GRÜNDERWOCHE DEUTSCHLAND | HHL-Absolvent gründet Europas erste universelle Crowdfunding-Plattform

Ob kommerzielles, privates oder soziales Projekt – auf der Internet-Plattform FUNDSTERS treffen Gründer, Projekte und Ideen mit Kapitalbedarf auf Investoren, Fans und Unterstützer. BaFin-Lizenz ermöglicht Finanzierung über 100.000 Euro.

Wie kann die Finanzierung chancenreicher Unternehmensgründungen von Studenten und Absolventen der HHL Leipzig Graduate School of Management zukünftig unterstützt werden? Im Gespräch zwischen HHL-Rektor Prof. Dr. Andreas Pinkwart und Alumnus Markus Brütsch ist eine Geschäftsidee als Antwort auf diese Frage entstanden.

Anfang November ist nun mit FUNDSTERS (http://www.fundsters.de) die europaweit erste universelle Crowdfunding-Plattform an den Start gegangen. Ob Gründer, Projektinitiator oder Ideenentwickler – FUNDSTERS ermöglicht Crowdfunding (deutsch: Schwarmfinanzierung) ohne Beschränkung auf einzelne Branchen, Interessensgebiete oder Finanzierungsvolumen. Die Internet-Plattform steht allen zur Verfügung, die für eine Idee brennen. „Crowdfunding muss auch in Deutschland nicht wie bisher auf einzelne Branchen und Nischen reduziert bleiben. Diese Form der Kapitalbeschaffung ist die moderne Alternative zur klassischen Bankfinanzierung und zwar für jeden, der an den Erfolg einer Idee glaubt“, begründet Markus Brütsch, Mit-Gründer und CEO von FUNDSTERS, den Launch der Plattform.

„FUNDSTERS ist offen für alle, die eine Idee oder ein Projekt realisieren wollen. Die Bandbreite reicht dabei vom Gründer oder jungen Unternehmen über Produktentwickler und Kreativprojekte bis hin zum Förderverein des Kindergartens, der Geld für einen Spielplatz benötigt.“ Ein finanzielles Engagement ist bereits ab 1 Euro möglich. Nur eine universelle Plattform wie FUNDSTERS erreicht eine maximale Zahl an Usern und Interessen und bietet somit Startern eine größtmögliche Reichweite hinsichtlich Finanzierung, Austausch und Feedback.

Großes Potenzial für Crowdfunding in Deutschland

Der Blick in die USA belegt das große Potenzial von Crowdfunding: Dort wurden 2011 Projekte mit einem Gesamtvolumen von ca. 900 Millionen US-Dollar online finanziell unterstützt. Für 2012 wird weltweit mit einer Verdopplung dieses Volumens gerechnet. Im Vergleich dazu steht Crowdfunding in Deutschland noch am Anfang. „Wir wollen mit FUNDSTERS dazu beitragen, dass Crowdfunding hierzulande in der breiten Öffentlichkeit ankommt und nicht mehr nur als Finanzierung in der Nische wahrgenommen wird“, erläutert Markus Brütsch den Anspruch der neuen Plattform.

Der Inhaber des Stiftungsfonds Deutsche Bank Lehrstuhls für Innovationsmanagement und Entrepreneurship an der HHL und ehemalige Innovationsminister des Landes Nordrhein-Westfalen, Prof. Dr. Andreas Pinkwart, sagt: „Crowdfunding ist in Deutschland angekommen und wird sich zu einem nicht wegzudenkenden Teil in der Gesellschaft, insbesondere bei der Finanzierung von Unternehmensgründungen entwickeln. Die Vielfalt der Methoden ist dabei noch lange nicht erreicht; Crowdinvestment-Plattformen werden sich in Zukunft weiter spezialisieren und einen wichtigen Beitrag zur Schließung der Finanzierungslücke in der Frühphase von Unternehmen leisten.“

Wer sich bei FUNDSTERS finanziell engagieren möchte, dem bietet die neue Crowdfunding-Plattform zwei Optionen. Zum einen sind renditeorientierte Investitionen als stille Beteiligung möglich, zum anderen lassen sich Projekte finanziell unterstützen, die im Gegenzug projektbezogene Gegenleistungen anbieten (zum Beispiel Rabatte oder Vorkaufsrechte). Auch eine monetäre Unterstützung im Sinne des guten Zwecks sieht die Plattform vor; dabei kann es als Dankeschön ideelle Werte wie zum Beispiel Widmungen oder Fotos geben. „Wer sich bei FUNDSTERS engagiert, der möchte im wahrsten Sinne des Wortes teilhaben“, fasst Markus Brütsch die Motivation der Investoren und Unterstützer zusammen.

BaFin Lizenz ermöglicht Finanzierung über 100.000 EUR

Bei hohem Kapitalbedarf bietet FUNDSTERS einen weiteren klaren Vorteil gegenüber anderen Plattformen: Eine BaFin-Lizenz ermöglicht FUNDSTERS als einzige Plattform in Deutschland Investitionen über die sonst übliche Grenze von 100.000 Euro hinaus. Ein wichtiges Argument, denn etwa 45% aller Gründerprojekte haben einen Finanzbedarf von 100.000 Euro und mehr.

Crowdfunding 2.0

Zahlreiche so genannte Community-Features auf der Website www.fundsters.de ermöglichen einen intensiven Austausch zwischen den Internet-Nutzern. So erhalten Projektstarter neben umfassenden Finanzierungmöglichkeiten schon früh ein repräsentatives Feedback von der Community und gewinnen Fans und potenzielle Kunden – ein Projekt-Check als wertvolle Alternative zu klassischer Marktforschung. Zusätzlich sind geografische, thematische und andere Kampagnen-Suchen möglich; es gibt Watchlists, Newsfeeds usw. „Unser Ziel ist, konsequent Crowdfunding 2.0 zu machen und alle Möglichkeiten auszuschöpfen, um Starter, Investoren und Unterstützer optimal zu vernetzen und die Reichweite für Projekte und Themen zu erhöhen“, sagt Markus Brütsch.

Zahlungen werden über verschiedene Zahlungssysteme angeboten und treuhänderisch durch die Fidor Bank AG abgewickelt, die ihr Payment-System speziell auf die Bedürfnisse des Crowdfundings zugeschnitten und sich damit zum optimalen Partner für Crowdfunding in Deutschland entwickelt hat. Bei FUNDSTERS gibt es keine Mitgliedsbeiträge. Kosten fallen für Starter nur im Erfolgsfall als festgelegter Prozentsatz an. Für User ist FUNDSTERS jederzeit kostenlos.

FUNDSTERS ist Kooperationspartner der HHL Leipzig Graduate School of Management.

Über FUNDSTERS

FUNDSTERS, gelauncht im November 2012, ist die erste Crowdfunding-Plattform in Deutschland, die offen für alle Finanzierungsprojekte aller Art ist. Das Portal ermöglicht die Realisierung sowohl renditeorientierter Investitionen als auch finanzieller Unterstützung im Austausch von Gegenleistungen oder ideelle Anerkennung und somit eine sachgerechte und individuelle Projektfinanzierung. Als erste Plattform in Deutschland ermöglicht FUNDSTERS auch Investitionsvolumen über 100.000 Euro. Zudem garantiert FUNDSTERS die Kosten für den Zahlungsverkehr. Umfangreiche Community Features erhöhen die Reichweite der Aufmerksamkeit für die einzelnen Projekte und ermöglichen einen gezielten Austausch zwischen den Usern bis ins lokale Umfeld. http://www.fundsters.de

Über die Gründerschmiede HHL Leipzig Graduate School of Management

Mit über 130 Gründungen, die in den letzten 14 Jahren von HHL-Absolventen ausgegangen sind, hat sich Deutschlands erste Adresse für den Management-Nachwuchs auch zu einem sehr erfolgreichen Inkubator für Unternehmensgründungen entwickelt. Prominente Beispiele sind neben Gollmann Kommissioniersysteme auch die Gewinner des WirtschaftsWoche-Gründerwettbewerb SunCoal Industries oder auch die Leipziger Unternehmen Spreadshirt und billigflieger.de. Durch das unternehmerische Engagement der Gründer konnten bereits mehr als 2.500 Jobs geschaffen werden, über 1.100 davon allein in der Region Leipzig. Die HHL wurde Mitte Februar 2012 in der zweiten Runde des Wettbewerbs „EXIST-Gründungskultur – Die Gründerhochschule“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) unter die 20 besten Gründerhochschulen Deutschlands gewählt. Erst vor einigen Wochen kam die Gründerausbildung der HHL innerhalb des „Master in Management“-Rankings 2012 der Financial Times weltweit auf Platz 1. http://www.hhl.de/gruenderschmiede

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Volker Stößel idw

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