kredite ausreichen. „Die KfW trägt mit diesen Globaldarlehen an die kroatische Förderbank HBOR zur Stärkung der mittelständischen Unternehmen in Kroatien bei. Davon werden sowohl deutsche als auch kroatische Unternehmen profitieren“, sagt Dr. Axel Nawrath, Vorstandsmitglied der KfW Bankengruppe.

„Der Abschluss dieser Verträge bestätigt den ausgezeichneten Ruf der HBOR auf dem internationalen Kapitalmarkt. Ich freue mich, dass wir sie mit der KfW unterzeichnen konnten, die zu unseren ersten internationalen Partnern zählte. Durch unsere nunmehr seit vierzehn Jahren bestehende Zusammenarbeit konnten viele kroatische Unternehmer vor allem in der Tourismusbranche neue, qualitativ anspruchsvolle Projekte durchführen und ihr Geschäft ausbauen. Ich bin überzeugt, dass diese bemerkenswerte Partnerschaft sich über die nächsten Jahre zu unserer beiderseitigen Zufriedenheit weiterentwickeln wird“, sagt Anton Kovacev, CEO der kroatischen Förderbank HBOR.

„Die Stärkung der bilateralen Zusammenarbeit mit Kroatien im mittelständischen Bereich ist ein wichtiges Anliegen der Bundesregierung. Gerade die Entwicklung eines gesunden und wettbewerbsfähigen Mittelstands bildet den entscheidenden Schlußstein bei der Transition von staatlich gelenkten zu marktwirtschaftlichen Volkswirtschaften. Für die zukünftige Kooperation deutscher und kroatischer mittelständischer Unternehmen sehe ich großes Potenzial, das durch die Zusammenarbeit zwischen KfW und HBOR im beiderseitigen Interesse nutzbar gemacht werden kann“, sagt Hans-Joachim Otto, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium.

Die Strukturen der beiden Globaldarlehen sehen wie folgt aus: Das erste Globaldarlehen über 20 Mio. EUR wird im Rahmen der EU-Finanzierungsfazilität für kleine und mittlere Unternehmen der Europäischen Kommission abgeschlossen, die der Förderung mittelständischer Unternehmen in den neuen Mitglieds- und Beitrittsstaaten der Europäischen Union dient. Unter dieser Fazilität wird das Globaldarlehen der KfW mit EU-Zuschüssen kombiniert, die lokalen Banken helfen sollen, das langfristige Wachstum ihres Kreditgeschäfts mit mittelständischen Unternehmen zu intensivieren.

Die Darlehensmittel werden des Weiteren durch die CEB, Council of Europe Development Bank (Entwicklungsbank des Europarates), refinanziert. Bereits seit Ende 2000 hat die Kommission die Partnerschaft aus KfW und CEB beauftragt, die neuen EU-Mitglieds- und Beitrittskandidaten bei der Entwicklung von maßgeschneiderten Finanzierungsangeboten für kleine und mittlere Unternehmen zu unterstützen.

Das zweite Globaldarlehen über 30 Mio. EUR aus allgemeinen Refinanzierungsmitteln der KfW dient der HBOR zur Finanzierung ihres Mittelstandprogramms für Investitionen im Tourismussektor. Als einer der wichtigsten Wirtschaftszweige des Landes steht der Tourismus im Fokus der HBOR-Aktivitäten. Durch das Globaldarlehen wird den KMU sowohl über die HBOR direkt als auch über lokale Banken der Zugang zu Finanzierungen für langfristige Investitionen erleichtert.

Die HBOR und die KfW Bankengruppe arbeiten seit der Gründung der HBOR 1992, an der die KfW als Vorbild und zudem beratend beteiligt war, intensiv zusammen.

Media Contact

Sonja Höpfner KfW

Weitere Informationen:

http://www.kfw.de

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